Bürger des Landes befürworten Energiewende

Schulthematik löst Arbeitsplatzthematik ab

Ludwigslust-Parchim | 14.11.2013

Mecklenburg-Vorpommern Monitor 2013
Bürger des Landes sehen positive Entwicklung

Wie hat sich Mecklenburg-Vorpommern seit der Deutschen Einheit entwickelt? Was sind die wichtigsten landespolitischen Aufgaben? Wie sehen die Mecklenburger und Vorpommern die Energiewende? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Mecklenburg-Vorpommern Monitors 2013, für den das Meinungsforschungsinstitut tns Emnid im Auftrag der Landesregierung in den letzten Wochen 1.000 repräsentativ ausgewählte Bürgerinnen und Bürger befragt hat. Emnid-Geschäftsführer Klaus-Peter Schöppner und Regierungssprecher Andreas Timm stellten kürzlich die Ergebnisse vor.

"Die Umfrage zeigt, dass eine klare Mehrheit in Mecklenburg-Vorpommern hinter der Energiewende steht. 76 Prozent stimmen dem Ausstieg aus der Atomenergie und dem Ausbau der erneuerbaren Energien zu. Das ist ein überzeugendes Ergebnis", sagte Timm bei der Vorstellung der Zahlen auf der Landespressekonferenz. 

Mehr als die Hälfte der Befragten sehen in der Energiewende eine besondere wirtschaftliche Chance für Mecklenburg-Vorpommern und rechnen damit, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien für neue Arbeitsplätze im Land sorgen wird. "Die Landesregierung teilt diese Einschätzung. Wir wollen die Chancen der Energiewende für Mecklenburg-Vorpommern nutzen", so der Regierungssprecher. 

Aus den Zahlen von Emnid gehe aber auch hervor, dass die Energiewende für die Bürgerinnen und Bürger auch mit Sorgen und Belastungen verbunden sei. So rechnen 65 Prozent der Befragten damit, dass die Energiewende in den nächsten Jahren die Lebenshaltungskosten verteuern werde. Nur 24 Prozent glauben, dass die erneuerbaren Energien langfristig die Kosten für die Verbraucher senken werden. 

Der weitere Ausbau der verschiedenen erneuerbaren Energiearten stößt auf unterschiedliche Akzeptanz. Während sich eine klare Mehrheit für den bevorzugten Ausbau von Solardächern und Windparks auf See ausspricht, wird der bevorzugte Ausbau von Biomasse-Kraftwerken mehrheitlich abgelehnt. Bei der Windenergie an Land gehen die Meinungen auseinander "Die Energiewende wird nur gelingen, wenn wir die Windkraft auf See und an Land ausbauen. Dabei wird es darum gehen, die Belastungen so gering wie möglich zu halten", so Timm. 

Die Entwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommern wird von den Menschen im Land nach wie vor positiv bewertet. 86 Prozent meinen, dass sich Mecklenburg-Vorpommern seit der Deutschen Einheit eher gut oder sogar sehr gut entwickelt hat. Dies gilt vor allem für die Entwicklung im Tourismus, beim Erscheinungsbild der Städte und Dörfer und in der Umwelt. Defizite werden vor allem beim Zusammenhalt in der Gesellschaft und auf dem Arbeitsmarkt gesehen. 

Bei der Frage nach den wichtigsten landespolitischen Aufgaben stehen erstmals bei einem MV-Monitor nicht Arbeitsplätze, sondern Schulen an der Spitze. 81 Prozent halten es für sehr wichtig, für gute Schulen zu sorgen. Die Schaffung zukunftsfähiger Arbeitsplätze und der Schutz vor Kriminalität landen mit je 78 Prozent auf den nächsten Plätzen. 

Die Arbeit der Landesregierung wird auf den meisten abgefragten Aufgabenfeldern mehrheitlich als gut oder sehr gut bewertet. Insgesamt wird die Arbeit der Landesregierung von 68 Prozent der Befragten positiv eingeschätzt. Das ist der höchste bei einem Mecklenburg-Vorpommern-Monitor gemessene Wert. "Die Landesregierung freut sich über diese Unterstützung. Wir wissen aber natürlich auch, dass in den nächsten Jahren schwierige Aufgaben vor uns liegen", erklärte der Regierungssprecher.

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Mecklenburg-Vorpommern-Monitor 2013

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