IHK zu Schwerin

Goldener Herbst – Wirtschaft in Westmecklenburg weiterhin robust

Nordwestmecklenburg | 19.10.2017

Symbolbild. Foto: stnazkul / iStock / thinkstock Symbolbild. Foto: stnazkul / iStock / thinkstock

Die Geschäftslage der Unternehmen in Westmecklenburg wird weiterhin von deutlich mehr als der Hälfte der Befragten als gut eingeschätzt. Das zeigt die aktuelle Umfrage der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin zur konjunkturellen Entwicklung in der Region.

„Die Stimmung ist bei den meisten Unternehmen nach wie vor gut. 95 Prozent der Befragten schätzen ihre derzeitige Geschäftslage als gut oder befriedigend ein. Damit hält sich diese beachtliche Lageeinschätzung der Unternehmen seit über einem Jahr“, konstatiert Siegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin. Seit der Herbstumfrage 2016 bezeichnet deutlich über die Hälfte der befragten Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als gut. Insbesondere das verarbeitende Gewerbe und der Bau vermelden auch weiterhin gute Geschäfte. Im Handel sind die Werte zwar ebenfalls stabil, sie liegen jedoch unter den Einschätzungen von Industrie und Dienstleistungen. 

IHK-Konjunkturklimaindex weiterhin auf hohem Niveau

Die Erwartungen gehen leicht zurück. 88 Prozent erwarten gleichbleibende oder bessere Geschäfte. In der Umfrage Frühsommer 2017 schauten mit 90 Prozent nur etwas mehr der Unternehmen optimistisch in die Zukunft. Durch den leichten Rückgang geht der IHK-Konjunkturklimaindex für Westmecklenburg um -2,7 Punkte auf 129,1 zurück. Er liegt damit aber immer noch deutlich über seinem 10-jährigen Mittel von 114,5 Punkten. Der IHK-Konjunkturklimaindex für Westmecklenburg berücksichtigt die Geschäftslage und Erwartungen der Unternehmen gleichermaßen und bildet sie in ihrer langfristigen Entwicklung ab.

Investitionsabsichten mit geteiltem Bild

24 Prozent der Unternehmen planen ihre Investitionen zu steigern. 43 Prozent wollen ihr derzeitiges Niveau halten. Das ist im Vergleich zu vorangegangenen Umfragen ein guter Wert. „Erfreulich ist ebenfalls, dass mehr als jedes vierte investierende Unternehmen in unserer Region Kapazitätserweiterungen ankündigt“, so Siegbert Eisenach. „Auf der anderen Seite fällt aber auf, dass rund jedes vierte Unternehmen gar keine Investitionen plant.“ Die Gründe dafür sind vielschichtig. Komplexe rechtliche und bürokratische Verfahren bei Förderung und Umsetzung senken den Anreiz für unternehmerische Investitionstätigkeiten. Das gilt besonders für kleinere und mittlere Unternehmen.

Die Zukunft fest im Blick halten

„Erfreulich ist aus unserer Sicht, dass es für die meisten Unternehmen derzeit sehr gut läuft. Westmecklenburg ist eine wachstumsstarke Wirtschaftsregion mit vielen attraktiven Arbeitgebern. Diese Botschaft müssen wir weiter nach außen tragen“, fordert Siegbert Eisenach. „Wir müssen als Region aber auch immer die Zukunft fest im Blick haben. Fachkräftesicherung und Investitionen sind wesentliche Bausteine für einen nachhaltigen Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit. Das gilt ebenfalls für eine leistungsfähige digitale und verkehrliche Infrastruktur.“

Die Beschäftigungsplanungen der Unternehmen sind weiterhin stabil und positiv. Gleichzeitig zementiert sich die Sorge um eine ausreichende Fachkräftesicherung mit einem Anteil von 51 Prozent der Antworten als meist genanntes Risiko für den eigenen Betrieb.

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