Jobcenter/ Bildungszentrum für Marktwirtschaft und Datenverarbeitung (BMD)

Erfolgreicher „Karriere-Start“ im zweiten Anlauf

Mecklenburgische Seenplatte | 28.05.2018

Nico Herold hat vom 11.12.2017 – 28.02.2018 am Projekt „Karriere Start“ teilgenommen. Über das Projekt hat er eine Einstiegsqual
Nico Herold hat vom 11.12.2017 – 28.02.2018 am Projekt „Karriere Start“ teilgenommen. Über das Projekt hat er eine Einstiegsqual

Das Projekt „Karriere Start“ für junge Erwachsene wird durch das Land M-V, den Europäischen Sozialfonds und durch das Jobcenter Mecklenburgischen Seenplatte-Süd gefördert und durch das Bildungszentrum für Marktwirtschaft und Datenverarbeitung (BMD) in Neustrelitz umgesetzt. Das Ziel von „Karriere-Start“ ist die Einmündung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ein betriebliches Ausbildungsverhältnis, in eine gezielte berufliche Weiterbildung oder in ein nachhaltiges sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis. 

Es geht also um die Beendigung der Arbeitslosigkeit und damit auch um die Sicherung des Fachkräftepotenzials in der Region. Am Projekt „Karriere-Start“ nahmen 44 junge Menschen im Alter von 18 - 35 Jahren teil, die über keine oder nicht verwertbare Berufsabschlüsse verfügten und deren Chancen auf einen Arbeitsplatz aufgrund der fehlenden Abschlüsse nicht wirklich optimal waren.

Zur Zielerreichung wurde im Projektverlauf von „Karriere Start“ unter anderem intensiv auf die individuelle Lebenssituation aller Teilnehmenden eingegangen, beruflich relevante Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie berufliche Verwirklichungswünsche gemeinsam mit den Teilnehmenden erörtert. Es wurden gezielte Orientierungshilfen zur beruflichen Qualifizierung und Arbeitsmarktintegration unterbreitet. Allen jungen Menschen wurde die Möglichkeit eingeräumt, sich über Praktika in Echtbetrieben zu orientieren, zu erproben bzw. einzuarbeiten, um damit ihre gewählte Strategie der Nachqualifizierung zielgerichtet zu verfeinern. Methodisch verfolgte man eine arbeitsmarktpädagogische Vorgehensweise nach dem wissenschaftlichen Konzept des Empowerments.

Empowerment steht für Selbstbemächtigung und Selbstverantwortung und setzt vor allem an den Stärken des Menschen an. „Nichts stärkt die Menschen so sehr, wie die kleinen, selbständig erarbeiteten Erfolge“ sagt der Leiter der Einrichtung Henryk Cichowski. Er führt aus, dass man sich strikt an den Leitgedanken „Jeder Mensch kann etwas und wird gebraucht“ orientiert. „Es ist vor allem der Job der jungen Menschen selber, einen Job bzw. eine Ausbildung zu finden“. Das Konzept geht wunderbar auf. 7 Jugendliche nahmen einen eine sozialversicherungspflichtige Arbeit auf (zwei im Verkauf, einer als Fahrer beim DRK, einer in der Landwirtschaft, einer als Technischer Zeichner, einer auf dem Bau und einer als Koch). 3 Jugendliche haben eine Ausbildung begonnen (Verkäufer, Beikoch, Altenpfleger). 3 Jugendliche absolvieren eine abschlussorienterte Weiterbildung im Bereich Metallbau bzw. als Tourismuskaufmann. 8 junge Menschen werden in diesem Jahr eine Ausbildung beginnen (Altenpflege, Lagerwirtschaft, Sozialassistentin, Raumausstatterin, Fahrradmechaniker, Fleischer, Mechatronikerin, Fachkraft im Gastgewerbe). Ein junger Mann will das Abitur und ein weiterer junger Mann die Berufsreife nachholen. Das erfolgreiche Projekt „Karriere-Start“ endet am 31. Mai 2018.

Jobcenter Mecklenburgische Seenplatte-Süd

zurück drucken verlinken

Mehr zum Thema

101 Köpfe

Holger Behrndt, geschäftsführender Gesellschafter Behrndt und Herud GmbH

Lernen Sie Persönlichkeiten aus Mecklenburg-Vorpommern kennen! 

Holger Behrndt steckt voller Ideen, kann übers Wasser laufen und schätzt ein, wie lang der Weg zum papierlosen Büro sein wird. Er weiß, dass es wichtig ist, in generationsübergreifenden Belegschaften alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Weg der Digitalisierung mitzunehmen. Über sein Unternehmen, die Prozesse der Digitalisierung  und vieles andere unterhielten wir uns mit ihm kürzlich.

Bücher aus der Region

Neuerscheinungen;  Copyright EDITION digital Pekrul & Sohn GbR

rotz der aktuellen Einschränkungen infolge Corona-Krise geht das Lesen natürlich weiter, erklärt Verlegerin Gisela Pekrul, die Chefin der in Godern nahe der Landeshauptstadt Schwerin ansässigen EDITION digital. Allerdings seien dazu kreative Reaktionen nötig und andere Wege zu beschreiten als zu ganz normalen Zeiten. 

Anzeige
Anzeige

Bildergalerien

Faktor Wirtschaft

Titel FAKTOR WIRTSCHAFT 03/2020

IHK Zeitung Faktor Wirtschaft - März 2020

Titelthema:

Plädoyer für eine eigene wirksame Interessenvertretung
Warum Julius Kessow erster IHK-Präsident wurde und Rainer Stoppel VV-Mitglied