Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

Wirtschaft startet mit Schwung ins neue Jahr

Ludwigslust-Parchim | 09.02.2016

Siegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer IHK zu Schwerin
Siegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer IHK zu Schwerin

Die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern startet insgesamt gestärkt in das Jahr 2016. Das zeigt die gemeinsame Konjunkturumfrage der drei Industrie- und Handelskammern im Land. Mit 52 Prozent bezeichnet mehr als die Hälfte der Unternehmen ihre derzeitige Lage als gut und 42 Prozent als befriedigend. Damit verbessert sich das Stimmungsbild der Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich zu den Umfragen am Jahresbeginn 2014 und 2015 nochmals deutlich. Der IHK-Konjunkturklimaindikator für Mecklenburg-Vorpommern klettert von 114,0 Punkten auf 123,7 Punkte.

„Die Mehrheit der Unternehmen konnte 2015 als wirtschaftlich erfolgreich abschließen“, so Siegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin, für die IHKs in Mecklenburg-Vorpommern. „Dieser Schwung beflügelt die Erwartungen der Wirtschaft für 2016.“ Die Geschäftserwartungen der Unternehmen sind über die Branchen hinweg gut. Ebenfalls positiv sind die Exporterwartungen der außenwirtschaftlich aktiven Unternehmen. Der Anteil der Unternehmen, die mit höheren Ausfuhren rechnen, verbessert sich zum Vorjahr um 6 Prozentpunkte auf nun mehr 28 Prozent. Der Abbau weiterer Handelshemmnisse auf den internationalen Märkten und auch die politische Öffnung neuer Märkte, wie dem Iran oder Kuba, kann für die Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern eine Chance sein, neue Absatz- und Beschaffungsmärkte zu erschließen. 

Die gute wirtschaftliche Lage schlägt sich auch in den Personalplänen der Unternehmen nieder. 16 Prozent wollen mehr Personal einstellen sowie 70 Prozent ihre Belegschaft halten. Doch es wird für die Unternehmen zunehmend schwieriger, geeignete Auszubildende und Fachkräfte zu finden. Der Fachkräftemangel ist zum Jahresbeginn 2016 das meist genannte Risiko der wirtschaftlichen Entwicklung im Land. Mit 46 Prozent der Nennungen liegt er mit Abstand vor den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (38 Prozent) und steigenden Arbeitskosten (36 Prozent). Der Handlungsdruck auf die Unternehmen erhöht sich. „Um der Herausforderung des Fachkräftemangels erfolgreich zu begegnen, brauchen die Unternehmen Gestaltungsspielräume und müssen sich darauf verlassen können, dass die öffentlichen Rahmenbedingungen z.B. zur Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben stimmen. Denn der Wettbewerb um die besten Köpfe ist bereits im vollen Gange“, so Siegbert Eisenach abschließend.

IHK

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