Mitglieder des Fehmarnbelt Business Council

Vorlage des Entwurfes für den Planfeststellungsbeschluss zum Bau der Fehmarnbelt-Querung

Ludwigslust-Parchim | 09.01.2019

Vorlage des Entwurfes für den Planfeststellungsbeschluss zum Bau der Fehmarnbelt-Querung, Grafik: https://www.fbbc.eu/ Vorlage des Entwurfes für den Planfeststellungsbeschluss zum Bau der Fehmarnbelt-Querung, Grafik: https://www.fbbc.eu/

Die elf Mitglieder des Fehmarnbelt Business Council begrüßen den, am 28. Dezember, richtungweisenden Schritt auf dem Weg zur Erteilung des Planfeststellungsbeschlusses im Januar 2019 zum Bau einer festen Fehmarnbelt-Querung zwischen der deutschen Insel Fehmarn und der dänischen Insel Lolland. Auch wenn die entscheidende Unterschrift auf dem Planfeststellungsbeschluss erst im Januar 2019 folgen wird, besteht im FBBC große Freude über die heutige Nachricht.

Als trinationaler Zusammenschluss der Wirtschaftsorganisationen ist im FBBC die starke Stimme der Wirtschaft aus der Fehmarnbelt-Region vereint.

Siegbert Eisenach, FBBC Vorsitzender und Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin:

„Das Fehmarnbelt Business Council ist erfreut über den Entwurf und damit über die baldige Erteilung des Planfeststellungsbeschlusses zum Bau des Fehmarnbelt-Tunnels zwischen der dänischen Insel Lolland und der deutschen Insel Fehmarn. Als Vertretung der Wirtschaft in der Fehmarnbelt-Region von Hamburg, über Lübeck/Schwerin bis nach Kopenhagen und Malmö erwarten wir von diesem Jahrhundertprojekt richtungsweisende Impulse für unsere gesamte Region. Seit nunmehr elf Jahren setzen wir uns im FBBC gemeinschaftlich für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und die Integration dieser durch den Fehmarnbelt getrennten Grenzregion ein. Der Tunnel wird dazu beitragen, die Fehmarnbelt-Region als nachhaltig prosperierende Wirtschaftsregion mit vielen neuen Arbeitsplätzen weiter zu stärken.“

Michael Svane, Stellv. FBBC Vorsitzender und Geschäftsführer des Dänischen Transportverbands und Direktor im Verband Dänischer Industrie „Dansk Industri“:

„Nachdem in Dänemark bereits seit der Verabschiedung des Baugesetzes im dänischen Parlament Folketing am 25. April 2015 Baurecht vorliegt, sind wir sehr froh, dass heute auch die deutsche Seite einen weiteren entscheidenden Meilenstein auf dem Weg zur Verwirklichung dieses europäischen Großprojektes gelegt hat. Beim Fehmarnbelt-Tunnel geht es um mehr als die Verbindung zweier Länder, es geht um den Lückenschluss auf einer der wichtigen Nord-Süd-Achsen, den so genannten europäischen Ten-T-Korridoren. Für die europäische Vernetzung ist der Fehmarnbelt-Tunnel von herausragender Bedeutung.“ 

Stephan Müchler, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Südschweden:

“Den Entwurf und den bald folgenden Planfeststellungsbeschluss für den Fehmarnbelt-Tunnel begrüßen wir als Südschwedische Handelskammer sehr. Von der Eröffnung der Øresund-Brücke hat unsere Region Südschweden maßgeblich profitiert, und wir erwarten weitere positive Auswirkungen, sobald der Fehmarnbelt-Tunnel fertiggestellt ist. Der Bau des Tunnels war bereits im dänisch-schwedischen Staatsvertrag zum Bau der Øresund-Brücke zwischen Kopenhagen und Malmö, die im Jahr 2000 eröffnet wurde, verankert. Über einen baldigen Baustart freuen wir uns sehr und hoffen auf ein zügiges Verfahren seitens aller Beteiligten, um zeitnah den ersten Spatenstich feiern zu können.“

Reiner Perau, Geschäftsführer der Deutsch-Dänischen Handelskammer:

“Die Verkürzung der Transport- und Reisezeiten zwischen Kopenhagen und Hamburg ist die erforderliche Grundlage zum weiteren Ausbau des Personen- und Güterverkehrs zwischen Deutschland und Dänemark. Insgesamt 160 Kilometer kürzer ist die Strecke über den Fehmarnbelt als über die Jütland-Route. Wir erwarten einen Anstieg des Warenaustauschs über diese Route und damit einhergehend ein höheres Verkehrsaufkommen. Ein gesamtgesellschaftlicher Nutzen entsteht durch die Verlagerung von Verkehren von der Straße auf die Schiene. Von der deutlichen Verkürzung der Reisezeiten können Pendler und Unternehmen genauso profitieren wie die Städte Hamburg und Kopenhagen und die dazwischen liegenden Regionen, die noch enger zusammenwachsen werden.“

Hans Thon, Präsident der IHK zu Schwerin:

“Die Wirtschaft in Westmecklenburg begrüßt den heute im Entwurf vorgelegten Planfeststellungsbeschluss zum Bau der festen Fehmarnbelt-Querung ausdrücklich. Vor allem in Verbindung mit dem Ausbau der Bahnstrecke von Lübeck nach Schwerin und der Realisierung des Gleisbogens bei Bad Kleinen erwarten wir bedeutsame wirtschaftliche Impulse für unsere Region. Die Relation Berlin-Schwerin-Lübeck-Kopenhagen wird zukünftig möglich. Die Einrichtung einer ICE-Verbindung auf dieser Strecke würde eine enorme Mobilitätsverbesserung für die Bürger in Westmecklenburg bedeuten und großes touristisches Potenzial bieten.“ 

Das Fehmarnbelt Business Council ist ein Zusammenschluss der Handelskammer Hamburg, Handwerkskammer Schleswig-Holstein, IHK Schleswig-Holstein, Industrie- und Handelskammer zu Schwerin, Kaufmannschaft zu Lübeck, Unternehmensverband Nord, Dansk Industri, Dansk Erhverv, Deutsch-Dänischen Handelskammer, HanseBelt e.V. sowie der Industrie- und Handelskammer Südschweden. Mit seinen elf Mitgliedsorganisationen repräsentiert es über 400.000 Unternehmen aus Deutschland, Dänemark und Schweden.