Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Von Beitragsfreiheit profitieren Haushalte mit geringem Einkommen überproportional

Ludwigslust-Parchim | 28.05.2018

Gute Nachrichten für Kindertagesstätten. Foto: mikanaka / iStock / thinkstock
Gute Nachrichten für Kindertagesstätten. Foto: mikanaka / iStock / thinkstock

Heute wurde die KiTa-Elternbefragung „ElternZOOM“ vorgestellt, die von der Bertelsmann Stiftung in Auftrag gegeben worden ist. Für Mecklenburg-Vorpommern wird sichtbar, dass die finanzielle Belastung bezogen auf den Anteil am Haushaltsnettoeinkommen der Eltern verhältnismäßig hoch ist. Hauptgrund dafür sind die im Bundesvergleich niedrigeren Löhne und Gehälter. 

„Unser Stufenplan zur Elternbeitragsfreiheit ist genau deshalb richtig“, erklärte Sozialministerin Stefanie Drese heute in Schwerin. „Von der Geschwisterkindentlastung 2019 und der kompletten Beitragsfreiheit ab 2020 für die Kindertagesförderung profitieren Eltern mit geringem Einkommen überproportional und besonders. Das ist sozialpolitisch gewollt und für die frühkindliche Bildung sinnvoll“, so Drese. 

Nach der „ElternZOOM-Studie“ zahlen in Mecklenburg-Vorpommern neun von zehn Eltern zwischen 0,4 Prozent und 23,1 Prozent ihres Einkommens für KiTa-Beiträge und Zusatzgebühren. Drese: „Das belegt deutlich, wie wichtig, die von der Landesregierung auf den Weg gebrachte Beitragsfreiheit für unsere Eltern ist. Wir entlasten damit Gering- und Normalverdiener erheblich und sorgen für Chancengerechtigkeit im Bereich der frühkindlichen Bildung für alle Familien.“ 

Im bundesweiten Durchschnitt müssen laut Studie Eltern, die über weniger als 60 Prozent eines durchschnittlichen Einkommens verfügen, fast 10 Prozent ihres Einkommens für den Kita-Besuch ihrer Kinder entrichten. Bei Eltern oberhalb der Armutsrisikogrenze sind es nur rund 5 Prozent. 

Als interessantes Meinungsbild bewertet Ministerin Drese die Befragungsergebnisse zur Bereitschaft von Eltern, höhere Beiträge für eine Verbesserung der Qualität zu zahlen. „Ich warne allerdings davor, Qualität und Beitragsfreiheit gegeneinander auszuspielen“, sagte Drese. „Wir müssen in beiden Bereichen vorankommen. Genau das tun wir in Mecklenburg-Vorpommern, z.B. mit der verstärkten Fachkräftedeckung durch unsere neue praxisorientierte ErzieherInnen-Ausbildung speziell für 0-10-Jährige.“

Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

zurück drucken verlinken

Mehr zum Thema

101 Köpfe

Holger Behrndt, geschäftsführender Gesellschafter Behrndt und Herud GmbH

Lernen Sie Persönlichkeiten aus Mecklenburg-Vorpommern kennen! 

Holger Behrndt steckt voller Ideen, kann übers Wasser laufen und schätzt ein, wie lang der Weg zum papierlosen Büro sein wird. Er weiß, dass es wichtig ist, in generationsübergreifenden Belegschaften alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Weg der Digitalisierung mitzunehmen. Über sein Unternehmen, die Prozesse der Digitalisierung  und vieles andere unterhielten wir uns mit ihm kürzlich.

Bücher aus der Region

Wer kämmt das Haar in der Suppe? © EDITION digital Pekrul & Sohn GbR

(lifePR)  Da muss man erst mal drauf kommen, um solche lebensklugen, witzigen, wortspielerischen und auch zungenbrecherischen Texte zu verfassen. Gabriele Berthel hat es gekonnt getan und sie 2004 unter dem originellen Titel „Wer kämmt das Haar in der Suppe?“ veröffentlicht – zusammen mit den ebenso poetischen wie zugleich kraftvollen Illustrationen von Helga Kaffke. Lange war der Vergnügen stiftende Band vergriffen. 

Anzeige
Anzeige

FAKTOR WIRTSCHAFT TV

  • Außenwirtschaftstag findet am 06. und 07. November in Neubrandenburg
  • Deutsch-Polnischer ...

Bildergalerien

Faktor Wirtschaft

Faktor Wirtschaft 11_2018

IHK Zeitung Faktor Wirtschaft - November 2018

Titelthema:

Die Wahl zur neuen Vollversammlung wird aktuell vorbereitet. Die ersten Regionalkonferenzen haben stattgefunden. Werden Sie jetzt Kandidat für das Gremium der Wirtschaft in unserer Region für ein starkes östliches Mecklenburg-Vorpommern.