IHK zu Schwerin

Unternehmen haben Europa im Blick

Ludwigslust-Parchim | 20.01.2015

Symbolbild. Foto: Kim Steele / thinkstock
Symbolbild. Foto: Kim Steele / thinkstock

Auch im Jahr 2014 konnte die Exportwirtschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern eine gute Entwicklung vorweisen. Von Januar bis Oktober 2014 wurden Waren im Wert von 6,2 Mrd. Euro an Kunden in über 180 Länder und Gebiete außerhalb Deutschlands geliefert.

Die aktuellen statistischen Zahlen entsprechen bereits dem Gesamtergebnis für 2012. Somit könnte die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern im Gesamtjahr wieder an die Bestnote von 2013 mit 7,2 Mrd. Euro anknüpfen. Die Aus- und Einfuhraktivitäten Mecklenburg-Vorpommerns konzentrieren sich auf den Handel innerhalb Europas und hier insbesondere auf den Ostseeraum. Dabei spielen die kostengünstigen und schnellen Transportmöglichkeiten über die Ostsee sowie die gute Wirtschaftsvernetzung eine große Rolle. Die fünf größten Abnehmerländer sind Polen, Dänemark, Großbritannien, Niederlande und Schweden. „Die grenzüberschreitenden Verflechtungen leisten einen wichtigen Beitrag zum langfristigen Erfolg eines Unternehmens. Dies haben viele Betriebe erkannt und setzen sich neue Wachstumsziele durch die Erschließung internationaler Märkte“, weiß Siegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin. 

Die IHK war auch 2014 wieder ein gefragter Ansprechpartner für Unternehmen der Exportwirtschaft, wenn diese Hilfe und Unterstützung insbesondere in Zollfragen suchten. Weit über tausendmal gaben die Mitarbeiter des Bereichs International in der IHK zu Schwerin fundierte Auskünfte und Hinweise zur Abwicklung des Warenverkehrs mit dem Ausland und schulten Unternehmensvertreter in 16 Seminaren. Darüber hinaus bescheinigte die IHK Schwerin so viele Ursprungszeugnisse und Außenwirtschaftsdokumente im Jahr 2014 wie nie zuvor.

Aus der jetzt vorliegenden Abschlussstatistik geht hervor, dass die IHK im vergangenen Jahr insgesamt 5.412 Exportbegleitpapiere ausgestellt hat. Das ist eine weitere Steigerung zum Jahr 2013 um 2,5 Prozent. „Zwar ist die Bescheinigungshäufigkeit kein Abbild der grundsätzlich positiven Exportentwicklung, da z. B. in EU-Ländern diese Bescheinigungen nicht erforderlich sind, aber es zeigt, dass immer mehr Unternehmen ihre Geschäfte international über die EU-Grenzen hinaus ausweiten“, erklärt Siegbert Eisenach. „Die Dokumente, deren Bescheinigung die IHKs als hoheitliche Aufgabe vom Staat übertragen bekommen haben, werden zunehmend von den Zollbehörden in den Zielländern weltweit gefordert“, so Eisenach weiter. Fast ein Drittel der Dokumente hat die Kammer in elektronischer Form für die Unternehmen bewilligt. Die elektronische Online-Variante wird vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der Dachorganisation der deutschen IHKs, bereitgestellt und kann von den Unternehmen bei Bedarf genutzt werden. 

Die Exporteure müssen bei Ausfuhrgeschäften zudem immer komplizierter werdende Vorschriften einhalten und Hemmnisse, wie z. B. zusätzliche Zertifikate, überwinden. Seit Jahren zeichnet sich ab, dass die Dokumentationsanforderungen der ausländischen Zollverwaltung zunehmen. Die IHK zu Schwerin berät auch zu einzelnen Dokumentationspflichten für weltweite Exporte.

IHK zu Schwerin

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