NORD/LB

NORD/LB im ersten Halbjahr mit deutlicher Gewinnsteigerung

Ludwigslust-Parchim | 28.08.2014

Zentrale der Nord LB in Hannover
Zentrale der Nord LB in Hannover; © 2012 NORD/LB Norddeutsche Landesbank

Die NORD/LB Norddeutsche Landesbank hat im ersten Halbjahr 2014 ein Konzernergebnis in Höhe von 348 Mio. Euro vor Steuern erzielt. Das Nachsteuerergebnis belief sich auf 243 Mio. Euro. Damit liegt die Bank deutlich über ihrem Halbjahresergebnis des Vorjahres (96 Mio. Euro vor Steuern bzw. 87 Mio. Euro nach Steuern). „Das ist ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis. Es bestätigt, dass unser robustes Geschäftsmodell auch unter schwierigen Rahmenbedingungen funktioniert. 

Wir konnten zum fünften Mal in Folge einen Quartalsgewinn verbuchen“, sagte Dr. Gunter Dunkel, Vorstandsvorsitzender der NORD/LB. „Es wäre allerdings ein Fehler, das Halbjahresergebnis für das Gesamtjahr hochzurechnen. Das Umfeld ist nach wie vor schwierig, die Schiffskrise wird uns noch einige Zeit beschäftigen. Wir fahren weiter auf Sicht.“

Das Zinsergebnis legte in den ersten sechs Monaten trotz anhaltend niedriger Zinsen und weiter zurückgeführter Bilanzsumme auf 995 Mio. Euro (Vorjahreswert: 974 Mio. Euro) zu. Die Risikovorsorge wurde um 224 Mio. Euro (432 Mio. Euro) verstärkt, der Großteil der neuen Vorsorge entfiel erneut auf die Schiffsfinanzierung. Die Bildung von Einzelwertberichtigungen lag dabei leicht über dem Vorjahresniveau, während es bei den Portfoliowertberichtigungen IFRS-bedingt zu Nettoauflösungen kam. „Wir haben in den vergangenen Jahren eine außerordentlich hohe Risikoabschirmung für dieses Segment aufgebaut“, betonte Dunkel. „Wir bleiben wachsam und werden auch weiterhin zusätzliche Risikovorsorge bilden.“

Der Provisionsüberschuss stieg auf 84 Mio. Euro (77 Mio. Euro). Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten einschließlich Hedge Accounting lag bei 105 Mio. Euro (102 Mio. Euro). Das Ergebnis aus Finanzanlagen verbesserte sich auf 50 Mio. Euro (minus 4 Mio. Euro), das Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen belief sich auf minus 8 Mio. Euro (18 Mio. Euro). Der Verwaltungsaufwand sank auf 557 Mio. Euro (575 Mio. Euro), hierbei machte sich insbesondere eine Reduktion der Sachkosten im Zuge eines Effizienzsteigerungsprogramms bemerkbar. Das Sonstige betriebliche Ergebnis lag bei minus 84 Mio. Euro (minus 24 Mio. Euro).

Das Ergebnis vor Umstrukturierung und Steuern für die ersten sechs Monate stieg auf 361 Mio. Euro (136 Mio. Euro). Das Umstrukturierungsergebnis reduzierte sich auf minus 13 Mio. Euro (minus 40 Mio. Euro). Es enthält Aufwendungen für Maßnahmen, die im Zusammenhang mit dem Kapitalstärkungsprogramm mit der EU-Kommission vereinbart wurden. Das Vorsteuerergebnis legte damit auf 348 Mio. Euro (96 Mio. Euro) zu.

Bei Ertragsteuern von 105 Mio. Euro (9 Mio. Euro) ergibt sich ein Konzernergebnis nach Steuern von 243 Mio. Euro (87 Mio. Euro). Das Gesamtergebnis der Periode, in dem auch das direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnis berücksichtigt wird, legte ebenfalls deutlich auf 279 Mio. Euro (176 Mio. Euro) zu.

Bilanzsumme weiter zurückgeführt, Kapitalquoten auf komfortablem Niveau

Die Bilanzsumme des NORD/LB Konzerns wurde weiter zurückgeführt und sank auf 198,6 Mrd. Euro (Jahresultimo 2013: 200,8 Mrd. Euro). Die Höhe der Risikogewichteten Aktiva (RWA) belief sich auf 66,9 Mrd. Euro (68,5 Mrd. Euro).

Die harte Kernkapitalquote (Common Equity Tier 1 Ratio) bewegt sich mit 10,7 Prozent auf komfortablem Niveau, gleiches gilt für die Eigenmittelquote (Total Regulatory Capital Ratio) von 14,1 Prozent. Beide Quoten werden seit Jahresbeginn nach den neuen Regelungen der Eigenkapitalverordnung CRR auf IFRS-Grundlage berechnet und liegen jeweils oberhalb der Simulationswerte für den Jahresultimo 2013.

„Unser Ziel, das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2013 zu übertreffen, haben wir jetzt schon erreicht. Das zweite Halbjahr wird zwar voraussichtlich nicht vergleichbar stark ausfallen wie das erste, aber die wesentlichen Indikatoren – Ergebnis, Bilanzsumme, Risikoaktiva, Eigenkapital – zeigen in die richtige Richtung. Für die vor uns liegenden Herausforderungen sind wir gut gerüstet“, sagte Dunkel. 

Nord LB

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