IHK zu Schwerin

Leitfaden zur Mittelstandsfreundlichkeit in MV

Ludwigslust-Parchim | 23.06.2016

Bürokratie, Amtsschimmel, Mittelstandsfreundlich,Symbolbild; Foto: Thinkstock/iStcke/alphaspirit
Symbolbild; Foto: Thinkstock/iStcke/alphaspirit

Das Bewusstsein für die Belange des Mittelstandes ist zu stärken. Ein neuer "Leitfaden zur Mittelstandsfreundlichkeit" soll dazu beitragen, bürokratische Hemmnisse möglichst gering zu halten. Er wendet sich an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landes- und Kommunalverwaltungen, die mit der Erarbeitung von Rechtsvorschriften beschäftigt sind oder in Verwaltungsverfahren arbeiten.

"Unternehmen müssen in der Lage sein, die immer höher gesteckten gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. Eine wirtschaftsfreundliche Verwaltung ist ein entscheidender Standortfaktor für Mecklenburg-Vorpommern (MV). Insbesondere kann MV mit kurzen Wegen und schnellen Entscheidungen punkten. Die Belange unserer mittelständischen Unternehmen müssen beim Verwaltungshandeln aber noch stärker berücksichtigt werden. Hier ist noch Potenzial!", so Siegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer der geschäftsführenden IHK der IHKs in Mecklenburg-Vorpommern. 

Edgar Hummelsheim, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern Mecklenburg-Vorpommern: „Mit dem neuen Leitfaden wird hoffentlich der Geist des Mittelstandsförderungsgesetzes in die Amtsstuben der Ministerien und Verwaltungen getragen. Denn Mittelstandsfreundlichkeit darf nicht nur auf dem Papier stehen, sondern muss gelebt werden. Mittelstandsfreundlichkeit ist keine Klientelpolitik, sondern gelebte Wirtschafts- und Wachstumsförderung, die letztlich allen Bürgern in Mecklenburg-Vorpommern zu Gute kommt.“ 

In dem Leitfaden wird auf die Bedeutung des Mittelstandes als Fundament der Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern eingegangen. Über 90 Prozent der Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern bestehen aus der Unternehmensleitung und ein bis vier Beschäftigten. Sie verfügen über keine Verwaltungs- oder Rechtsabteilungen, die sich ausführlich mit neuen oder geänderten Anforderungen durch Rechtsvorschriften auseinandersetzen könnten. Mittelstandsfreundlichkeit bedeutet nicht, kleine und mittlere Unternehmen zu bevorzugen. Unternehmen müssen in der Lage sein die Gesamtheit aller Anforderungen sinnvoll und ohne Aufwand umsetzen zu können. Die mittelstandsfreundliche Rechtsetzung soll mit einem KMU-Test geprüft werden. Eine Sammlung von mittelstandsfreundlichen Verwaltungsmaßnahmen ist ebenfalls enthalten

Mithilfe dieses Leitfadens soll auch der Bekanntheitsgrad des Mittelstandsförderungsgesetzes gesteigert werden. Denn das Mittelstandsförderungsgesetz ist eine zentrale Schnittstelle zwischen Gesetzgebung, Verwaltung und Unternehmen und soll Verpflichtung und gleichzeitig Hilfestellung sein, „Mittelstandsfreundlichkeit zu leben“. 

Die Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern in MV haben den Leitfaden zur Mittelstandsfreundlichkeit in MV in Zusammenarbeit mit der Vereinigung der Unternehmensverbände sowie mit dem Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus und dem Justizministerium entwickelt. 

Der Leitfaden steht auf den Internetseiten der IHK zu Schwerin unter: www.ihkzuschwerin.de, sowie als PDF-Datei zur Verfügung.

IHK zu Schwerin

zurück drucken verlinken

Mehr zum Thema

24. Nordische Bausachverständigen-Tage Nordische Bausachverständigen-Tage in Wismar; Foto: IHK zu Schwerin

Am gestrigen Eröffnungstag begrüßte Kai-Uwe Theede, Leiter der Abteilung 1 im Justizministerium Mecklenburg-Vorpommern, stellvertretend für die ... [ zum Artikel » ]

Wirtschaft startet mit Schwung ins neue Jahr Siegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer IHK zu Schwerin

Die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern startet insgesamt gestärkt in das Jahr 2016. Das zeigt die gemeinsame Konjunkturumfrage der drei Industrie- und Handelskammern im ... [ zum Artikel » ]

Wenn der Chef plötzlich ausfällt Das Notfallhandbuch der IHK

Folgende kritische Situation kann jederzeit eintreten: Eine Krankheit oder ein Unfall können den Chef plötzlich aus dem Verkehr ziehen, so dass er dem Unternehmen ... [ zum Artikel » ]

Öffentlichkeitsbeteiligung und Diskussion des Bundesverkehrswegeplans 2030 Verkehrsfreigabe Osnabrücker Straße

„Nachdem der Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes (BVWP) 2030 vorliegt, kommt es jetzt darauf an, über eine rege Öffentlichkeitsbeteiligung beim Bund für jene ... [ zum Artikel » ]

Siegbert Eisenach zum neuen Vorsitzenden des FBBC gewählt Chairmen (v.l. Michael Svane, Siegbert Eisenach) Foto: Fehmarnbelt Business Council

Das Council als höchstes Gremium des Fehmarnbelt Business Council (FBBC) wählte am 17. November 2015 in Hamburg während seiner diesjährigen Sitzung Herrn ... [ zum Artikel » ]

Schüler stärken und Brücke zum Berufsleben schlagen Azubi, Praktikum, Hochbau, Bauingenieur, Planung, Schüler, Ausbildung; Foto: lisafx/istock/thinkstock

Unter dem neuen Namen „Norddeutscher Schulpreis der Wirtschaftsjunioren“ schreibt der Landesverband Hanseraum der Wirtschaftsjunioren Deutschland ab sofort den seit ... [ zum Artikel » ]

101 Köpfe

Holger Behrndt, geschäftsführender Gesellschafter Behrndt und Herud GmbH

Lernen Sie Persönlichkeiten aus Mecklenburg-Vorpommern kennen! 

Holger Behrndt steckt voller Ideen, kann übers Wasser laufen und schätzt ein, wie lang der Weg zum papierlosen Büro sein wird. Er weiß, dass es wichtig ist, in generationsübergreifenden Belegschaften alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Weg der Digitalisierung mitzunehmen. Über sein Unternehmen, die Prozesse der Digitalisierung  und vieles andere unterhielten wir uns mit ihm kürzlich.

Bücher aus der Region

Neuerscheinungen;  Copyright EDITION digital Pekrul & Sohn GbR

rotz der aktuellen Einschränkungen infolge Corona-Krise geht das Lesen natürlich weiter, erklärt Verlegerin Gisela Pekrul, die Chefin der in Godern nahe der Landeshauptstadt Schwerin ansässigen EDITION digital. Allerdings seien dazu kreative Reaktionen nötig und andere Wege zu beschreiten als zu ganz normalen Zeiten. 

Anzeige
Anzeige

Bildergalerien

Faktor Wirtschaft

Titel FAKTOR WIRTSCHAFT 03/2020

IHK Zeitung Faktor Wirtschaft - März 2020

Titelthema:

Plädoyer für eine eigene wirksame Interessenvertretung
Warum Julius Kessow erster IHK-Präsident wurde und Rainer Stoppel VV-Mitglied