Kapazitätserweiterung des Hagenower Werkes der Emsland Food GmbH

Kartoffelveredler verdoppelt Produktionsfläche

Ludwigslust-Parchim | 08.11.2018

Kartoffelernte; Foto: Thinkstock/iStock/DoroO
Kartoffelernte; Foto: Thinkstock/iStock/DoroO

Am Donnerstag hat Wirtschaftsminister Harry Glawe den ersten Spatenstich zur Kapazitätserweiterung des Hagenower Werkes der Emsland Food GmbH gesetzt. Der Standort gehört zur Emsland Group aus Emlichheim (Niedersachsen), die auf Basis pflanzlicher Rohstoffe (vorrangig Kartoffeln) Produkte für die weiter verarbeitende Industrie herstellt.

Zum Portfolio gehört unter anderem die in Hagenow hergestellte Marke „Mecklenburger Küche“ mit Kartoffelpürees, Kartoffelklößen, Bratkartoffeln und Kartoffel-Snacks. „Das Werk in Hagenow kann auf eine lange Tradition zurückblicken – seit mehr als 45 Jahren werden hier Kartoffeln zu geschmackvollen Gerichten veredelt. Stetig wurde der Standort ausgebaut und modernisiert, so dass heute 170 Mitarbeiter Produkte aus der Region verarbeiten. Mit der jetzt geplanten Investition soll die Produktionskapazität nahezu verdoppelt werden und weitere Arbeitsplätze entstehen vor Ort. Das stärkt die Wirtschaft in der gesamten Region“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. 

Kapazitätsverdopplung geplant

Zur Steigerung der Kapazitäten im Werk Hagenow sollen jetzt vier neue Walzentrockner angeschafft werden. Dafür entsteht eine neue Halle. Weiterhin werden am bereits bestehenden Werk unter anderem Leitungen und die Kartoffelannahme erneuert. Ziel ist es, die Kapazität an produzierten Kartoffelflocken von derzeit 28.000 Tonnen zu verdoppeln. Das Unternehmen investiert am Standort rund 25 Millionen Euro und plant nach eigenen Angaben, zwischen zehn und zwanzig Arbeitsplätze neu zu schaffen. Schwerpunkt für das Markengeschäft ist neben dem Einzelhandel auch der Großverbraucher-Foodservice. Das Unternehmen verwendet nach eigenen Angaben Kartoffeln aus der Region. „Die Ernährungsindustrie profitiert von der landwirtschaftlichen Prägung Mecklenburg-Vorpommerns, schließlich wird mehr als die Hälfte der Landesfläche Mecklenburg-Vorpommerns landwirtschaftlich genutzt. Die Verarbeitung und Veredelung von Agrarerzeugnissen aus der Region ist ein Qualitätsmerkmal der Ernährungsindustrie in unserem Land. Und wirkt als Arbeitsmarktstabilisator – so werden weitere Arbeitsplätze in der Umgebung des Werkes und in der ganzen Region bei den Kartoffelproduzenten erhalten“, sagte Glawe. 

Informationen zur Ernährungswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern 

In Mecklenburg-Vorpommern nimmt die Ernährungsindustrie traditionell einen großen Stellenwert ein. Sie zeichnet sich durch eine große Zahl leistungsfähiger mittelständischer Unternehmen sowie ein qualitativ hochwertiges und vielfältiges Produktsortiment aus. Derzeit sind in den 88 Betrieben mit mehr als 50 Mitarbeitern insgesamt rund 15.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Branche erwirtschaftete dabei in 2017 einen Jahresumsatz von rund 4,7 Milliarden Euro. Der Anteil der Ernährungsindustrie am Gesamtumsatz des Verarbeitenden Gewerbes beträgt etwa 33 Prozent. Die Ernährungswirtschaft ist damit innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes sowohl gemessen an der Zahl der Beschäftigten als auch nach dem Umsatz der größte Industriezweig des Bundeslandes. Zu den bedeutendsten Produktionsbereichen gehören die Backwarenindustrie, die Fleischverarbeitung, die Milchverarbeitung, die Fischverarbeitung und die Getränkeherstellung.

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