GbR Armin Roder & Söhne

Innovationspreis für „Mecklenburger Strohschwein“

Ludwigslust-Parchim | 15.09.2016

GbR Armin Roder & Söhne aus Viecheln erhält Innovationspreis für „Mecklenburger Strohschwein“ Bildautor: Ove Arscholl
GbR Armin Roder & Söhne aus Viecheln erhält Innovationspreis für „Mecklenburger Strohschwein“ Bildautor: Ove Arscholl

Traditionell zeichnet die Fachzeitschrift „agrarmanager“ jedes Jahr auf der MeLa einen Landwirtschaftsbetrieb für herausragende Leistungen in der Landwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns aus. In diesem Jahr geht der Innovationspreis an das Unternehmen GbR Armin Roder & Söhne aus Viecheln. Anlass für diese Auszeichnung ist das jahrelange intensive Engagement des Betriebes um mehr Tierwohl im Schweinestall und die unermüdliche Eigeninitiative, die schließlich in der Entwicklung des „Mecklenburger Strohschweines“ mündete.

Im Rahmen der feierlichen Eröffnung der 26. Fachausstellung für Landwirtschaft und Ernährung, Fischwirtschaft, Forst, Jagd und Gartenbau in Mühlengeez am 15. September 20016 übergaben Sabine Leopold, agrarmanager Redakteurin Tierproduktion + Öffentlichkeitsarbeit, Dr. Anke Römer, Institutsleiterin Landesforschungsanstalt für Tierproduktion und Christin Weinhold, Geschäftsführerin MAZ-Messe- und Ausstellungszentrum Mühlengeez GmbH die Auszeichnung und einen Scheck über 650 Euro an die Preisträger.

Zu den Gratulanten vor Ort gehörten Agrarminister Dr. Till Backhaus, Bauernpräsident M-V Detlef Kurreck und Hauptgeschäftsführer des Bauernverbandes M-V Dr. Martin Piehl.

„Um Neues zu schaffen und durchzusetzen, braucht es Ideen, Mut, Kraft und Ausdauer. Dies wollen wir unterstützen und belohnen.“, so Dr. Anke Römer, Institutsleiterin der Landesforschungsanstalt für Tierproduktion in ihrer Laudatio. Denn die Geschichte des „Mecklenburgischen Strohschweins“ begann schon 1992, als die Familie Roder den Entschluss fasste, entgegen dem allgemeinen Trend, alle Mastschweine auf Stroh zu halten. Nachdem dieser Mehraufwand, allein 5.000 Rundballen Stroh werden jährlich für die 2.000 Mastplätze benötigt, über Jahre nicht honoriert wurde, fand sich 2013 mit der Ludwigsluster Fleischwaren GmbH ein Partner, der von der Haltung überzeugt war. Strohhaltung, mehr Platz und der Verzicht auf die Kastration der Eberferkel führten zudem dazu, dass der Deutsche Tierschutzbund den Betrieb mit seinem Tierschutzlabel zertifizierte. Als „Mecklenburger Strohschweine“ bereichern die Tiere der Familie Roder schließlich die Marke des Transgourmet-Programmes „Ursprung – Gutes aus der Region“. Heute findet man Fleisch vom „Mecklenburger Strohschwein“ auf vielen Speisekarten, weit über die Grenzen Mecklenburg-Vorpommerns hinaus.

Die eigentliche Innovation ist aber das Gesamtkonzept der GbR Armin Roder & Söhne, denn der Betrieb wirtschaftet im Kreislaufprinzip. Auf den gut 1.100 Hektar Ackerfläche wird ein Großteil des Futters selbst angebaut, die 300 Sauen aus eigener Vermehrung erzeugen die Ferkel, die im geschlossenen System weiter gemästet werden. Mit dem Mist wird die hofeigene Biogasanlage „gefüttert“, die wiederum die Aufzuchtställe mit Wärme versorgt. Und weil die Schlachtung der Tiere in Teterow sowie die Zerlegung in Ludwigslust erfolgt, verbleibt die gesamte Wertschöpfungskette in Mecklenburg-Vorpommern.

Mittlerweile geht der Betrieb dem Wunsch nach, seine Schweine möglichst komplett mit heimischen Futtermitteln aufzuziehen. Roder & Söhne ist Kooperationspartner des EU- und Landes-Projektes „Einheimische Eiweißfuttermittel in der Schweinefütterung“.

Stellvertretend für alle Mitarbeiter des Unternehmens GbR Armin Roder & Söhne nahm Torsten Roder den Innovationspreis für besondere Leistungen, zur Entwicklung neuer Marktideen und Kreativität der Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern entgegen.

Bauernverband MV

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