IHK zu Schwerin

IHK startet Regionalkonferenzen zur Kommunalwahl in Sternberg

Ludwigslust-Parchim | 08.03.2019

Wahl 2011 Wahl

Wie kann die Wirtschaft vor Ort besser gefördert werden? Welche Herausforderungen entstehen jungen Unternehmen durch die aktuellen Vergaberegelungen für öffentliche Aufträge? Diese und weitere Diskussionsthemen stellten sich gestern Kommunalpolitiker und Gewerbetreibende aus Sternberg bei der Auftaktveranstaltung der IHK-Regionalkonferenzen im Restaurant & Hotel Dreiwasser.

Als Diskussionsgrundlage dienten erste Ergebnisse der Sonderumfrage der IHK zu Schwerin „Wie wirtschaftsfreundlich ist die Kommune“, die auf der gestrigen Konferenz vorgestellt wurden. Im Vorfeld der Kommunalwahlen am 26. Mai befragte die IHK ihre Mitgliedsunternehmen unter anderem nach der Verkehrsanbindung, der Ausschreibungspraxis für öffentliche Aufträge, der Angemessenheit der Gewerbesteuer oder nach Qualität, Zusammenarbeit und Erreichbarkeit der zuständigen Berufsschule. Einen breiteren Raum nahm der Themenblock zur digitalen Infrastruktur ein. Das Ziel einer flächendeckenden Breitbandversorgung von mindestens 50 Mbits/s ist noch nicht erreicht. Über die Hälfte der befragten Unternehmen gaben für den Landkreis Ludwigslust-Parchim an, dass die verfügbare Bandbreite für Ihre Zwecke unzureichend ist.

Die Kandidaten der SPD, CDU und der Linken für die Wahl der Standvertretung und die Unternehmensvertreter in Sternberg hoben in der Diskussionsrunde hervor, dass Sternberg vor allem durch die weichen Standortfaktoren punktet. Es ist nun wichtig, die wirtschaftliche Attraktivität für die bereits bestehenden Betriebe und den Erwerbstätigen beispielsweise durch einen bessere Nahverkehrsversorgung zu fördern, aber auch die Gewerbesteuern stabil zu halten. Volker Rumstich, Vize-Präsident der IHK zu Schwerin, betont die Bedeutung der Kommunalpolitik: „Schaffen Sie gute Rahmenbedingungen und unterstützen Sie die Betriebe vor Ort. Denn diese bilden die Grundlage, um jungen Menschen eine Jobperspektive zu geben und somit in der Region zu halten.“ Ebenso forderte Herr Rumstich, die Deregulierung und den Bürokratieabbau erfolgreich und für die Unternehmen spürbar voranzutreiben. Auch hier waren sich die kommunalpolitischen Vertreter der Parteien einig, dass für die Wirtschaft und die Menschen in der Region ein parteiübergreifendes Denken vorrangig ist.