Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung

Forderung nach mehr Engagement für die Windenergie

Ludwigslust-Parchim | 28.05.2018

Windenergie; Foto: Thinkstock/i-Stock/Silkwayrain
Windenergie; Foto: Thinkstock/i-Stock/Silkwayrain

Mecklenburg-Vorpommerns Energieminister Christian Pegel fordert gemeinsam mit Betriebsräten und Vertretern der IG Metall Küste ein klares Bekenntnis der neuen Bundesregierung zum Ausbau der Windenergie – und ein entsprechendes Vorgehen, mit dem auch die einheimische Windbranche gestärkt werden soll.

„Sie leistet einen entscheidenden Beitrag zum Umsetzen der Energiewende und somit dazu, dass wir unseren Kindern und Enkeln eine gesunde, lebenswerte Erde hinterlassen. Hinzu kommt, dass sich die Branche in Mecklenburg-Vorpommern zu einem wichtigen Wirtschaftszweig mit zehntausenden gut bezahlten Jobs für qualifizierte Fachkräfte entwickelt hat – onshore ebenso wie offshore. Uns eint die Sorge, dass eine unentschlossene Bundespolitik diese Entwicklung nicht nur bremsen, sondern gar zu einem Rückschritt führen könnte“, sagte Energieminister Christian Pegel nach einem Gespräch mit Betriebsräten und Gewerkschaftsvertretern am 28. Mai 2018 in Schwerin. 

„Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Windstrom, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Nur durch einen verlässlichen und deutlich stärkeren Ausbau der Windenergie an Land und auf See kann die Energiewende für weitere Investitionen und Beschäftigung in Mecklenburg-Vorpommern sorgen“, schloss sich ihm Heiko Messerschmidt, Bezirkssekretär der IG Metall Küste, an. 

Mit Sorge sehen die Gesprächsteilnehmer, dass seit Anfang 2017 mehr als 2.000 Arbeitsplätze in der Windkraftbranche in Norddeutschland gestrichen worden sind. Sie fordern einhellig, dass die neue Bundesregierung mit klaren Entscheidungen zugunsten des Windenergieausbaus für Planungssicherheit und Verlässlichkeit bei den Unternehmen der Branche sorgt. „Dazu zählt neben einem beharrlichen Einsatz für eine europäische Industriepolitik mit dem Ziel einer europäischen Energiewende vor allem auch, faire Ausschreibungs- und Wettbewerbsbedingungen zu gestalten, die einheimischen Unternehmen einen gleichberechtigten Zugang zum Markt ermöglichen“, so Mecklenburg-Vorpommerns Energieminister.

Des Weiteren sei der Bund gefordert, damit Übertragungs- und Verteilnetze zügig ausgebaut und ein intelligentes Lastmanagement entwickelt werden können. Außerdem müsse er Innovationen insbesondere bei der Sektorenkopplung und Speichertechnologien nachhaltig fördern. „Unser Bundesland produziert seit Jahren mehr sauberen Strom als hier verbraucht wird. Es muss ein Ziel der Energiewende sein, den überzähligen Strom konsequent nutzbar zu machen“, sagt Mecklenburg-Vorpommerns Energieminister Christian Pegel.

Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung

zurück drucken verlinken

Mehr zum Thema

Neue Übergangslösung für A20-Baustelle bei Tribsees Die eingestürzte Autobahn bei Tribsees wird für die Dauer der Instandsetzung des Straßendamms provisorisch überbrückt. Grafik: M

Die eingestürzte Autobahn bei Tribsees wird für die Dauer der Instandsetzung des Straßendamms provisorisch überbrückt. Mit Hilfe von ... [ zum Artikel » ]

Abkommen zu verstärkter Zusammenarbeit Gerhard Gerritzen (l.), Stellvertretender Geschäftsführer der Messe München GmbH begrüsst Christian Pegel

Mecklenburg-Vorpommern verstärkt die Zusammenarbeit mit Russland: Auf der Leitmesse „Transport Logistic“ in München haben sieben Institutionen und ... [ zum Artikel » ]

Wildwuchs von Windparks auf dem Prüfstand Christian Pegel - Minister für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung

„Es ist uns mit den Mitteln der Raumordnung gelungen, Wildwuchs von Windkraftanlagen in Vorpommern trotz Wegfall des Windkraftkapitels im Regionalplan Vorpommern nach einem ... [ zum Artikel » ]

Minister Pegel besucht mit Unternehmerdelegation Kasachstan Kasachstan, Foto: istock/freedarst

Mecklenburg-Vorpommern will die Wirtschaftsbeziehungen zu Kasachstan ausbauen und zusammen mit dem zentralasiatischen Land die Initiative „Neue
... [ zum Artikel » ]

Förderbescheide für Greifswald Fördermittelbescheid; Foto: Gudrun Stark

Zur Übergabe des Zuwendungsbescheides für die Umgestaltung der Pfarrer-Wachsmann-Straße in Greifswald an den Oberbürgermeister der Hansestadt Stefan ... [ zum Artikel » ]

Netzausbaugebiete behindern Ausbau der Windenergie Windenergie; Foto: Thinkstock/i-Stock/Silkwayrain

„Damit die deutsche Energiewende gelingt, muss die Windenergie in Norddeutschland ihre Schlüsselrolle auch in Zukunft erfüllen können. [ zum Artikel » ]

101 Köpfe

Holger Behrndt, geschäftsführender Gesellschafter Behrndt und Herud GmbH

Lernen Sie Persönlichkeiten aus Mecklenburg-Vorpommern kennen! 

Holger Behrndt steckt voller Ideen, kann übers Wasser laufen und schätzt ein, wie lang der Weg zum papierlosen Büro sein wird. Er weiß, dass es wichtig ist, in generationsübergreifenden Belegschaften alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Weg der Digitalisierung mitzunehmen. Über sein Unternehmen, die Prozesse der Digitalisierung  und vieles andere unterhielten wir uns mit ihm kürzlich.

Bücher aus der Region

Wer kämmt das Haar in der Suppe? © EDITION digital Pekrul & Sohn GbR

(lifePR)  Da muss man erst mal drauf kommen, um solche lebensklugen, witzigen, wortspielerischen und auch zungenbrecherischen Texte zu verfassen. Gabriele Berthel hat es gekonnt getan und sie 2004 unter dem originellen Titel „Wer kämmt das Haar in der Suppe?“ veröffentlicht – zusammen mit den ebenso poetischen wie zugleich kraftvollen Illustrationen von Helga Kaffke. Lange war der Vergnügen stiftende Band vergriffen. 

Anzeige
Anzeige

FAKTOR WIRTSCHAFT TV

  • Außenwirtschaftstag findet am 06. und 07. November in Neubrandenburg
  • Deutsch-Polnischer ...

Bildergalerien

Faktor Wirtschaft

Faktor Wirtschaft 11_2018

IHK Zeitung Faktor Wirtschaft - November 2018

Titelthema:

Die Wahl zur neuen Vollversammlung wird aktuell vorbereitet. Die ersten Regionalkonferenzen haben stattgefunden. Werden Sie jetzt Kandidat für das Gremium der Wirtschaft in unserer Region für ein starkes östliches Mecklenburg-Vorpommern.