YOUNICOS - WEMAG intelligenten Netz- und Energiespeicherlösungen

Europas erster kommerzieller Batteriespeicher übertrifft Erwartungen

Ludwigslust-Parchim | 22.09.2015

Das WEMAG-Batteriekraftwerk in Schwerin Lankow (Foto: WEMAG)
Das WEMAG-Batteriekraftwerk in Schwerin Lankow (Foto: WEMAG)

Europas erster kommerzieller Batteriespeicher hat die in ihn gesetzten Erwartungen, trotz weiterhin systematischer Benachteiligung von Speichern gegenüber konventionellen Kraftwerken, erfüllt. So gewann der Schweriner Ökostromanbieter Wemag, der die 5-Megawatt Lithium-Ionen-Anlage betreibt, alle Primärregelleistungsausschreibungen für die der Großspeicher mitgeboten hatte und erzielte damit durchschnittlich einen Erlös von 3.810 Euro pro Megawatt.

„Dank stabiler Preise am Primärregelleistungsmarkt und eines optimierten Gebotsverfahrens durch unseren Energiehandel erwirtschaftet der Batteriespeicher ein Jahr nach Inbetriebnahme Umsätze, die weit über den Erwartungen zum Zeitpunkt der Investitionsentscheidung lagen“, erklärte Thomas Pätzold, Technikvorstand der WEMAG bei der Feier zum einjährigen Betrieb im Beisein des Ministerpräsidenten des Landes Mecklenburg-Vorpommern Erwin Sellering. „Und das, obwohl ein weiteres Megawatt der Leistung noch nicht durch die vier Übertragungsnetzbetreiber präqualifiziert wurde. Wir haben alle erforderlichen technischen Voraussetzungen erfüllt und sind zuversichtlich, bald auch die vollen fünf Megawatt vermarkten zu können und damit unsere Erlöse zu steigern“, kündigte Pätzold an. 

„Batteriespeicher, die nicht über einen Pool im Verbund mit konventionellen Kraftwerken vermarktet werden, werden am Markt noch systematisch benachteiligt. Und das obwohl sie nachweislich das Stromsystem entlasten, während die Must-run-Leistung konventioneller Kraftwerke die Leitungen für saubere Energie verstopft“, ergänzte Clemens Triebel, Gründer und Chief Visionary Officer des Berliner Speicherpioniers Younicos. 

„Dabei zeigt WEMAG eindrücklich, dass sich intelligente Kurzzeitspeicher schon heute aus betriebswirtschaftlicher und volkswirtschaftlicher Sicht lohnen. Mit der systematischen Benachteiligung von Speichern machen wir die Energiewende unnötig teuer. Deutschland hängt da leider international mittlerweile hinterher. In Amerika etwa wird längst auch Schnelligkeit und Präzision honoriert“, so Clemens Triebel weiter. 

Europas erster kommerzieller Batteriespeicher ging Mitte September 2014 im Beisein des Vizekanzlers und Wirtschafts- und Energieministers Sigmar Gabriel ans Netz. Die vom Berliner Netz- und Speicherspezialisten Younicos konzipierte vollautomatische Anlage gleicht kurzfristige Schwankungen in der Netzfrequenz des Stromnetzes aus und sorgt so dafür, dass Wind- und Sonnenstrom sicher in das Stromnetz integriert werden können. 

Younicos hat den Speicher innerhalb von zwölf Monaten schlüsselfertig errichtet. ImInneren des etwa turnhallengroßen Gebäudes speichern 25.600 Lithium-Manganoxid-Zellen Strom in Millisekunden. Fünf jeweils vier Tonnen schwere Mittelspannungs-Transformatoren verbinden das Kraftwerk sowohl mit dem regionalen Verteilnetz als auch mit dem nahe gelegenen 380-kV-Höchstspannungsnetz.

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