Gutes Signal für Wirtschaft in Westmecklenburg

Einigung erzielt: Lückenschluss der A14

Ludwigslust-Parchim | 15.12.2016

Ludwig-Bölkow-Haus, Foto: IHK zu Schwerin
Ludwig-Bölkow-Haus, Foto: IHK zu Schwerin

Im Streit um den Lückenschluss der Autobahn 14 in Sachsen-Anhalt gibt es eine erste Einigung im Abschnitt Dolle bis zur Anschlussstelle Lüderitz. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig teilte am 13.12.2016 mit, dass ein Vergleich zwischen den Parteien geschlossen wurde. Demnach verpflichtet sich das Land Sachsen-Anhalt, zusätzliche Lärm- und Naturschutzmaßnahmen vorzunehmen. Im Gegenzug verzichtet der Umweltverband BUND darauf, weiter gegen den Bau zu klagen.

Damit sind auch die Chancen gestiegen, dass es keine weiteren Klagen gegen die folgenden Abschnitte geben wird. Das Land und der BUND kündigten bereits an, sich auch für die restlichen fünf Bauabschnitte in Sachsen-Anhalt außergerichtlich einigen zu wollen. Weitere Knackpunkte im A14-Planungsverfahren sind die Querung des Mittellandkanals und die Elbquerung bei Wittenberge. Der letzte Bauabschnitt in Mecklenburg-Vorpommern (Verkehrseinheit 6 zwischen Anschlussstelle Grabow und Landesgrenze MV) ist im Juni 2015 in Bau gegangen. Die Fertigstellung ist für Ende 2017 geplant. Die Fertigstellung der gesamten Trasse von Wismar bis zur A4 bei Dresden war ursprünglich bis zum Jahr 2020 vorgesehen, wird sich voraussichtlich aber um mehrere Jahre verzögern. 

„Die A14 wird ihre verkehrswirtschaftliche Wirkung für Westmecklenburg erst voll entfalten können, wenn der Lückenschluss bis nach Magdeburg geschafft ist. Dann wird sie die Ostseehäfen und die Wirtschaftsstandorte Mecklenburg-Vorpommerns mit den Mitteldeutschen Industriezentren verbinden. Für Bayern wird die Verbindung über die A14 nach Wismar den kürzesten Zugang zu einem deutschen Seehafen darstellen. Darüber hinaus nimmt die A14 insbesondere auch mit der Realisierung des Fehmarnbelt-Tunnels eine wichtige verkehrswirtschaftliche Funktion im Nord-Süd-Korridor der transeuropäischen Verkehrsnetze bis zu Adria wahr.

Wichtig ist nun, dass auch für die weiteren Bauabschnitte in Sachsen-Anhalt und Brandenburg schnelle Einigungen zwischen Planungsträgern und Klageparteien erzielt werden können.

Die Wachstumsachse A14 wird sich nach Fertigstellung schnell zu einer wichtigen Lebensader für unsere Region entwickeln, indem sie Unternehmensansiedlungen, Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Westmecklenburg generiert“, so Siegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin. 

Unter anderem sollen über das Regionale Entwicklungskonzept (REK) A 14 für die Region Ludwigslust/Neustadt-Glewe/Grabow die Grundlagen für eine regionale Zusammenarbeit entlang der Wachstumsachse A14 geschaffen werden. Ziel ist es, die Region als attraktiven Wirtschaftsraum unter Stärkung der interkommunalen Zusammenarbeit überregional, landesweit und in der Metropolregion Hamburg zu entwickeln. Voraussichtlich im ersten Quartal 2017 wird das dafür eingesetztes Regionalmanagement seine Arbeit aufnehmen.

IHK zu Schwerin

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