WEMAG AG: Munition und alte Leitungen erschweren Tiefbauarbeiten

Boldela bekommt modernere Stromversorgung

Ludwigslust-Parchim | 11.09.2015

WEMAG-Bauleiter Gunther Kerber (re.) informiert Bürgermeister Horst Busse über den aktuellen Baufortschritt in Boldela. WEMAG-Bauleiter Gunther Kerber (re.) informiert Bürgermeister Horst Busse über den aktuellen Baufortschritt in Boldela.

In Boldela im Landkreis Ludwigslust-Parchim laufen gegenwärtig umfangreiche Modernisierungs- und Umbauarbeiten im Mittel- und Niederspannungsbereich. Da es seitens der Einwohner Nachfragen gab, bat der Bürgermeister der Gemeinde Sülstorf, zu der auch der Ortsteil Boldela gehört, um einen Vor-Ort-Termin mit der WEMAG.

„Ich war zwar bei der Bauanlaufberatung dabei. Doch seitdem ist einige Zeit verstrichen und ich wollte mich über den Baufortschritt auf den neuesten Stand bringen lassen“, begründete Horst Busse seinen Wunsch. „Derzeit werden Mittelspannungskabel von Buchholz bis zur alten Trafostation in Boldela verlegt. Zusätzlich wird in Boldela das Ortsnetz in der Waldstraße und in der Dorfstraße saniert. Beim Unterqueren der Dorfstraße, kurz vor dem Denkmal, gab es zwar mit der Wasserleitung ein kleines Hindernis, das wir aber sicher umgehen konnten“, fasste WEMAG-Bauleiter Gunther Kerber die aktuelle Bausituation im Dorfkern zusammen.

Im Wald wurden in den vergangenen Wochen Tiefbauarbeiten von einem Fachunternehmen für Munitionsbergung durchgeführt, da dieses Gebiet in dieser Hinsicht als belastet gilt. Anschließend konnten die Mittel- und Niederspannungskabel verlegt und der Graben verfüllt werden. Diese Arbeiten wurden in der Waldstraße bis zum ersten Haus von Boldela fortgesetzt, kamen aber zum Stillstand, da der bei Suchschachtungen vorgefundene Leitungsbestand das Fortführen des Kabelgrabens in offener Bauweise nicht zulässt. Deshalb wird eine Alternativtrasse auf der bebauten Straßenseite geprüft, wo aber bereits eine Wasserleitung liegt. „Wir führen derzeit Gespräche mit dem Zweckverband Schweriner Umland, um hier eine gemeinsame technische Lösung zu finden. Anschließend werden wir mit dem Bürgermeister die weitere Vorgehensweise besprechen“, informierte der WEMAG-Projektierungsingenieur André Marten und kündigte an, dass in der Waldstraße die 0,4-kV-Freileitung, die momentan noch über die Grundstücke der Anwohner verläuft, durch ein Erdkabel ersetzt wird. 

Im Rahmen des Bauvorhabens, das von der MEB Meyenburger Elektrobau GmbH realisiert wird, bekommt Boldela eine neue Trafostation und das Ortsnetz wird saniert. Außerdem wird der Ortsteil in eine Ringleitung eingebunden, was zusätzlich die Versorgungssicherheit erhöht. Darüber hinaus erhalten Teilbereiche von Hasenhäge und Banzkow sowie das Gewerbegebiet Lübesse eine verbesserte Stromanbindung. Es werden insgesamt 10 km Mittelspannungskabel verlegt. Die WEMAG Netz GmbH investiert in dieses Projekt rund 1,3 Mio. Euro.

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