Außenwirtschaftstag der IHKs

Außenwirtschaftstag MV gab Impulse für das Auslandsgeschäft

Ludwigslust-Parchim | 04.09.2013

Unternehmen können sich jetzt für den „Bayerischen Exportpreis 2014“ bewerben. Foto: Fotolia.de
Unternehmen können sich jetzt für den „Bayerischen Exportpreis 2014“ bewerben. Foto: Fotolia.de

„Grenzenlos erfolgreich“ – sind bereits große, aber auch viele kleine und mittlere Unternehmen unseres Bundeslandes. Der heutige Außenwirtschaftstag der IHKs in Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin war Informationsplattform für international interessierte Unternehmen. Die Gelegenheit, mit Außenwirtschaftsexperten ins Gespräch zu kommen, wurde intensiv genutzt.

Welche Dokumente benötige ich für den Warenexport? Woher bekomme ich aussagekräftige Wirtschaftsinformationen über einen Auslandsmarkt? Wen kann ich ansprechen, um internationale Geschäftskontakte zu erhalten? Diese und viele andere Fragen konnten heute beim Außenwirtschaftstag der IHKs in Mecklenburg-Vorpommern, der unter dem Motto „Grenzenlos erfolgreich“ stand, diskutiert und geklärt werden. Über 100 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, wichtige Kontakte zu knüpfen, Fragen zu stellen und ihre Ex- und Importkenntnisse auszubauen.

Mit Fachvorträgen, Erfahrungsberichten lokaler Unternehmen und vier Branchen- und Fachworkshops bot der heutige Außenwirtschaftstag für Unternehmens- und Wirtschaftsvertreter eine breite Informationsvielfalt. So präsentierte Ralf Lorber, Geschäftsführer des Wismarer Unternehmens EGGER Holzwerkstoffe GmbH & Co.KG eindrucksvoll die Entwicklung und internationale Ausrichtung der Firma. Neben Herrn Lorber überzeugte auch Olaf Scholz, Vertriebsleiter der H&F Industry GmbH in Kavelstorf die Teilnehmer von der steigenden Notwendigkeit des Auslandsgeschäfts.

„Gerade wegen zunehmend gesättigter Märkte in Deutschland und Europa ist es notwendig, über die EU-Grenzen hinauszuschauen“, empfiehlt Siegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin. „Export ist für uns überlebenswichtig. Es ist der Garant für Umsatzsteigerung und Arbeitsplatzsicherung. Import und Export ermöglichen uns, auf dem heimischen und internationalen Markt konkurrenzfähig zu sein“, bestätigt Marie-Jeanne Beringer-Bintner, Prokuristin der WB Im- und Export W. Beringer & Co. GmbH aus Böken.

Insbesondere die vermittelten Eindrücke von kleinen und mittleren Unternehmen, wie der Schweriner Greenlife GmbH, der VARIOVAC PS SystemPack GmbH oder dem Medizintechnikunternehmen MBP GmbH machten deutlich, dass das Auslandsgeschäft nicht nur etwas für „die Großen“ ist. „Wichtig ist es, sich im Vorfeld umfassend über Möglichkeiten, Instrumente, Vorgaben und Regelungen zu informieren, die das internationale Geschäft mit sich bringt. Die IHKs sind dafür die richtigen Ansprechpartner“, rät Siegbert Eisenach. „Viele Unternehmen nutzen unsere Außenwirtschaftsberatung und -leistungen regelmäßig. Ich kann nur nochmals werben: Rufen Sie uns einfach an und fragen Sie nach! Dafür sind wir da!“, erklärt Eisenach mit Nachdruck.

Umrahmt und ergänzt wurde die Veranstaltung durch die Aussteller auf dem sogenannten Marktplatz Außenwirtschaft. Regionale und überregionale außenwirtschaftsrelevante Institutionen standen den Teilnehmern mit Fachauskünften sowie im Rahmen einzelner Workshops Rede und Antwort. Zu den Ausstellern gehörten das Hauptzollamt Stralsund, das Netzwerk der Deutschen Auslandshandelskammern, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, die Germany Trade and Invest GmbH, das Gesundheitsnetzwerk BioCon Valley GmbH, das Umweltnetzwerk enviMV e.V., die Staatskanzlei MV, der Formularverlag CW Niemeyer, der Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V., der Kreditversicherer Coface, Niederlassung in Deutschland, das Enterprise Europe Network MV und die IHKs in Mecklenburg-Vorpommern.

„Ich denke, dass wir heute viele Unternehmerinnen und Unternehmer erfolgreich überzeugen konnten, noch stärker und ohne Ängste auf ausländische Zielmärkte zu schauen. Wer heute dabei war, der sollte nun das notwendige Rüstzeug haben, sich sicher auf globalen Märkten bewegen zu können“, schätzt Jens Rademacher, amtierender Hauptgeschäftsführer der IHK zu Rostock. „Natürlich werden immer mal wieder Hürden und Fragen auftauchen. Aber mit dem hier und heute gewonnenen Netzwerk, sollte es Im- und Exporteuren möglich sein, auch diese zu überwinden“, schließt Rademacher.

IHK zu Schwerin

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