Bahnreise von Hamburg nach Kopenhagen in weniger als drei Stunden

„Wir verbinden den Norden“:

Ludwigslust-Parchim | 09.02.2017

(Bildmitte v.l.) Volker Rumstich, Vizepräsident der IHK zu Schwerin, Bernd Homfeldt, Projektleiter Schienenanbindung der Festen
(Bildmitte v.l.) Volker Rumstich, Vizepräsident der IHK zu Schwerin, Bernd Homfeldt, Projektleiter Schienenanbindung der Festen

Nach Fertigstellung des Fehmarnbelt-Tunnels wird die Bahnreise von Hamburg nach Kopenhagen in weniger als drei Stunden möglich sein – umweltfreundlich und an 365 Tagen im Jahr. Um die Vorteile der entstehenden Bahnverbindung aus Norddeutschland in Richtung Skandinavien den Bahnreisenden näher zu bringen, tourt die Fehmarnbelt-Tunnel-Ausstellung durch zahlreiche Bahnhöfe in Norddeutschland.

Anlässlich des Stopps der Wanderausstellung am Schweriner Hauptbahnhof lud die IHK zu Schwerin gemeinsam mit den Vorhabenträgern Femern A/S und Deutsche Bahn heute zu einer Diskussions- und Informationsveranstaltung.

Im Rahmen des Empfangs sagte Volker Rumstich, Vizepräsident der IHK zu Schwerin: „Der Bau der Festen Fehmarnbeltquerung ist ein wichtiges Anliegen der Wirtschaft in Westmecklenburg, da die Region von diesem Jahrhundertprojekt in hohem Maße profitieren kann. Die Verbindung der Metropolregionen Kopenhagen/Malmö und Hamburg wird die wirtschaftlichen Gewichte in Europa ein Stück nach Norden verschieben. Die deutlich verbesserte Lagegunst dieser Achse, zu der auch Westmecklenburg gehört, wird die Wettbewerbsfähigkeit der Region nachhaltig stärken. Es werden neue Wahlmöglichkeiten für Unternehmen geschaffen, leichter die verschiedenen Verkehrsträger optimal kombinieren zu können. Hier spielt auch der Ausbau der Bahnstrecke Lübeck – Bad Kleinen – Schwerin, für den sich die IHK zu Schwerin seit langem einsetzt, eine tragende Rolle für uns. Eine moderne, leistungsstarke und effiziente Infrastruktur setzt letztendlich wichtige Impulse für Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen.“ 

Bernd Homfeldt, Projektleiter Schienenanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung, DB Netz AG:„Mit dem Fehmarnbelt-Tunnel verbinden wir den Norden über Ländergrenzen hinweg. Im Dialog mit den Bürgern der Region schaffen wir jetzt die Voraussetzungen für eine leistungsstarke und moderne Schienenanbindung sowohl für den Personen- als auch den Güterverkehr. Dabei ist nicht nur Ostholstein im Blick. Im Gesamtkontext steht auch das Projekt Kurve Bad Kleinen, mit dem wir eine Entlastung zwischen Hamburg und Lübeck erreichen und zudem den Schienenpersonenverkehr in Richtung Schwerin deutlich verbessern.“ 

Ajs Dam, Vizeprojektdirektor von Femern A/S: „Mit dem Zug dauert die Fahrt durch den Fehmarnbelt-Tunnel nur sieben Minuten. Mit dem Auto wird man in zehn Minuten nach Dänemark reisen können. So wird der Tunnel unsere zwei Länder noch enger miteinander verbinden. Wir wissen von den festen Verbindungen über den Großen Belt in Dänemark und über den Öresund zwischen Dänemark und Schweden, dass Projekte wie der Fehmarnbelt-Tunnel eine große Dynamik schaffen können.“ 

Der Fehmarnbelt-Tunnel ist ein Projekt, das über neun Millionen Menschen aus Norddeutschland, Dänemark und Südschweden verbinden wird. Mit einer festen Querung über den Fehmarnbelt und dem Ausbau der Schieneninfrastruktur auf dieser Verbindung gelingt der Lückenschluss im europäischen Verkehrsnetz.

IHK zu Schwerin 

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