Agentur für Arbeit

Vorboten kündigen Frühjahrsbelebung an

Vorpommern-Greifswald | 28.02.2018

Beratungsgespräch; Foto: Bundesagentur für Arbeit
Beratungsgespräch; Foto: Bundesagentur für Arbeit

Nach dem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar ist die Zahl der arbeitslosen Männer und Frauen in Vorpommern-Greifswald bereits im Februar wieder rückläufig. Im Berichtsmonat waren 13.011 Männer und Frauen auf der Suche nach einer bezahlten Beschäftigung. Gegenüber dem Vormonat sank damit die Arbeitslosenzahl um 114 Personen. Auch der Vorjahresvergleich macht die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt noch einmal deutlich. Im Februar 2017 waren 14.560 Männer und Frauen, also 1.549 mehr, auf der Suche nach einem Job. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vorjahr von 12,4 auf aktuell 11,1 Prozent.

"Anders als der Januar, der mit einem deutlichen Plus aufwartete, blieb im Februar ein weiterer Anstieg der Arbeitslosenzahlen aus“, freut sich Heiko Miraß, Chef der Agentur für Arbeit Greifswald. „Der aktuelle Kälteeinbruch, der auch noch einmal für viel Schnee im Norden unseres Landkreises gesorgt hat, wird die anhaltend gute Entwicklung nicht trüben“, ist sich der Agenturchef, auch mit Blick auf die über 2.000 gemeldeten offenen Arbeitsstellen, sicher. 

Von dem positiven Trend profitierten fast alle Personengruppen. So sank im Vergleich zum Februar 2017 die Zahl der arbeitslos gemeldeten schwerbehinderten Menschen um 12,9 Prozent, der arbeitslosen über 50-Jährigen um 10,2 Prozent und die Zahl der langzeitarbeitslosen Männer und Frauen um 10,4 Prozent.

Eine Herausforderung bleibt die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. Viele der hier schutzsuchenden Menschen haben im vergangenen Jahr Sprachkurse und Praktika absolviert. Aktuell sind 830 ausländische Mitbürger, und damit 12,8 Prozent mehr als vor einem Jahr, auf der Suche nach einer Beschäftigung gemeldet. 

Der Schwerpunkt der Förderung von Arbeitsuchenden liegt weiterhin auf der Unterstützung des Einstiegs in den Arbeitsmarkt. Im Berichtmonat befanden sich 771 Personen in einer beruflichen Weiterbildung oder Umschulung und 725 Männer und Frauen wurden direkt bei der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit unterstützt. 

Arbeitslosenquoten in den Geschäftsstellen 

Anklam 14,4 Prozent, Greifswald 8,6 Prozent, Pasewalk 14,1 Prozent, Ueckermünde 11,9 Prozent, Wolgast 11,8 Prozent 

Im Agenturbezirk stellt sich die Entwicklung des Arbeitsmarkts unterschiedlich dar. Den deutlichsten Rückgang im Vorjahresvergleich verzeichnete die Geschäftsstelle Wolgast (- 11,3 Prozent). Am geringsten, allerdings mit 9,9 Prozent immer noch sehr deutlich, fiel der Rückgang in der Anklamer Region aus. 

Stellenmarkt

Im aktuellen Berichtsmonat wurde der Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcentern bei der Besetzung von 700 neuen Arbeitsstellen eingeschaltet. Insgesamt betreuen der Arbeitgeberservice 2.090, und damit 8,2 Prozent mehr offene Stellen als noch vor 12 Monaten. 

Die größte Nachfrage stammt aus dem Bereich der Arbeitnehmerüberlassung (330). Diese Stellenmeldungen doppeln sich jedoch zum Teil mit den Bedarfen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen (277), dem Gastgewerbe (268), dem Handel (205) und dem verarbeitenden Gewerbe (201).

Die Arbeitgeber bieten fast ausschließlich (98 Prozent) sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsmöglichkeiten, meist zur sofortigen Besetzung (82 Prozent). Bei 1.623 Offerten (78 Prozent) handelt es sich um unbefristete Stellen. Für 83 Prozent suchen Unternehmer Vollzeitkräfte für die angebotenen Beschäftigungen. 

Ausblick 

Für März rechnet der Agenturchef aufgrund der Frühjahrsbelebung mit einer weiter sinkenden Arbeitslosigkeit. „Alle Arbeiten im Außenbereich, aber auch die Vorbereitungen des Hotel- und Gaststättenbereichs auf das Ostergeschäft, tragen zu einer weiteren Entlastung am Arbeitsmarkt bei“, so Miraß mit Blick auf die nächsten Wochen.

Agentur für Arbeit Greifswald

 

 

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