Wohnen muss funktional und bezahlbar sein

Unternehmerverband Vorpommern ehrt Unternehmer des Jahres

Vorpommern-Greifswald | 13.11.2017

Diplomingenieur Heiko Schmidt wird als Unternehmer des Jahres vom Unternehmeveraband Vorpommern geehrt, Foto: Annette Pröber, Kü
Diplomingenieur Heiko Schmidt wird als Unternehmer des Jahres vom Unternehmeveraband Vorpommern geehrt, Foto: Annette Pröber, Kü

Wenn Heiko Schmidt durch Greifswald streift, begegnet er an vielen Orten den Spuren seiner Arbeit, eindrucksvollen Wohn- und Gewerbebauten. Der Unternehmer, Diplomingenieur und Bauherr hat in über 20 Jahren unzählige Projekte realisiert. Vom „Alten Fritz“ am Greifswalder Marktplatz über Kindertagesstätten- und Schuleinrichtungen, die Feuerwehr bis hin zum neuen Wohnpark im Ummanzer Weg.

In wenigen Tagen wird der 50-Jährige Greifswalder vom Unternehmerverband Vorpommern als Unternehmer des Jahres geehrt. „Als Geschäftsführer der Greifswalder Planungsgesellschaft für Haus- und Stadterneuerung PHS GmbH prägt er mit seinen 14 Mitarbeitern das Gesicht der Hansestadt mit und schafft ein anspruchsvolles soziales Umfeld für Familien und Unternehmen“, begründet Gerold Jürgens, Präsident des Unternehmerverbandes. Schmidt sei nicht nur geschäftlich sehr erfolgreich, er bringe sich zudem aktiv in die Gesellschaft ein. Heiko Schmidt ist Mitglied im Lionsclub und Vorsitzender des Vereins „Pommersche Heimat“, der sich Kultur und Geschichte der Region verpflichtet sieht. Der Verein hat bereits manches historisches Ausstellungsstück für das Pommersche Landesmuseum erworben. 

Derzeit ist Heiko Schmidt häufig auf der Baustelle des Wohnparks Ummanzer Weg zu finden. Verkehrsgünstig zwischen Wolgaster Straße und Ostseeviertel Ryckseite gelegen, entstehen dreigeschossige Mehrfamilienhäuser, aber auch Doppel- und Einfamilienhäuser. „Wir haben versucht, sehr familienfreundlich zu bauen und bieten im Park verschiedenste Wohnformen an“, erklärt Schmidt. Besonders wichtig sei es, bei Beachtung aller Energie- und Umweltstandards auch noch wirtschaftlich zu bauen und die Einkommensverhältnisse in der Region im Blick zu behalten. „Funktional und bezahlbar muss Wohnen sein. Das erwartet der Bauherr“, ist Geschäftsführer Schmidt sicher. Der Vater war Maurermeister und hat dem Sohn einen handwerklichen Beruf empfohlen. Etwas Solides. So lernte er im KKW Lubmin zunächst Betonfacharbeiter, bevor er ein Bauingenieur-Studium erfolgreich absolvierte. 

Die Arbeit erfüllt Schmidt. Mit Diplomingenieurin Eva Michel, ebenfalls Geschäftsführerin, leitet er seit 2001 die PHS GmbH. „Jeder Bau hat seine eigene Geschichte und bietet spannende Herausforderungen.“ Bei einer Altbausanierung komme die Ehrfurcht vor einem bewahrenswerten Stück Geschichte hinzu, müssen Raum-Strukturen sehr genau bedacht werden. Ein Neubau lasse vielleicht mehr Spielraum für Ideen, doch alles, was besonders chic ist, koste mehr Geld. „Vor allem bin ich Dienstleister“, betont Schmidt. Das bedeute auch, verantwortungsvoll mit fremder Leute Geld umzugehen. 

Heiko Schmidt gilt als sehr bodenständig. Heute wohnt er mit seiner Frau Simone, Leiterin einer Kindertagesstätte, im Umfeld von Greifswald. Sohn Jan-Eric (27) ist von Beruf Architekt und arbeitet bereits im Unternehmen mit. Die 20-jährige Tochter studiert Sportwissenschaften. Schmidt akquiriert auch außerhalb der Region reizvolle Aufträge. Diesen und jenen „großen Fisch“ zog er schon an Land. In den kommenden zwei Jahren wird die PHS Greifswald auf dem Gelände einer ehemaligen Armeeliegenschaft in Dranske auf Rügen 48 Ferienhäuser errichten. Das Reiseunternehmen TUI will den schönen Landstrich für seine Urlauber erschließen. 

Bleibt bei derartigen Großprojekten noch Zeit für das Hobby, das Hochsee-Angeln? „Natürlich.“ Erholung müsse sein. „Gesundheit und Lebenszeit kann man sich nicht kaufen.“ Heiko Schmidt schwärmt von den Erlebnissen seiner Panama-Reisen, der Artenvielfalt der Fische dort. Als Sportangler gibt er ihnen nach dem Fang die Freiheit zurück.

Küstenwort - Annette Pöber

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