Agentur für Arbeit Greifswald

Stabile Marktsituation im Monat Oktober

Vorpommern-Greifswald | 29.10.2015

Arbeitsagentur, Arbeitslosigkeit, Stellensuche_Foto: Bundesagentur für Arbeit Foto: Bundesagentur für Arbeit

Mit 13.572 arbeitslosen Männern und Frauen registrierte die Greifswalder Arbeitsagentur im Oktober 2015 54 Arbeitslose mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote verharrte mit 11,4 Prozent auf dem Niveau des Monats September. Gegenüber dem gleichen Zeitpunkt des Vorjahres, als 14.530 Arbeitslose einer Quote von 12,1 Prozent entsprachen, ist allerdings ein Rückgang um fast 1.000 Arbeitslose zu verzeichnen.

Der Vergleich zum Vorjahr fällt für fast alle Altersgruppen positiv aus. Lediglich bei jungen Leuten zwischen 15 und 25 Jahren stieg die Arbeitslosenquote im Vorjahresvergleich von 10,5 auf 10,7 Prozent leicht an. Grundsätzlich bleibt es aber bei einer vergleichsweise günstigen Marktlage für Jugendliche, die inzwischen spürbar unterdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit betroffen sind. 

Erfreulich bleibt die Entwicklung bei der Arbeitslosigkeit Älterer. Auch durch die Wirkung des Programms „700 Jobs für Ältere – 700 Chancen für Unternehmen“ ist in dieser Altersgruppe ein stabil über dem Durchschnittswert liegender Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Mit einer Arbeitslosenquote von 12,5 Prozent bei den über 55-jährigen ist die Betroffenheit von Arbeitslosigkeit in dieser Altersklasse zwar weiterhin überdurchschnittlich hoch, vor einem Jahr lag die Quote mit 14,4 Prozent aber noch um fast 2 Prozentpunkte höher. 

Zuwächse der Arbeitslosigkeit sind weiterhin nur bei den ausländischen Staatsbürgern zu verzeichnen. Ihr Anteil an der Arbeitslosigkeit in den Jobcentern beträgt nunmehr 4,5 Prozent. Die Zahl von 617 arbeitslosen Ausländern bedeutet einen Anstieg um rund 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Polen stellen 169 Arbeitslosen die größte Gruppe, dahinter folgen mit 104 aber bereits die syrischen Staatsbürger. Der hohe Zustrom von Flüchtlingen schlägt sich damit in gewissen Umfang auch bereits in der Arbeitslosigkeit nieder. 

„Wir bereiten uns auf diese neue Herausforderung vor und organisieren aktuell Deutsch-Einstiegskurse. Derzeit haben sich 11 Bildungseinrichtungen und Träger für die Durchführung beworben“, sagt Klaus Peter Köpcke, operativer Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Greifswald. „Wir gehen davon aus, ab Anfang November rund 280 aus Syrien, Eritrea, dem Irak und Iran geflohenen Menschen mit einer Sprachförderung bei der Integration in Deutschland helfen zu können. Dies stellt aber nur einen ersten Schritt dar, weitere sprachliche und berufsfachliche Förderungen werden folgen, um so schnell wie möglich einen Einstieg ins Berufsleben zu erreichen“, so Köpcke weiter. 

Arbeitslosenquoten in den Geschäftsstellen 

Anklam 14,8 Prozent,
Greifswald 9,9 Prozent,
Pasewalk 14,1 Prozent,
Ueckermünde 14,1 Prozent,
Wolgast 9,0 Prozent 

In diesem Monat konnten die im Vorjahresvergleich stärksten Rückgänge der Arbeitslosigkeit in Anklam registriert werden. 

Stellenmarkt 

Mit 619 Stellenmeldungen gingen 94 Offerten mehr ein als noch im September und 159 mehr als noch vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn wurden dem gemeinsamen Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcentern nunmehr 5.349 offene Stellen gemeldet, ein Plus von 6,7 Prozent im Vorjahresvergleich. 

Im Dienstleistungsbereich ist mit 479 offenen Stellen derzeit die größte Nachfrage zu verzeichnen. Große Bedarfe signalisierten jedoch auch das Gastgewerbe (211), das Gesundheits- und Sozialwesen (147), der Handel (113) und der Bau (100). 

Ausblick 

Für den November erwartet die Agentur für Arbeit Greifswald einen saisonüblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit. „Wir gehen aber auch für die kommenden Monate davon aus, dass die Arbeitslosigkeit deutlich unter den Vorjahreswerte liegen wird. Hier spielt auch eine Rolle, dass die Arbeitgeber ihre Fachkräfte auch in saisonal geprägten Branchen wie dem Gastgewerbe und dem Handel so lange wie möglich an Bord halten wollen“ so Klaus Peter Köpcke abschließend.

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