DEN GmbH

Sankt Petersburg: Potente Wissenschafts- und Wirtschaftsregion

Vorpommern-Greifswald | 12.11.2013

Unternehmerdelegation besucht Staatliche Elektrotechnische Universität „LETI“
zur Bildergalerie zur Bildergaleriev.l.: D.V. Kholodyak, M.A. Kiseleva, R. Klostermeyer, M. Kokowski, A. Post, W. Dietzsch, V.A. Tupik, D. Christian, V. N.Malyshev

Für die Prachtbauten, Schlösser und Schönheiten der 5-Millionen-Einwohner-Metropole Sankt Petersburg hatte die Delegation der Fachhochschule Stralsund in Begleitung der DEN GmbH und des Technologiezentrums Vorpommern aus Greifswald nur einen Blick im Vorbeifahren. 

Viele positive Eindrücke haben sie jedoch von der Staatlichen Elektrotechnischen Universität „LETI“ (ETU) mitgebracht.

Eine Absichtserklärung über eine zukünftige Zusammenarbeit wurde am 22. Oktober 2013 an der Universität LETI unterzeichnet. Während des Gegenbesuches, der für Dezember geplant ist, soll der Kooperationsvertrag durch die Rektoren in Stralsund unterzeichnet werden. Die Vereinbarung sieht vor, sich über Wissen und neueste Forschung auszutauschen. Studenten, Dozenten, wissenschaftlichen Mitarbeitern und Graduierten soll der Austausch ermöglicht werden. Darüber hinaus sollen gemeinsame Seminare, Konferenzen und Vorlesungen organisiert werden. Konkrete Inhalte, Projekte und erste Schritte für das Jahr 2014 wollen die Hochschulen noch in diesem Jahr abstimmen. Die Kooperation soll auf den Forschungsgebieten des Radio-Engineering, der Telekommunikations- und Mobilfunknetze, der Höchstfrequenz-Komponenten, der Informationstechnologien, der alternativen Energietechniken und der Biomedizin erfolgen.

Die Staatliche Elektrotechnische Universität „LETI“ ermöglicht seit 1886 Studienabschlüsse an sieben Fakultäten. Einem nationalen Ranking zufolge gehört die ETU zu den 15 besten Universitäten Russlands und strebt bis 2020 an, in die TOP- 100-Liga nach dem QS-Universitäts- Ranking weltweit aufzusteigen.

Von den Gegebenheiten und Ausbildungsmöglichkeiten vor Ort konnten sich die Delegationsteilnehmer überzeugen. Gut ausgestattete Labore ermöglichen den 10.00 Studierenden eine Ausbildung auf technisch höchstem Niveau. Zur ETU gehört ein Technopark, dessen Räumlichkeiten durch 40 universitäre Start-ups genutzt werden.

Werner Dietzsch, Geschäftsführer der DEN GmbH aus Greifswald hat die Kooperation zwischen der Fachhochschule und der Universität couragiert unterstützt und die ersten Kontakte geknüpft. Immatrikuliert an der TU Dresden, wurde er von 1966 – 1972 nach Sankt Petersburg delegiert und verbrachte dort seine Studienjahre an der Fakultät für Radiotechnik und Telekommunikation. Werner Dietzsch sagt über die Sankt Petersburger: „Sie sind sehr europäisch denkend und - orientiert. Das liegt durchaus auch in der Geschichte der Stadt an der Newa begründet.“ Er wünscht sich einen intensiven Wissensaustausch, neue Ansätze für Bildungsinhalte, ein großes Interesse russischer Studierender, nach Stralsund zu kommen und sieht hierin Chancen, hoch qualifizierte Fachkräfte in Vorpommern zu binden. Die DEN GmbH beschäftigt in Greifswald 25 Mitarbeiter und ist auf dem Gebiet der Planung und Projektierung von Kommunikationslösungen tätig. Einige Absolventen der FH Stralsund haben ihre berufliche Laufbahn im Greifswalder Unternehmen beginnen können.

„Mecklenburg-Vorpommern ist von russischer Seite als bester Investitionsstandort hervorgehoben worden. Davon müssen auch die Ausbildung und der Mittelstand profitieren“, so Werner Dietzsch.“ Seitens der DEN GmbH war auch der Geschäftsführer für Technik und Projektrealisierung, Dietrich Christian in der Delegation. Er hat in den 70er Jahren in Kiew studiert. Für DEN und die FH sind insbesondere Projekte auf dem Gebiet der Breitbandtechnologie von großem Interesse.

Eine erste Wirtschaftsdelegationsreise führte Werner Dietzsch im Jahr 2003 die Potenziale der wissenschaftlichen Arbeit an der ETU vor Augen. „Dort werden innovative und präzise Geräte entwickelt, denen durch das Know-how für Design und Vermarktung aus Deutschland zum internationalen Marktdurchbruch verholfen werden könnte.“ Eine erneute Delegation vor einem Jahr mit Ministerpräsident Erwin Sellering gab den Anstoß für alle Beteiligten, eine intensive Zusammenarbeit auf den Weg zu bringen.

Professor Klostermeyer sieht für die FH Stralsund sehr lohnenswerte Perspektiven: „Wir haben hier engagierte und fachkundige Wissenschaftler und Studenten kennengelernt. Neben der sprichwörtlichen Gastfreundschaft haben wir sehr interessante Forschungsergebnisse und fachlich hochwertige Ausbildungsinhalte vorgestellt bekommen.“ In den Bereichen Telekommunikation und erneuerbare Energien sehen beide Seiten Erfolg versprechende Chancen für einen intensiven Austausch und gemeinsame Projekte. „Sankt Petersburg ist eine sehr potente Wissenschafts- und Wirtschaftsregion - da gibt es sehr gute Anknüpfungspunkte für Technologietransfer und Unternehmenskooperation. Jetzt kommt es darauf an, die Ideen und Vorhaben umzusetzen.“ ergänzt Mario Kokowsky vom Technologiezentrum Vorpommern.

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