SURFACE4FOOD

Netzwerk zur Veredelung von Oberflächen für die Lebensmittelindustrie

Vorpommern-Greifswald | 12.05.2016

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Die Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln erfordert besondere und umfangreiche Hygienetechniken, um die Ausbreitung von Verderbnis- und Krankheitserreger zu verhindern. Neben einer täglichen Reinigung und Desinfektion der kompletten Produktionsanlagen und -räume beinhalten typische Vorsorgemaßnahmen mehrere Waschschritte vor der Verarbeitung sowie spezielle Techniken der Haltbarmachung. 

Diese Techniken sind jedoch zeit- und ressourcenintensiv und entsprechend mit hohen Kosten verbunden. An dieser Stelle setzt das Anfang 2016 gestartete ZIM-Kooperationsnetzwerk Surface4Food an.

Das Netzwerk verfolgt das Ziel, Oberflächen in Fertigungs- und Verarbeitungsprozessen der Lebensmittelindustrie mittels innovativer Oberflächentechnologien so zu veredeln, dass eine effizientere und effektivere Reinigbarkeit und eine prophylaktische Wirkung gegen Wiederverkeimung ermöglicht werden. Dies kann z. B. durch photokatalytische, selbstreinigende, antiadhäsive oder antimikrobielle Beschichtungen erfolgen.

Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Institutionen entlang der gesamten industriellen Wertschöpfungskette in der Lebensmittelindustrie verfolgen damit gemeinsam die Vision, innovative Oberflächentechnologien bis 2020 als Ergänzung und Substituierung bestehender Technologien im Markt zu etablieren und so die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen der Ernährungswirtschaft zu erhöhen.

Im Mittelpunkt der gemeinsamen Entwicklungsarbeit des Netzwerks steht die Anwendung der Plasmatechnologie. Plasmen sind ionisierte Gase, deren inaktivierende Wirkung auf eine Vielzahl von Mikroorganismen in vielen unabhängigen Studien bewiesen wurde. Weiterhin eignen sich Plasmen zur Herstellung spezieller Oberflächeneigenschaften. Darüber hinaus fokussiert sich das Netzwerk auch auf andere alternative Technologien wie z.B. Fluorierungsprozesse, Sol-Gel-Prozesse oder Flamm-Vorbehandlung.

Im ZIM-Kooperationsnetzwerk Surface4Food arbeiten auf Initiative und unter dem Management der neoplas GmbH aus Greifswald derzeit 21 Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Institutionen aus 10 Bundesländern zusammen. Das Netzwerk ist offen für weitere Mitglieder, die sich an der Entwicklung praktischer Lösungsstrategien beteiligen möchten.

Weitere Informationen unter www.surface4food.de.

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