Agentur für Arbeit Greifswald

Kräftiger Frühjahrsaufschwung

Vorpommern-Greifswald | 03.05.2017

Agentur für Arbeit
Arbeitsmarkt, Foto: Bundesagentur für Arbeit

Die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Greifswald ist im April, wie saisonal üblich, noch einmal deutlich gesunken. Momentan sind 12.255 Menschen im Landkreis arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat entspricht dies einem Rückgang von 1.330 Personen beziehungsweise 9,8 Prozent. Wie gut sich der Arbeitsmarkt momentan entwickelt, wird aber insbesondere im Vorjahresvergleich deutlich. Im April 2016 waren 14.602 Männer und Frauen, also 2.347 mehr, auf der Suche nach einem Job. 

Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vorjahr von 12,3 auf aktuell 10,4 Prozent. „Für einen April ist das ein herausragender Wert“, so Heiko Miraß, Chef der Arbeitsagentur Greifswald. „Im vergangen Jahr stand erst in den Sommermonaten eine 10 vor dem Komma“, so Miraß. Besonders erfreulich ist, dass der positive Trend alle Alters- und Personengruppen erreicht. 

In der Arbeitsförderung setzen Arbeitsagentur und Jobcenter auch zum Frühjahrsbeginn verstärkt auf die Förderung der Aufnahme einer neuen Beschäftigung. 973 Menschen wurden beim beruflichen Wiedereinstieg unterstützt. Aber auch Weiterbildungen werden weiterhin auf einem hohen Niveau gefördert. Insgesamt besuchten im April 854 Frauen und Männer eine Fortbildung oder Umschulung. 

Arbeitslosenquoten in den Geschäftsstellen 

Anklam 13,4 Prozent, Greifswald 8,6 Prozent, Pasewalk 13,8 Prozent, Ueckermünde 12,3 Prozent, Wolgast 9,1 Prozent 

Im gesamten Agenturbezirk sank die Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich um 16,1 Prozent. Am stärksten fiel der Rückgang mit minus 19,5 Prozent in der Geschäftsstelle Anklam aus.

In der Geschäftsstelle Wolgast, wozu auch Usedom gehört, fiel der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum März mit 638 Personen (- 23,0 Prozent) am stärksten aus. Die Urlaubsregion macht mit knapp 48 Prozent fast die Hälfte am Rückgang der Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk insgesamt aus.

Unterschiede zwischen den Rechtskreisen im Vorjahresvergleich 

Die Interpretation der Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen fällt weiterhin schwer. Grund ist der Wechsel von Personen, welche durch eine Rechtsänderung von den Jobcentern in die Betreuung der Arbeitsagentur wechselten. Dabei handelt es sich um Bewerberinnen und Bewerber, die neben dem Arbeitslosengeld auch Arbeitslosengeld II beziehen (sogenannte Aufstocker). Die Agentur für Arbeit (Rechtskreis SGB III, Arbeitslosenversicherung) betreute im April 4.045 Arbeitslose und damit 221 mehr als vor einem Jahr. Die Jobcenter (Rechtskreis SGB II, Grundsicherung) waren für 8.210 arbeitslose Personen verantwortlich, 2.568 weniger als im April 2016. 

Stellenmarkt 

Der Stellenzugang blieb mit 710 neuen Arbeitsangeboten auf hohem Niveau. Der Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter betreut aktuell 2.072 Stellen. Die größte Nachfrage stammt aus der Hotel- und Gaststättenbranche (313). Viele Nachfragen gab es jedoch auch aus dem Bereich der Arbeitnehmerüberlassung (310), dem Gesundheits- und Sozialwesen (279) sowie dem Handel (203).

Ausblick 

„Schon im Mai 2017 wird die Arbeitslosigkeit auch bei uns im Landkreis erstmals die 10-Prozent-Marke unterschreiten“, prognostiziert der Agenturchef. „Das ist Grund zur Freude. Trotzdem sollten wir in den Anstrengungen für eine weitere Verbesserung der Situation nicht nachlassen, denn auch etwa 11.000 Menschen ohne Job sind 11.000 zu viel“, so Miraß. 

Agentur für Arbeit Greifswald

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