Bürgergutachten

Greifswalder Bürger geben Empfehlungen für Umweltschutz

Vorpommern-Greifswald | 05.03.2010

Greifswald
Greifswald

22 Greifswalder erarbeiten derzeit ein Bürgergutachten zur „Kommunalen Klima- und Energiepolitik“ der Universitäts- und Hansestadt Greifswald. Darin schlagen sie Maßnahmen vor, die ihrer Meinung nach geeignet sind, um den CO2-Ausstoß innerhalb der Stadt weiter zu reduzieren. Geleitet wird das innovative Projekt von Professor Dr. Konrad Ott, Deutschlands einzigem Professor für Umweltethik und der Diplom Landschaftsökologin Steffi Deickert, Mitarbeiterin an der Professur für Umweltethik. Das Gutachten wird im Rahmen des integrierten Klimaschutzkonzeptes erstellt. Es ist nach Angaben von Bausenator Reinhard Arenskrieger das erste Mal, dass sich Greifswalder in Form eines Bürgergutachtens in wichtige Belange der Stadt einbringen.


Über das Bürgerforum werden Greifswalder an der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes direkt beteiligt. Sie können ihr eigenes lokales Wissen einbringen und ihre von Politik und Wirtschaft unabhängige Meinung äußern.
Am 14. März stellen die Teilnehmer ihr Bürgergutachten vor und übergeben es an Oberbürgermeister Dr. Arthur König und Vertreter der Bürgerschaft.
Die 14 Männer und 8 Frauen im Alter zwischen 28 und 71 Jahren hatten sich zuvor noch nie so intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt. Per Zufallsprinzip wurden sie gemeinsam mit 1.500 anderen über das Einwohnermeldeamt ausgewählt. Sie entschieden sich schließlich, trotz Familie und wenig Freizeit bei dem Vorhaben mitzumachen und sich einzubringen.
An drei verlängerten Wochenenden erhielten die Teilnehmer einen umfangreichen Einblick in die Themen „Lokaler Klimaschutz“ und „Energieversorgung“. Hintergrundinformationen gab es unter anderem von Experten des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik, der Universität, der Stadtwerke sowie der Umweltabteilung der Stadtverwaltung. Anschließend sollten sie sich eine eigene Meinung zu möglichen Klimaschutzmaßnahmen in Greifswald bilden und Vorschläge zu deren Umsetzung unterbreiten. Während des dritten Wochenendes werden die Ergebnisse im Gutachten zusammengefasst und am Sonntag übergeben und präsentiert. „Wir sind gespannt, was uns die Bürger der Stadt in Sachen Klimaschutz empfehlen“, so Arenskrieger.
Das Bürgergutachten fließt in das integrierte Klimaschutzkonzept für Greifswald ein. Dieses wird unter Federführung des Bau- und Umweltdezernates der Stadt erstellt. Beteiligte sind neben der Universitäts- und Hansestadt Greifswald die Partner des Klimaschutzbündnisses Greifswald 2020. Das sind die Universität und das Universitätsklinikum, die beiden großen städtischen Wohnungsunternehmen (WGG und WVG), die Stadtwerke Greifswald und das Technologiezentrum Vorpommern. Das Klimaschutzkonzept soll die Grundlage für alle künftigen Klimaschutzaktivitäten innerhalb der Universitäts- und Hansestadt bilden. Für das Konzept hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ein Gesamtbudget von knapp 100.000 Euro bewilligt.

 

(PM) Andrea Reimann

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