Große Vorhaben sind der Hansering, die Mühlenstraße und die Kreuzung Makarenko-Straße/Ernst-Thälmann-Ring

Greifswald saniert 2019 zahlreiche Straßen und Straßenabschnitte

Vorpommern-Greifswald | 08.01.2019

Symbolbild; Foto: Thinkstock/iStock/martin_33
Symbolbild; Foto: Thinkstock/iStock/martin_33

Die Universitäts- und Hansestadt wird auch in diesem Jahr zahlreiche Straßen grundhaft ausbauen oder instand setzen. Die größten Vorhaben sind die Umgestaltung des Hanserings zwischen der Stralsunder Straße und dem Fangenturm, aber auch die Umgestaltung der Mühlenstraße in der Innenstadt, der Umbau der Kreuzung Makarenko-Straße/Ernst-Thälmann-Ring sowie der Ausbau des Knotenpunktes Lomonossowalle/Dubnaring und Einsteinstraße zu einem einspurigen Kreisverkehr. 

Diese Bauarbeiten werden für die Bürgerinnen und Bürger mit zeitweisen Einschränkungen verbunden sein. „Hier hoffen wir auf das Verständnis der Greifswalder und Gäste“, erklärte Bausenatorin Jeannette von Busse. „Gleichzeitig wollen wir die Einschränkungen so gering wie möglich halten.“ Bis auf die Bauarbeiten in Ladebow und am Hansering werden die Straßenbaumaßnahmen mit Hilfe von Städtebaufördermitteln umgesetzt. 

Koitenhäger Landstraße ab 10. Januar wieder zweispurig

Entspannung gibt es für die Verkehrsteilnehmer entlang der Koitenhäger Landstraße. Diese kann ab 10. Januar wieder durchgängig zweispurig befahren werden. Die Einbahnstraßenregelung zwischen dem Ernst-Thälmann-Ring und der Rigaer Straße wird dann aufgehoben. Für die zweite Spur wurde der Fuß- und Radweg überbaut. Fußgänger und Radfahrer werden über einen Notweg geführt. „Wir hoffen, dass wir damit eine deutlich bessere Verkehrsführung für die Kraftfahrer und den ÖPNV gefunden haben“, so die Baudezernentin.

Hansering: getrennte Bereiche für Fahrzeuge, Radler und Fußgänger unter einer dreireihigen Baumallee 

Voraussichtlicher Baubeginn für die Umgestaltung des Hanserings soll im Mai sein. Geplant ist, die Fahrbahnen schmaler zu gestalten und eigene Flächen für den Kfz-, Fuß- und Radverkehr anzulegen. Die einzelnen Verkehrsbereiche werden durch eine 3-reihige Baumallee getrennt. Ebenso wird die Fläche zwischen dem Hansering und der Kaikante am Museumshafen als Flaniereile neu gestaltet. Auch die Kaikante selbst wird in dem Zuge mit saniert. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis 2021 dauern. „Ziel ist es, den Museumshafen und die Innenstadt enger miteinander zu verbinden und die ursprüngliche Form der historischen Wallanlagen mit den Baumalleen wieder sichtbar zu machen“, erläutert Bausenatorin Jeannette von Busse. Bereits im Integrierten Stadtentwicklungskonzept 2002 wurde die „Stärkung des maritimen Charakters – wie Wohnen am Wasser und die enge Verbindung der Altstadt mit dem Ryck - als Ziel der städtebaulichen Entwicklung“ herausgearbeitet. Die Umgestaltung des Hanserings fügt sich demnach als wichtiger Baustein in diese gesamtstädtische Entwicklungsplanung ein. Der Umbau des Hanserings wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) finanziert.

Zu den dann notwendigen Umleitungen kann jetzt noch nichts gesagt werden, Informationen werden rechtzeitig bekannt gegeben. 

Mühlenstraße: attraktive Fahrradstraße mit breiten Gehwegen für Fußgänger

Ebenfalls im Frühjahr sollen die Bauarbeiten für die Mühlenstraße in der Altstadt beginnen. Diese ist in keinem guten Zustand und wird den Ansprüchen ihrer Nutzer nicht mehr gerecht: so sind die Gehwege teilweise abschüssig und zu schmal, Fußgänger müssen immer wieder auf die Fahrbahn ausweichen. Auch sind die Querungsmöglichkeiten nicht behindertengerecht. Die Fahrbahn, die aus Kupferschlacke-Pflaster besteht, ist bei Nässe sehr rutschig. Gerade für Radfahrer, die die Fahrradstraße nutzen, bedeutet das immer wieder eine Unfallgefahr. Die Straßenbeleuchtung ist veraltet, Bänke gibt es nicht. Eine Umgestaltung ist auch deshalb nötig, weil der zulässige Lärmpegel überschritten wird. Die Oberfläche der 211 m langen Straße zwischen Markt bis zum Mühlentor wird daher neu gestaltet und mit entsprechend breiten Gehwegen ausgestattet. Sie soll weiterhin als Fahrradstraße mit zugelassenem Kfz-Verkehr ausgewiesen werden. Hinzu kommen eine neue Beleuchtung, Fahrradbügel und Bänke. Die Arbeiten sollen circa 7 Monate dauern. 

Ausbau der Kreuzung Makarenko-Straße/Ernst-Thälmann-Ring

Voraussichtlich im Herbst kann mit der Baumaßnahme begonnen werden. Da die Kreuzung Makarenko-Straße/Ernst-Thälmann-Ring an zwei Schulen grenzt, wurden bei der Planung durch die Stadtverwaltung die sichere Schulweggestaltung und die Belange der zahlreichen Schüler – zum einen als Fußgänger, aber auch als Radfahrer oder Nutzer der ÖPNV besonders berücksichtigt. Der gesamte Bereich wird barrierefrei gestaltet. Nach Abschluss der Bauarbeiten soll im gesamten Bereich eine Tempo-30-Zone eingerichtet werden. Zur Attraktivität der Straße sollen Bänke, aber auch ein begrünter Mittelstreifen, Strauchrabatten und Frühblüher beitragen.

Kreisverkehr am Knotenpunkt Lomonossowalle/Dubnaring und Einsteinstraße 

Ebenfalls in diesem Jahr soll der Knotenpunkt Lomonossowalle/Dubnaring und Einsteinstraße zu einem einspurigen Kreisverkehr umgestaltet werden. Durch den breiten Ausbau der Lomonossowallee ist diese Kreuzung sowohl für den motorisierten als auch nichtmotorisierten Verkehr oft unübersichtlich. Der Umbau zum Kreisverkehr schließt behindertengerechte Querungen für die Fußgänger mit ein. Der Radverkehr wird im Kreisverkehr mitgeführt. Die Beleuchtung wird ebenfalls erneuert. 

Neue Fahrbahn, neuer Gehweg samt Beleuchtung in der Stettiner Straße

Ein weiteres Vorhaben in diesem Jahr ist die Sanierung der Stettiner Straße. Hier wird die Fahrbahn einschließlich der Parkbuchten erneuert. Der Gehweg wird neu gebaut, ebenso die Straßenbeleuchtung. 

Straßenausbau in der Flugplatzsiedlung Ladebow geht weiter 

Nachdem bereits die Sanierung der Clara-Zetkin-Straße 2 bis 6 fertiggestellt werden konnte, folgen nun der Ausbau der Hugo-Finke-Straße sowie des Gehweges in der Max-Reimann-Straße. Auch hier werden zahlreiche neue LED-Leuchten aufgestellt.

Ausbau der Martin-Luther-Straße wird in diesem Jahr abgeschlossen 

Noch im Sommer soll die Martin-Luther-Straße wieder durchgängig befahrbar sein. Der erste Teilbereich zwischen Bahnhofstraße und Wall konnte im Juli 2018 fertig gestellt werden. Seit August 2018 laufen die Bauarbeiten im zweiten Abschnitt zwischen Domstraße und Wall einschließlich der Sanierung der Brücke. Allerdings verzögerte sich die Sanierung des Brückenbauwerkes, weil Leitungen verlegt werden mussten, deren Lage vorher nicht bekannt war. 

Zahlreiche Instandsetzungen von Straßen und Abschnitten im gesamten Stadtgebiet 

Der Geh- und Radweg am Ochsensteg, der derzeit noch mit Betonsteinen gepflastert ist, erhält eine wassergebundene Decke. Zudem werden hier neue Lichtmasten aufgestellt. Auch der grobkörnige Weg auf der Wallkrone zwischen Fleischerstraße und Martin-Luther-Straße ist inzwischen verschlissen. Dort wird ebenfalls eine neue wassergebundene Decke eingebaut. Die beiden Zugänge sollen mit Asphalt versehen werden. Auf den Gehwegen in der Hans-Beimler-Straße werden die alten 30 mal 30 Zentimeter großen Betonplatten durch Betonsteinpflaster ersetzt. Gleichzeitig werden die Querungshilfen an der Kreuzung zum Karl-Liebknecht-Ring erweitert. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Gützkower Landstraße sein. Auf dieser Hauptverkehrsstraße haben sich Spurrinnen und Absackungen gebildet. Hier soll auf einigen Abschnitten der Einbau einer Asphaltdecke die Verkehrssicherheit erhöhen. Auch im Kreuzungsbereich Schönwalder Landstraße/Lomonossowallee wird der Asphalt erneuert, ebenso wie an der Kreuzung Lise-Meitner-Straße mit der Newtonstraße, der Max-Born- und der Röntgenstraße. Einige dieser Vorhaben waren ursprünglich für 2018 geplant, mussten aber zugunsten anderer Straßenbaumaßnahmen verschoben werden. Die Umsetzung hängt allerdings davon ab, wann die vorläufige Haushaltsführung endet, also eine Genehmigung des Innenministeriums für den Haushalt vorliegt.

 

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