Agentur für Arbeit Greifswald

Früher Saisonstart lässt Arbeitslosigkeit kräftig sinken

Vorpommern-Greifswald | 26.02.2015

Wartezone in der Agentur für Arbeit; Foto: Agentur für Arbeit
Wartezone in der Agentur für Arbeit; Foto: Agentur für Arbeit

Die Arbeitsmarktbilanz des Monats Februar fällt in Vorpommern-Greifswald sehr positiv aus. Milde Temperaturen und eine nach wie vor stabile Fachkräftenachfrage ließen die Arbeitslosenzahlen im abgelaufenen Monat kräftig sinken. Suchten im Februar des vorigen Jahres noch 19.541 Männer und Frauen im Landkreis einen neuen Job, so waren es im Februar 2015 nur noch 18.132. Die Arbeitslosenquote sank im Vorjahresvergleich von 16,1 auf nunmehr 15,1 Prozent.

Im Gegensatz zum Vorjahr, in dem die Arbeitslosigkeit im Februar ihren Höchststand erreichte, gingen die Zahlen im aktuellen Monat gegenüber Januar bereits wieder spürbar zurück.

„Die anhaltend milde Witterung hat der Marktentwicklung gut getan. Besonders die Unternehmen der Bauwirtschaft haben Saisoneinstellungen früher als in den letzten Jahren vorgenommen“, freut sich Heiko Miraß, Chef der Greifswalder Arbeitsagentur. Zwei Indikatoren stützen diese Beobachtungen der Vermittlerinnen und Vermittler aus Agentur und Jobcentern, die Entwicklung der Männerarbeitslosigkeit und die Zahl der neuen Beschäftigungsaufnahmen. Der Männeranteil an der Reduzierung der Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich liegt bei 70 Prozent und die Zahl der neuen Beschäftigungsaufnahmen lag im Februar 21,5 Prozent höher als vor einem Jahr. 

Besonders erfreulich war zudem die leichte Trendumkehr bei der Marktentwicklung für ältere Arbeitnehmer und Menschen mit länger andauernder Arbeitslosigkeit. „Diese Entwicklung freut mich besonders, weil wir in der letzten Zeit häufig auf Trends der Spaltung des Arbeitsmarktes hinweisen mussten. Ich hoffe, dass es zukünftig noch gelingt, auch die Kompetenzen von Menschen mit gesundheitlichen Handicaps noch besser zu verdeutlichen, denn hier verläuft der Trend noch nicht ganz so günstig“, so Miraß weiter. 

Die Agentur und die Jobcenter im Kreis werden vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen künftig noch stärker auf die Unterstützung der genannten Personenkreise setzen. Das beinhaltet die Umsetzung eines Sonderprogramms für ältere Arbeitnehmer über 55 Jahre ebenso, wie die Beteiligung an Bundesprogrammen zur Unterstützung langzeitarbeitsloser Menschen in den Jobcentern aber auch umfangreiche interne Umstrukturierungen, mit dem Ziel einer noch besseren und intensiveren Unterstützung schwerbehinderter Menschen. 

Nach wie vor unterstützen Agentur und Jobcenter den aktuellen Aufschwung durch intensive Förderung von abschlussorientierten Weiterbildungsmaßnahen, kurzfristigen Kursen zur Begleitung des Berufseinstiegs und finanziellen Hilfen bei der Einstellung. So wurden im Februar 973 Bewerber in Weiterbildungsmaßnahmen gefördert und in 660 Fällen Eingliederungszuschüsse gewährt. Reduzierungen gab es hingegen, insbesondere durch den Wegfall des Programms Bürgerarbeit zum Jahresende, bei den Maßnahmen des sogenannten 2. Arbeitsmarkts.

Arbeitslosenquoten in den Geschäftsstellen

  • Anklam 19,1 Prozent, 
  • Greifswald 12,2 Prozent, 
  • Pasewalk 18,0 Prozent, 
  • Ueckermünde 16,8 Prozent, 
  • Wolgast 15,9 Prozent

In allen Geschäftsstellenbereichen wurden die Vorjahreswerte spürbar unterschritten. Besonders deutlich war dieser Trend wiederum im Bereich Wolgast zu verzeichnen. Die Schließung des Standortes Greifswald des Callcenters SNT bildete sich in der Februarstatistik noch nicht ab. „Die unterschiedlich langen Kündigungsfristen der Beschäftigten von SNT führen dazu, dass die Arbeitsverhältnisse beginnend ab März zu unterschiedlichen Zeitpunkten enden“, erläutert Agenturchef Miraß. „Zudem haben diese erfahrenen Callcentermitarbeiter gute Chancen auf einen schnellen Wiedereinstieg, denn viele Unternehmen der Branche sind momentan auf Personalsuche“, schätzt er ein. 

Stellenmarkt 

Insgesamt wurden dem Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcentern im Februar 581 neue Stellen zur Besetzung gemeldet. Die Zahl der Stellenzugänge erhöhte sich damit auf 983 seit Jahresbeginn. Insgesamt betreuen die Fachkräfte des Arbeitgeberservice momentan 1.509 offene Arbeitsstellen.  

Im Stellenmarkt verdeutlicht sich die Zweiteilung des Arbeitsmarktes im Kreis. Allein auf die Bereiche Wolgast und Greifswald entfallen 955 der freien Stellen. Die größte Nachfrage gab es im Gastgewerbe. Hier wurden 97 neue Bedarfe gemeldet und insgesamt sind jetzt 293 offene Stellen zu besetzen.  

Agentur für Arbeit Greifswald

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