Investoren fördern COLDPLASMATECH und ihre High-Tech Wundauflage

Erfolgreiche Finanzierungsrunde für Star-Trek-Technologie

Vorpommern-Greifswald | 13.03.2017

PlasmaPatch - Die neuartige Wundauflage erzeugt ein hautverträgliches, blau leuchtendes Plasma, das Mikroorganismen inaktiviert
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PlasmaPatch - Die neuartige Wundauflage erzeugt ein hautverträgliches, blau leuchtendes Plasma, das Mikroorganismen inaktiviert

Der Firmenwert des mehrfach preisgekrönten Unternehmens aus Greifswald hat sich dank seiner neuartigen Behandlungsform für chronische Wunden vervielfacht - eine solide Ausgangslage für die anstehenden klinischen Studien und die Zulassung zum Medizinprodukt.

Produktions- und Logistikexperte CreoVis, sowie eine Schweizer Unternehmensgruppe aus dem Gesundheitsmarkt investieren jeweils sechsstellige Euro-Summen in das Greifswalder StartUp COLDPLASMATECH. „Wir sind überzeugt von der Zusammensetzung des Teams, dem außergewöhnlichen Produkt und sehen einen Mehrwert für viele Patienten - sonst würden wir nicht investieren“, fasst Helge Lewerenz zusammen. 

Die neuartige Therapieform, die mittels ‚kalten physikalischen Plasmas‘ selbst multiresistente Mikroorganismen inaktiviert und zusätzlich die Regenerierung des geschädigten Gewebes anregt, wird als neue Hoffnung für Millionen Patienten gesehen. „Die Behandlung offener chronischer Wunden gehört zu den langwierigsten therapeutischen Herausforderungen für niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser“, so Tobias Güra, Medizinökonom und Mitgründer des Unternehmens. In Deutschland nehme die Zahl der chronischen Wunderkrankungen stetig zu. 

Die neu entwickelte, aktive Wundauflage (PlasmaPatch) ist aus mehreren biokompatiblen Silikonschichten aufgebaut, an deren Unterseite das Plasma erzeugt wird. „Der PlasmaPatch passt sich Körperoberflächen an und entfaltet so über eine größere Fläche gleichmäßig die heilungsfördernde Wirkung“, erklärt Stephan Krafczyk, Wirtschaftsingenieur und Unternehmensgründer. Für die innovative Wundauflage kommt ein biokompatibles Silikon des Münchner Chemiekonzerns WACKER zum Einsatz. 

Nachdem die Wundheilung mit kaltem Plasma seit wenigen Jahren nachweislich große Erfolge selbst bei chronischen Wunden erzielt, ist es COLDPLASMATECH erstmals gelungen, das kalte Plasma unter Raumluftbedingungen in die Fläche zu bringen. „Wir sind begeistert von den verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten der High-Tech Wundauflage. Trotz der Komplexität dieser Technologie ist das Produkt einfach anwendbar. Dadurch wird die Innovation endlich für den Massenmarkt erreichbar“, resümiert Marco Schmidt, Geschäftsführer der CreoVis. Klinische Studien sollen noch dieses Jahr abgeschlossen werden. 

Beginnend mit dem EXIST-Forschungstransfer des BMWi und unterstützt vom Business Angel Alfred Möckel wurde das Unternehmen nun bereits mit etwa 1,75 Millionen Euro finanziert. Mit dem frischen Kapital will das junge Unternehmen die Serienfertigung und -anwendung seiner Wundauflagen aufbauen und nach klinischen Studien die Zulassung zum Medizinprodukt erreichen. „Wir setzen aktuell eine große Studie mit unseren Klinischen Partnern auf und arbeiten zusammen mit Kostenträgern unter Hochdruck an der Bereitstellung der Technologie“, erklärt COLDPLASMATECH-Geschäftsführer und Gründer Dr. Carsten Mahrenholz.

Firmenprofil 

Die COLDPLASMATECH GmbH wurde im Juni 2015 aus dem renommierten Leibniz-Institut für Plasmaforschung und -technologie ausgegründet und befindet sich seit November 2015 im Zulassungsverfahren für ihr zukunftsweisendes Medizinprodukt (PlasmaPatch und PlasmaCube). Nach Zulassung 2017 bringt das StartUp die weltweit erste flächige Anwendung von kaltem Plasma zur Behandlung von chronischen Wunden und Wundinfektionen auf den Markt: eine aktive Wundauflage. Mit seinem potentiell disruptiven Produkt und Unternehmensansatz hat das Team hinter COLDPLASMATECH diverse Innovations-, Entrepreneurship-, Technologie- und Unternehmenspreise gewonnen. Das junge Unternehmen ist mit seiner gesellschaftlich relevanten Technologie aus einem EXIST-Forschungstransfer (BMWi) hervorgegangen und basiert auf jahrelanger plasmamedizinischer Forschung (z.B. am Campus Plasmamed (BMBF)). Mit Partnern und Unterstützern wie WACKER Chemie, Dätwyler, Dell und zahlreichen Akteuren der Gesundheitswirtschaft steht das junge Unternehmen an vorderster Front der aktuellen Plasmamedizin.

Chronische Wunden und Wundinfektionen 

Rund fünf Millionen Menschen leiden allein in Deutschland an offenen chronischen Wunden. Deren Heilung mit Salben und Medikamenten ist ein langwieriger, schmerzhafter und oft vergeblicher Prozess. Neue Hoffnung bei Gewebeerkrankungen wie Dekubitus, Diabetischem Fußsyndrom und Infektionen

durch multiresistente Keime bietet die Innovation der Greifswalder COLDPLASMATECH GmbH. Das zusammen mit dem Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie entwickelte Gerät zur Wundheilung basiert auf der Technologie des kalten Plasmas.

Kaltes Plasma 

Plasma ist ein Aggregatzustand und entsteht, wenn einem Gasgemisch so viel Energie zugeführt wird, dass sich positive und negative Ladungen der Teilchen auftrennen. Bei dieser Ionisierung kommt es zu physikalischen Effekten, wie reaktive Formen von Sauerstoff, UV-Strahlung und elektromagnetischen Feldern. Diese töten Bakterien ab, regen die Zellteilung an und stärken das Immunsystem. So wird die Wundheilung effektiv gefördert.

Nachdem die Wundheilung mit kaltem Plasma seit wenigen Jahren nachweislich große Erfolge selbst bei chronischen Wunden erzielt, ist es COLDPLASMATECH erstmals gelungen, das kalte Plasma unter Raumluftbedingungen in die Fläche zu bringen und damit kostengünstig einen Massenmarkt zu öffnen. 

www.coldplasmatech.de 

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