Agentur für Arbeit Greifswald

Arbeitsmarktlage im Februar bleibt stabil

Vorpommern-Greifswald | 02.03.2016

Agentur für Arbeit
Arbeitsmarkt, Foto: Bundesagentur für Arbeit

Im Februar 2016 waren im Landkreis Vorpommern-Greifswald 16.899 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vormonat sank damit die Arbeitslosenzahl um 83 Personen. „Üblicherweise erreicht die Arbeitslosigkeit im Februar ihren Höchststand. Umso erfreulicher ist es, dass bereits das zweite Jahr in Folge schon jetzt ein Rückgang verzeichnet werden konnte“, so Klaus-Peter Köpcke, operativer Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Greifswald. 

Auch der Vorjahresvergleich macht die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt noch einmal deutlich. Im Februar 2015 waren 18.132 Männer und Frauen, also 1.233 mehr, auf der Suche nach einem Job. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vorjahr von 15,1 auf aktuell 14,2 Prozent. 

Die Arbeitslosigkeit entwickelte sich im Hinblick auf die Personengruppen unterschiedlich. Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Ausländer hat gegenüber dem Vorjahresmonat mit einem Plus von 61,1 Prozent zwar deutlich zugenommen, beeinflusste die insgesamt gute Lage auf dem Arbeitsmarkt jedoch nicht wesentlich. „Aktuell ist die Sprache noch eine wesentliche Barriere zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt. Aber angesichts vieler junger Flüchtlinge besteht ein erhebliches Potential, das durch Investitionen in Bildung und Ausbildung qualifiziert werden kann“, benennt Köpcke die Herausforderungen für die nächste Zeit. 

Der Schwerpunkt der Förderung von Arbeitsuchenden liegt weiterhin auf der Unterstützung des Einstiegs in den Arbeitsmarkt. Im Berichtmonat befanden sich 841 Personen in einer beruflichen Weiterbildung. Das sind 74 weniger als im Vorjahr. Einen deutlichen Rückgang von 26,2 Prozent gab es dagegen bei den Arbeitsgelegenheiten. Im Februar waren 638 Frauen und Männer auf dem sogenannten 2. Arbeitsmarkt beschäftigt. 

Arbeitslosenquoten in den Geschäftsstellen 

Anklam 18,6 Prozent,
Greifswald 11,2 Prozent,
Pasewalk 17,2 Prozent,
Ueckermünde 15,7 Prozent,
Wolgast 15,2 Prozent

Im Agenturbezirk stellt sich die Entwicklung des Arbeitsmarkts unterschiedlich dar. Den deutlichsten Rückgang im Vorjahresvergleich verzeichnete die Geschäftsstelle Greifswald (- 8,2 Prozent). Am geringsten fiel der Rückgang in der Anklamer Region aus (- 4,0 Prozent) 

Unterschiede zwischen den Rechtskreisen im Vorjahresvergleich 

Kundinnen und Kunden beider Rechtskreise profitieren vom Rückgang der Arbeitslosigkeit. Die Agentur für Arbeit (Rechtskreis SGB III, Arbeitslosenversicherung) betreute im Februar 5.629 Arbeitslose. Das sind 668 weniger als im Februar 2015. Die Jobcenter (Rechtskreis SGB II, Grundsicherung) waren für 11.270 Arbeitslose verantwortlich, 565 weniger als vor einem Jahr.

Die Zunahme der ausländischen Arbeitslosen macht sich in den Jobcentern am deutlichsten bemerkbar. Sie betreuten im Februar 690 ausländische Personen. Bei der Agentur für Arbeit waren 228 gemeldet. Insgesamt stellen Ausländer mit einem Anteil von 5,4 Prozent an allen Arbeitslosen aber weiterhin eine kleine Gruppe dar. 

Stellenmarkt 

Im Berichtsmonat konnten die Vermittlerinnen und Vermittler des gemeinsamen Arbeitgeberservice 735 neue Stellen einwerben. Das sind 154 beziehungsweise fast 27 Prozent mehr Vakanzen als vor 12 Monaten. Die meisten Offerten stammen aus der nördlichen Region des Agenturbezirks. In den Geschäftsstellen Wolgast und Greifswald werden aktuell 1.210 der insgesamt 1.782 offenen Stellen betreut.

Die größte Nachfrage gibt es aufgrund des anstehenden Saisonbeginns aus der Hotel- und Gaststättenbranche (345). Viele Nachfragen stammen auch aus dem Bereich der Arbeitnehmerüberlassung (226), dem Gesundheits- und Sozialwesen (204) und dem Handel mit 168 Stellenangeboten.

Ausblick

Für März rechnet der Arbeitsmarktexperte aufgrund der Frühjahrsbelebung mit einer weiter sinkenden Arbeitslosigkeit. „Spätestens mit dem Ostergeschäft, welches dieses Jahr in den März fällt, werden viele Einstellungen im Hotel- und Gaststättenbereich vorgenommen. Aber auch alle Arbeiten im Außenbereich tragen zu einer weiteren Entlastung am Arbeitsmarkt bei“, erläutert Köpcke.

Ausbildung

Die Firmen in unserer Region bieten über 100 verschiedene Ausbildungsberufe an. „Ich kann daher nur jedem Jugendlichen empfehlen, sich zu informieren“, so Köpcke. „Die nächste Gelegenheit dafür bietet die Ausbildungsmesse am Mittwoch, dem 09. März in Anklam“. Im Lilienthalcenter bieten über 45 Firmen aus der Region einen bunten Überblick über die vielfältigen Berufschancen in Vorpommern. Hier können die Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern mit potentiellen Arbeitgebern in Kontakt kommen, haben Gelegenheit ihre Fragen zu stellen und zu vergleichen. „Ein Besuch der Ausbildungsmesse von 13.00 bis 17.00 Uhr lohnt sich“, lädt Köpcke ein.

Agentur für Arbeit Greifswald

 

 

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