Agentur für Arbeit rechnet mit weiterem Rückgang der Arbeitslosigkeit

Arbeitsmarktlage auch im Juli stabil

Vorpommern-Greifswald | 05.08.2015

Arbeitsagentur Rostock stellt auf E-Akten um.Foto: Arbeitsagentur Arbeitsagentur Rostock; Foto: Arbeitsagentur

Der Juli 2015 war ein moderater Monat am vorpommerschen Arbeitsmarkt. Gegenüber dem Vormonat konnte jedoch wiederum ein leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit registriert werden. Die Quote verharrt mit 11,6 Prozent auf ihrem diesjährigen Tiefststand. Insgesamt waren 13.749 Männer und Frauen im Landkreis auf Jobsuche.

Vor einem Jahr lagen beide Werte noch spürbar höher. Hinter der im Juli 2014 ausgewiesenen Arbeitslosenquote von 12,5 Prozent stand zum damaligen Zeitpunkt eine Zahl von 14.985 arbeitslosen Menschen. Mit einer Reduzierung der Arbeitslosenzahl um 1.236 gegenüber dem Vorjahresmonat konnte auch im Juli wieder eine sehr erfreuliche Gesamtbilanz des Arbeitsmarktgeschehens gezogen werden.

Noch immer sind die Arbeitsmarktchancen der Frauen insgesamt in unserer Region besser als die der Männer. Dies schlägt sich auch in einer unterdurchschnittlichen Arbeitslosenquote von inzwischen 10,5 Prozent nieder. "Allerdings gab es hier keine Veränderung zum Vormonat, während bei den Männern erfreulicherweise eine Reduzierung zu verzeichnen ist", so Klaus-Peter Köpcke, operativer Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Greifswald.

Auffällig ist die positive Entwicklung bei den Älteren. Seit Jahresbeginn konnte der Trend der letzten Jahre gebrochen werden, in denen diese Altersgruppe - im Gegensatz zu allen anderen - nicht vom Aufwind auf dem Arbeitsmarkt profitierte. Bei den über 50-jährigen lag die Quote im Juli bei 12,3 Prozent und bei den über 55-jährigen bei 12,8 Prozent, während vor einem Jahr noch Werte von 13,8 bzw. 14,9 Prozent zu verzeichnen waren. "Unser Programm „700 Jobs für Ältere – 700 Chancen für Unternehmen“ scheint Früchte zu tragen. Unser eingeschlagener Weg wird damit bestätigt“, freut sich Klaus-Peter Köpcke. 

Ein deutlicher Anstieg der Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vormonat ist lediglich bei jungen Leuten zwischen 15 und 25 Jahren festzustellen (von 9,9 auf 10,9 Prozent). Dieser ist allerdings mit Blick auf den Vergleichszeitraum des Vorjahres nicht ungewöhnlich. "Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit bei jüngeren Menschen im Juli ist durchaus üblich, da sich viele nach dem Ende von Ausbildung und Studium vorübergehend arbeitslos melden müssen. In den kommenden Monaten wird sich die Jugendarbeitslosigkeit aber wieder deutlich reduzieren", prognostiziert Klaus-Peter Köpcke. 

Auch im Juli wurden die Weiterbildungsbemühungen arbeitsloser Männer und Frauen wieder auf hohem Niveau finanziell unterstützt. Insgesamt wurden durch Agentur und Jobcenter 907 Fortbildungen und Umschulungen gefördert. "Damit und mit Eingliederungszuschüssen sowie Maßnahmen zur Eignungsfeststellung kann die direkte Beschäftigungsaufnahme gefördert werden. Darauf legen wir den Schwerpunkt in unserer Arbeitsmarktpolitik", so Klaus-Peter Köpcke. 

Arbeitslosenquoten in den Geschäftsstellen 

Anklam 15,3 Prozent,
Greifswald 10,4 Prozent,
Pasewalk 14,0 Prozent,
Ueckermünde 13,4 Prozent,
Wolgast 9,1 Prozent

Der Arbeitsmarkt stellt sich im Juli im Kreis Vorpommern-Greifswald recht unterschiedlich dar. Vergleichsweise günstig entwickelte sich die Arbeitslosigkeit in Ueckermünde; dort sank der Bestand an Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat um 12 Prozent. In Greifswald konnte demgegenüber eine Abnahme von 6 Prozent verzeichnet werden. 

Stellenmarkt 

Der Stellenzugang bleibt mit 509 neuen Arbeitsangeboten auf hohem Niveau. Von den an den Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcentern seit Januar gemeldeten 3.666 Stellen waren im Juli 1.519 zu besetzen. Nach wie vor gab es die größte Nachfrage aus der Hotel- und Gaststättenbranche (261). Viele Nachfragen gab es jedoch auch aus dem der Arbeitnehmerüberlassung (188) und dem Gesundheits- und Sozialwesen (201). 

Agentur für Arbeit Greifswald