Agentur für Arbeit

Arbeitsmarkt weiter im Aufschwung

Vorpommern-Greifswald | 30.05.2018

(v.l.) Angela Hömke, Sabine Meyer-Schmidt, Andrea Winkler, FOTO: Agentur für Arbeit Schwerin
Mit einem Lächeln zum neuen Job, FOTO: Agentur für Arbeit Schwerin

Im Mai 2018 präsentierte sich der Arbeitsmarkt im Landkreis Vorpommern-Greifswald wiederum ausgesprochen stabil. „Im Vorjahresvergleich hatten wir weniger Bewegung und der Trend weist mit einer Reduzierung der Arbeitslosigkeit von 5,8 Prozent im Vorjahresvergleich weiter in die richtige Richtung“, freut sich Heiko Miraß, Chef der Greifswalder Arbeitsagentur, über die aktuellen Ergebnisse.

Die Zahl der Frauen und Männer ohne bezahlte Beschäftigung sank auf 10.732 und liegt damit um 665 unter dem Vorjahreswert. Die Arbeitslosenquote, im Mai 2017 noch 9,7 Prozent, ist auf 9,3 Prozent gesunken. 

Nach einem sehr guten Saisonstart im ersten Quartal, verläuft die Marktentwicklung nun auch im zweiten Quartal des Jahres 2018 ausgesprochen günstig. „Erwartungsgemäß konnte der Arbeitsmarkt in den letzten Wochen noch einmal kräftig vom Beginn der Tourismussaison profitieren. Aufgrund des anhaltend guten Wetters und der Feiertage im Mai hatten die Betriebe des Hotel- und Gaststättenwesens gut zu tun“, erläutert der Agenturchef. 

Von dem positiven Trend profitieren fast alle Personengruppen. Im Vergleich zum Vorjahr ist lediglich die Zahl arbeitslosen Ausländer um 136 Personen beziehungsweise 20,3 Prozent angestiegen. Ihr Anteil von aktuell 5,0 Prozent an allen arbeitslos gemeldeten Männern und Frauen ist aber immer noch auf einem sehr niedrigen Niveau. „Auch wenn der Markt aufnahmefähig ist, können viele ausländische Mitbürger nicht von heute auf morgen eine Arbeit aufnehmen“, so Miraß. „Wir beobachten aber, dass immer mehr junge Flüchtlinge den Wert einer soliden Berufsausbildung erkennen. Rund 70 von ihnen stehen engen Kontakt mit unser Berufsberatung“, so Miraß. 

Auch im Mai setzen Arbeitsagentur und Jobcenter weiter ihren Schwerpunkt auf eine möglichst arbeitsmarktnahe Förderung. Insgesamt wurden im Berichtsmonat 742 Frauen und Männer in Umschulungen oder Fortbildungen auf eine neue Tätigkeit vorbereitet. 729 Menschen unterstützten die Arbeitsagentur und die Jobcenter im Zusammenhang mit der Aufnahme einer neuen Beschäftigung. 

Arbeitslosenquoten in den Geschäftsstellen

Anklam 12,5 Prozent, Greifswald 7,8 Prozent, Pasewalk 12,8 Prozent, Ueckermünde 10,5 Prozent, Wolgast 7,3 Prozent 

In allen Geschäftsstellen ist die Zahl der arbeitslosen Personen gesunken. In der Geschäftsstelle Greifswald fiel der Rückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat mit 7,6 Prozent am stärksten aus. In der Geschäftsstelle Wolgast, wozu auch Usedom gehört, macht sich der saisonale Einfluss, mit dem stärksten Rückgang im Vormonatsvergleich, am deutlichsten bemerkbar. Hier liegt die Arbeitslosenquote aktuell bei 7,3 Prozent. 

Unterschiede zwischen den Rechtskreisen im Vorjahresvergleich

SGB III - 11,5 Prozent
SGB II - 3,3 Prozent 

Die Agentur für Arbeit (Rechtskreis SGB III, Arbeitslosenversicherung) betreute im Mai 3.084 Arbeitslose und damit 401 weniger als vor einem Jahr. Die Jobcenter (Rechtskreis SGB II, Grundsicherung) waren für 7.648 arbeitslose Personen verantwortlich, 264 weniger als im Mai 2017.

Stellenmarkt

Seit Jahresbeginn wurden dem Arbeitgeberservice 3.252 Stellen gemeldet. Aktuell laufen die Besetzungsprozesse für 2.286 Arbeitsangebote. Das sind 278 oder 13,8 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Die Arbeitgeber bieten fast ausschließlich (98 Prozent) sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsmöglichkeiten, meist zur sofortigen Besetzung (91 Prozent). Bei 1.709 Offerten (75 Prozent) handelt es sich um unbefristete Stellen. 

Die größte Nachfrage stammt aus dem Bereich der Arbeitnehmerüberlassung (356). Viele Nachfragen stammen aber auch weiterhin das Hotel- und Gaststättenwesen (300), dem Gesundheits- und Sozialwesen (273), dem verarbeitenden Gewerbe (259) und dem Handel mit 250 Stellenangeboten. 

Ausblick

Im vergangenen Jahr hat die Arbeitslosigkeit im Oktober ihren Tiefststand erreicht. Damals waren 10.578 Menschen ohne Job. Das entsprach einer Arbeitslosenquote von 9,0 Prozent. „Mit einer anhaltend robusten wirtschaftlichen Lage wird sich der positive Trend am Arbeitsmarkt fortsetzen und ich gehe davon aus, dass wir in diesem Jahr die 9-Prozent-Marke unterschreiten“, so Miraß.

 

 

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