Arbeitsagentur Greifswald

Arbeitsagentur Greifswald: Arbeitsmarkt weiter im Aufschwung

Vorpommern-Greifswald | 02.06.2015

Arbeitsagentur, Arbeitslosigkeit, Stellensuche_Foto: Bundesagentur für Arbeit Foto: Bundesagentur für Arbeit

Im Mai 2015 präsentierte sich der Arbeitsmarkt im Landkreis Vorpommern-Greifswald wiederum ausgesprochen stabil. „Im Vorjahresvergleich hatten wir weniger Bewegung und der Trend weist mit einer Reduzierung der Arbeitslosigkeit von 7,0 Prozent im Vorjahresvergleich weiter in die richtige Richtung“, freut sich Heiko Miraß, Chef der Greifswalder Arbeitsagentur, über die aktuellen Ergebnisse.

Die Zahl der Frauen und Männer ohne bezahlte Beschäftigung sank auf 14.587 und liegt damit um 1.102 unter dem Vorjahreswert. Die Arbeitslosenquote, im Juni 2014 noch 13,1 Prozent, ist auf 12,3 Prozent gesunken. 

Nach einem sehr guten Saisonstart im ersten Quartal, verläuft die Marktentwicklung nun auch im zweiten Quartal des Jahres 2015 ausgesprochen günstig. Seit längerer Zeit werden die Werte der jeweiligen Vorjahresmonate im nennenswerten Umfang unterboten. 

„Erwartungsgemäß konnte der Arbeitsmarkt in den letzten Wochen noch einmal kräftig vom Beginn der Tourismussaison profitieren. Noch erfreulicher ist aber die Aufholbewegung im südlichen Teil des Landkreises“, weist Heiko Miraß auf einen aktuellen Trend hin. So konnten die stärksten Rückgänge in der Arbeitslosigkeit in den Geschäftsstellen Pasewalk und besonders Ueckermünde verbucht werden. 

Positiv stellt sich auch der Trend in der Entwicklung anderer Strukturgrößen dar. „Die Arbeitslosenquote älterer Bewerber über 55 Jahre ist im Vergleich zum letzten Jahr am stärksten gesunken. Wir liegen mit unseren verstärkten Vermittlungsanstrengungen für diese Personengruppe offenbar genau richtig“, verweist der Agenturchef auf die ersten Ergebnisse des Sonderprojektes „700 neue Jobs für Ältere – 700 Chancen für Unternehmen“. Ebenfalls günstig die Entwicklung bei den schwerbehinderten Bewerbern. Schien in den letzten Monaten die Marktentwicklung etwas an dieser Bewerbergruppe vorbeizugehen, liegen nunmehr auch hier die aktuellen Werte wieder unter denen des selben Vorjahresmonats. 

Fast unverändert das Bild bei den arbeitsmarktpolitischen Fördermaßnahmen, Stabilität bei der beruflichen Weiterbildung und der Förderung der Beschäftigungsaufnahme durch Eingliederungszuschüsse oder kurze modulare Maßnahmeangebote, Rückgänge andererseits bei den Fördermöglichkeiten des zweiten Arbeitsmarktes durch eine Reduzierung der sogenannten 1-€-Jobs und den Wegfall des Bundesprogramms Bürgerarbeit. Beide Jobcenter werden sich zur teilweisen Kompensation dieser Einschnitte an den neu aufgelegten Förderprogrammen des Bundes zur Unterstützung Langzeitarbeitsloser und zur Förderung der sozialen Teilhabe beteiligen.  

Arbeitslosenquoten in den Geschäftsstellen

Anklam 16,4 Prozent,
Greifswald 10,9 Prozent,
Pasewalk 15,2 Prozent,
Ueckermünde 13,5 Prozent,
Wolgast 10,2 Prozent 

In allen Geschäftsstellenbereichen liegt die aktuelle Quote unter der des Vorjahres. Besonders erfreulich ist die Entwicklung im Bereich Ueckermünde. Dort sank die Arbeitslosenquote von 15,7 Prozent im letzten Jahr auf nur noch 13,5 Prozent im Mai 2015.  

Unterschiede zwischen den Rechtskreisen im Vorjahresvergleich
SGB III - 10,0 Prozent
SGB II - 5,8 Prozent 

Stellenmarkt

Die Zahl der seit Jahresbeginn durch die Vermittler des gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur und der beiden Jobcenter erhöhte sich im Mai auf 2.529. Aktuell laufen die Besetzungsprozesse für 1.478 Arbeitsangebote. Die größte Nachfrage gibt es aus dem Gesundheits- und Sozialwesen (194), gefolgte von der Hotel- und Gaststättenbranche (290), der Arbeitnehmerüberlassung mit 168 und dem Handel mit 159 Stellenangeboten. 

Ausblick

Mit Sicherheit wird die Arbeitslosenquote im Bereich Wolgast/Usedom im Juni unter die 10-Prozent-Marke fallen. Ob und wann das auch in Greifswald schon in diesem Jahr gelingt, ist noch offen.

„Es ist momentan keine wirtschaftliche Eintrübung in Sicht, die sich negativ auf den Arbeitsmarkt auswirken könnte. Kleine Unsicherheiten können sich natürlich im Tourismus immer ergeben, wenn das Wetter nicht mitspielt, aber das wird den großen Trend nicht nachhaltig beeinflussen“, schaut Heiko Miraß optimistisch auf die nächsten Monate.