Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus

Wirtschaftstreffen der "Mittwochsrunde zu Wismar"

Nordwestmecklenburg | 25.02.2015

Harry Glawe
Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus

Rund 120 Unternehmer und Vertreter aus Politik, Verwaltung sowie dem öffentlichen Leben trafen sich heute zum traditionellen Neujahrsempfang der „Mittwochsrunde zu Wismar“ im phanTECHNIKUM in Wismar. „Die Konjunktur in unserem Land ist stabil - wir haben wieder mehr Beschäftigung und eine gute Investitionsbereitschaft der Betriebe. Engagierte Unternehmer im Landkreis Nordwestmecklenburg und der Hansestadt Wismar tragen dazu bei, dass unser Land sich weiter positiv entwickelt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe.

Unternehmen investierten rund 468 Millionen Euro 

Seit 2007 wurden im Rahmen der „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) 202 neue Investitionsvorhaben im Landkreis Nordwestmecklenburg unterstützt, die ein Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von rund 468 Millionen Euro aufwiesen. Mit den Investitionsvorhaben entstanden rund 1.791 neue Arbeitsplätze, weitere 5.643 wurden gesichert. „Besonders hervorzuheben ist, dass rund 80 Prozent der Investitionen das verarbeitende Gewerbe betreffen. Dieser Bereich ist für die wirtschaftliche Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern wichtig, schließlich folgen daraus in der Regel Wachstumsimpulse für andere Branchen“, so Glawe weiter. Derzeit liegen 13 Anträge von Unternehmen mit einem Investitionsvermögen in Höhe von 22,7 Millionen Euro vor, darunter vier für die Hansestadt Wismar. Mit den Investitionsvorhaben sollen rund 73 Arbeitsplätze entstehen und 223 Arbeitsplätze gesichert werden. 

Jüngste Beispiele für Unternehmenserweiterungen in der Region sind die AERO-Coating Beschichtungstechnologien GmbH in Wismar, die EGGER Holzwerkstoffe Wismar GmbH und Co. KG oder die Arla Foods Deutschland GmbH in Upahl. „Die Investitionen sind ein Beleg für das Vertrauen der Unternehmen in die weitere Entwicklung der Region. Das Wirtschaftsministerium wird weiter von der Wirtschaftsförderung über die kommunale Infrastruktur bis zur Städtebauförderung dabei unterstützen, dass attraktive Bedingungen für Erweiterungen oder Neuansiedlungen geschaffen werden“, sagte Glawe.

Zahlen zur Region Wismar und Nordwestmecklenburg:

Förderung von Infrastrukturmaßnahmen seit 2007 

Seit 2007 wurden aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) sowie der Europäischen Fonds EFRE, ELER und außerhalb der Gemeinschaftsaufgabe im Landkreis Nordwestmecklenburg 38 Investitionsvorhaben bei einem Gesamtvolumen von 66,9 Millionen Euro mit 50 Millionen Euro gefördert. Dabei handelte es sich unter anderem um den zweiten Bauabschnitt zur Erschließung des Gewerbegebietes Nord in Rehna, die Erweiterung des Gewerbegebietes Holmer Berg in Dassow oder den Ausbau der Promenade in Timmendorf. Derzeit liegen aus dem Landkreis Nordwestmecklenburg 15 Anträge zur Förderung von Infrastrukturvorhaben vor, die Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 44 Millionen Euro umfassen. „Ziel ist auch künftig die Schaffung und Sicherung gewerblicher Arbeitsplätze sowie die weitere Belebung der Wirtschaft. Deshalb werden wir auch weiter investive Maßnahmen der wirtschaftsnahen und touristischen Infrastruktur unterstützen, die die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen verbessern“, betonte Glawe. 

Städtebauförderung im Landkreis Nordwestmecklenburg und Wismar 

Von 2007 bis 2014 sind rund 44,3 Millionen Euro aus der Städtebauförderung im Landkreis Nordwestmecklenburg und der Hansestadt Wismar investiert worden. Die Fördermittel wurden unter anderem für die Sanierung der drei Hauptkirchen in Wismar (St. Georgen, St. Marien und St. Nikolai), die Modernisierung und Instandsetzung von Wohnungen sowie die Neugestaltung zahlreicher Straßen und Plätze eingesetzt. „Mit Unterstützung der Städtebauförderung schaffen wir zukunfts- und wettbewerbsfähige Städte, die ein attraktives Umfeld zum Leben und Arbeiten bieten. Gleichzeitig ergeben sich durch ein verschönertes Stadtbild positive Impulse auf den Tourismus, denn die sanierten Städte sind beliebte Anziehungspunkte unserer Gäste“, hob Glawe hervor. 

Arbeitsmarkt und Tourismus in der Region 

Die Arbeitslosenquote in Mecklenburg-Vorpommern lag im Januar 2015 bei 12,3 Prozent und 102.200 Arbeitslosen. Dies ist die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Januar seit 1991. Der Landkreis Nordwestmecklenburg ist mit einer Arbeitslosenquote von 9,4 Prozent (7.832 Arbeitslose) unter dem Landesdurchschnitt. In Nordwestmecklenburg wurden 2014 mehr als zwei Millionen Übernachtungen (+2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und 543.000 Ankünfte (+6,1 Prozent) registriert. Die Hansestadt Wismar kam insgesamt auf 293.000 Übernachtungen (+1,8 Prozent) und 116.000 Ankünfte (+1,1 Prozent).

Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus

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