IHK zu Schwerin

Regionale Wirtschaft in Hochstimmung

Nordwestmecklenburg | 20.10.2016

Ludwig-Bölkow-Haus, Foto: IHK zu Schwerin
Ludwig-Bölkow-Haus, Foto: IHK zu Schwerin

60 Prozent lautet der Wert, der eindrucksvoll zeigt, in welcher guten Lage sich die meisten Unternehmen in Westmecklenburg derzeit befinden. So viele Unternehmen benennen ihre aktuelle Geschäftslage als „gut“. Zusammen mit den 35 Prozent, die sie als „befriedigend“ bewerten, ist dies der bisher höchste Wert seit Beginn der Erhebung im Jahr 1990. 

„Das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis für die Wirtschaft in Westmecklenburg“, kommentiert Siegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin, den Befund der Konjunkturumfrage Herbst 2016. „Unsere regionale Wirtschaft profitiert von der guten Konjunktur in Deutschland. Es zeigt zudem, dass unsere Unternehmen leistungsstark und wettbewerbsfähig sind. Sie schaffen weitere neue Stellen und sind das Aushängeschild für den Arbeits- und Investitionsstandort Westmecklenburg.“

Die sehr gute Geschäftslage zeigt sich in der gesamten Region sowohl zwischen Boizenburg und Plau am See als auch zwischen Poel und Dömitz. Auch über die drei Sektoren Industrie, Dienstleistungen und Handel wird dieses positive Stimmungsbild bestätigt. 

Ist der Zenit damit schon erreicht?

Die Erwartungshaltung der Unternehmen für eine weitere Verbesserung der Geschäfte geht etwas zurück auf 17 Prozent. Daher fällt auch der IHK-Konjunkturklimaindex für die Region Westmecklenburg leicht um 0,1 Indexpunkte und kann sein hohes Niveau mit aktuell 128,8 Indexpunkten halten. Es stellt sich die Frage, ob es für die wirtschaftliche Entwicklung noch weiter Luft nach oben gibt. Daher lohnt der Blick auf die Unternehmen, die ihre aktuelle Lage als „gut“ bewerten. Von den 60 Prozent erwarten 78 Prozent, dass sich ihre Geschäfte weiterhin so erfreulich entwickeln werden, wie aktuell. Nur 5 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung. 17 Prozent sind sogar der Meinung, dass sich ihre derzeit gute Lage nochmals verbessern wird.

„Der Zenit scheint daher noch nicht erreicht zu sein“, so Siegbert Eisenach. „Allerdings stehen die Unternehmen vor einer Reihe großer Herausforderungen. Die Personalakquise wird zunehmend schwieriger und hindert bei der Annahme neuer Aufträge. Auch die Digitalisierung der Organisations- und Produktionsprozess ist gerade für kleinere und mittlere Unternehmen mit vergleichsweise hohen Kosten verbunden. In der Entwicklung und Anwendung neuer Technologie liegen besondere Chancen für Produktivitätssteigerungen, Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Erschließung neuer Märkte. Es wäre fatal, wenn die Unternehmen dabei nicht unterstützt werden und das regionale Wirtschaftswachstum dadurch unnötig ausgebremst würde.“ 

Wirtschaft sucht: Fachkräfte und Auszubildende

Die gute Auftragslage sorgt vielfach dafür, dass die Unternehmen an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Gerade im Personalbereich zeigt sich der anhaltende Wettbewerb um die besten Köpfe. 42 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass sie derzeit offene Stellen haben, die sie seit mehr als zwei Monaten nicht besetzen können. Im Industriebereich benennen sogar 48 Prozent und damit knapp die Hälfte offene Stellen. Sowohl größere als auch kleinere bis mittlere Unternehmen verschiedenster Branchen suchen händeringend nach passenden Auszubildenden und Facharbeitern. Für die Zukunft erwarten die Unternehmen eine weitere Verknappung des Personalangebotes. „Die Landesregierung ist aufgefordert, den Wirtschafts- und Arbeitsstandort Mecklenburg-Vorpommern im internationalen Wettbewerb noch stärker zu vermarkten“, so Siegbert Eisenach abschließend.

IHK zu Schwerin

 

 

zurück drucken verlinken

Mehr zum Thema

Zusammenarbeit in der Metropolregion Harry Glawe

Am Montag hat in Schwerin die IHK-Wirtschaftskonferenz Westmecklenburg stattgefunden. Im Mittelpunkt stand das Thema Zusammenarbeit in der Metropolregion Hamburg. [ zum Artikel » ]

Wirtschaft in Westmecklenburg wächst kräftig weiter Foto: hxdyl / iStock / thinkstock

Die Wirtschaft in Westmecklenburg schätzt in der Gesamtheit ihre Lage weiterhin sehr positiv ein. Sogar die Geschäftserwartungen hellten sich nochmals auf. [ zum Artikel » ]

IHK begrüßte ungarischen Botschafter Der Botschafter der Republik Ungarn in Deutschland, S.E. Dr. Péter Györkös (sitzend), beim Besuch in der IHK, Foto: IHK zu Schwe

Der Botschafter der Republik Ungarn in Deutschland, S.E. Dr. Péter Györkös, wurde am 10. April 2017 in der Schweriner IHK von Präsident Hans Thon herzlich ... [ zum Artikel » ]

Westmecklenburg im Aufwind Ludwig-Bölkow-Haus, Foto: IHK zu Schwerin

Das Thema „Westmecklenburg im Aufwind“ hielt für die rund 350 Gäste des Jahresempfanges der IHK zu Schwerin 2017 am 8. Juni 2017 im Ludwig-Bölkow-Haus ... [ zum Artikel » ]

Erfolgreicher Abschluss der Hannover Messe 2017 51 Unternehmen aus MV sind Aussteller auf der Hannover Messe 2015, Foto: Hannover Messe

Im Rahmen seines Besuches der Hannover Messe und des Gemeinschaftsstandes Mecklenburg-Vorpommern zeigte sich Siegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin, ... [ zum Artikel » ]

„Wir verbinden den Norden“: (Bildmitte v.l.) Volker Rumstich, Vizepräsident der IHK zu Schwerin, Bernd Homfeldt, Projektleiter Schienenanbindung der Festen

Nach Fertigstellung des Fehmarnbelt-Tunnels wird die Bahnreise von Hamburg nach Kopenhagen in weniger als drei Stunden möglich sein – umweltfreundlich und an 365 Tagen ... [ zum Artikel » ]

101 Köpfe

Holger Behrndt, geschäftsführender Gesellschafter Behrndt und Herud GmbH

Lernen Sie Persönlichkeiten aus Mecklenburg-Vorpommern kennen! 

Holger Behrndt steckt voller Ideen, kann übers Wasser laufen und schätzt ein, wie lang der Weg zum papierlosen Büro sein wird. Er weiß, dass es wichtig ist, in generationsübergreifenden Belegschaften alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Weg der Digitalisierung mitzunehmen. Über sein Unternehmen, die Prozesse der Digitalisierung  und vieles andere unterhielten wir uns mit ihm kürzlich.

Bücher aus der Region

Neuerscheinungen;  Copyright EDITION digital Pekrul & Sohn GbR

rotz der aktuellen Einschränkungen infolge Corona-Krise geht das Lesen natürlich weiter, erklärt Verlegerin Gisela Pekrul, die Chefin der in Godern nahe der Landeshauptstadt Schwerin ansässigen EDITION digital. Allerdings seien dazu kreative Reaktionen nötig und andere Wege zu beschreiten als zu ganz normalen Zeiten. 

Anzeige
Anzeige

Bildergalerien

Faktor Wirtschaft

Titel FAKTOR WIRTSCHAFT 03/2020

IHK Zeitung Faktor Wirtschaft - März 2020

Titelthema:

Plädoyer für eine eigene wirksame Interessenvertretung
Warum Julius Kessow erster IHK-Präsident wurde und Rainer Stoppel VV-Mitglied