IG Metall Küste und Nordmetall einigen sich auf Tarifabschluss

Entgelte der Metaller steigen um 2,8 und 2 Prozent

Nordwestmecklenburg | 19.05.2016

Unterschrift Vertrag, Gespräch, Verhandlung, Papier
Foto: Thinkstock/IStock/shironosov

Der Tarifabschluss für die Küste steht: Ab 1. Juli 2016 steigen die Entgelte in der ersten Stufe um 2,8 Prozent und ab 1. April 2017 in der zweiten Stufe um weitere zwei Prozent. Hinzukommt im Juni diesen Jahres ein Pauschalbetrag in Höhe von 150 Euro (Auszubildende: 65 Euro). Darauf haben sich die IG Metall Küste und der Arbeitgeberverband Nordmetall am Donnerstag in der vierten Verhandlung in Hamburg geeinigt. Sie übernehmen damit den Pilotabschluss aus Nordrhein-Westfalen.

„Dem Abschluss war eine harte Auseinandersetzung vorausgegangen. Mit ihrem ersten Angebot einer dauerhaften Tabellenerhöhung von 0,9 Prozent bewegten sich die Arbeitgeber auf historisch niedrigem Niveau“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. „Erst die kraftvollen Warnstreiks und die intensiven Vorbereitungen auf die 24-Stunden-Streiks haben für Bewegung bei den Arbeitgebern gesorgt.“ 

Der Tarifvertrag sieht die von den Arbeitgebern geforderte Differenzierung für verbandsgebundene Unternehmen in schlechter wirtschaftlicher Lage vor. Der Pauschalbetrag von 150 Euro kann innerhalb der Laufzeit verschoben, reduziert oder gestrichen werden. Außerdem lässt sich die zweite Stufe der Tariferhöhung von zwei Prozent um bis zu drei Monate verschieben. Voraussetzung ist in beiden Varianten die Zustimmung der IG Metall. 

Der Tarifabschluss gilt für 140.000 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie in Bremen, Hamburg, Nordwestniedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Die Laufzeit beträgt insgesamt 21 Monate.

IG Metall Küste 

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