cetacea GmbH

Wie Führung in der Corona-Krise gelingen kann

Vorpommern-Rügen | 23.03.2020

Symbolbild: Foto:  Jirsak / iStock / thinkstock
Symbolbild: Foto: Jirsak / iStock / thinkstock

Das Coronavirus hat die deutsche Wirtschaft mit voller Wucht erfasst. Auftragsrückgänge, Liquiditätsprobleme oder Kurzarbeit sind die Folge. Viele Menschen sind in Sorge, der Arbeitsalltag ist geprägt von Unsicherheit. In diesen Zeiten tragen Führungskräfte eine besondere Verantwortung – für ihr Unternehmen, aber vor allem auch für ihre Mitarbeiter.

„Die aktuelle Krise ist eine harte Probe für Führungskräfte. Viele sind mit der Komplexität der Situation überfordert, verfallen in einen Tunnelblick und starten Alleingänge. In solchen Zeiten ist es aber wichtig, Ruhe zu bewahren und analytisch vorzugehen“, sagt Dr. Katja Nagel, CEO der Unternehmensberatung cetacea. „Es bedarf eines Plans, der Sicherheit gibt. Sinnvoll ist es auch, den Blick schnell nach vorne zu richten und Lösungen zu finden. Dabei sind Transparenz und Nachvollziehbarkeit das A und O.“ 

Um Führungskräfte dabei zu unterstützen, in dieser schwierigen Zeit die richtigen Entscheidungen zu treffen, gibt die auf Transition Management spezialisierte Beratung aus München den Unternehmenslenkern zehn Tipps mit an die Hand:

  1. Deutliche Worte – Seien Sie ehrlich und objektiv in der Beschreibung der aktuellen Situation und der Gesamtlage Ihres Unternehmens. Dann kann sich jeder darauf einstellen.
  2. Sicherheit in der Unsicherheit – Schaffen Sie schnell Klarheit, wie es jetzt zunächst für jeden Einzelnen weitergehen soll. Erklären Sie, welche staatlichen Unterstützungsmaßnahmen Sie für Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter beanspruchen wollen. So beugen Sie Gerüchten und Lähmung vor.
  3. Offenes Ohr – Sprechen Sie mit den Menschen, hören Sie ihnen zu. Jeder hat neben der Arbeit jetzt auch große persönliche Herausforderungen. So bleiben Sie nahbar.
  4. Nähe trotz Distanz – Schaffen Sie emotionale Nähe und Verbundenheit und halten Sie den Kommunikationsfluss in Gang. In einer Krise ist das Bedürfnis nach Zuwendung und Empathie ungleich größer.
  5. Keine Kristallkugel – Geben Sie keine Prognosen für Ihr Geschäft, die nicht auf sicheren Daten beruhen. Weder die Dauer noch der weitere Verlauf der Krise sind derzeit seriös abzuschätzen. So bleiben Sie glaubwürdig.
  6. Mut zum Handeln – Lassen Sie Ihren Worten schnell sichtbare Taten folgen, um das Vertrauen der Belegschaft zu bewahren. Entschlossenheit zeigt Stärke in der Krise.
  7. Vorbild sein – Gehen Sie jetzt mit bestem Beispiel voran und seien Sie sich der Wirkung Ihres Verhaltens auf die Mitarbeiter bewusst, bei der Reduktion direkter sozialer Kontakte ebenso wie bei möglichem Gehaltsverzicht. Das motiviert zur Nachahmung.
  8. Neue Rituale – Beschreiten Sie neue Wege in ihren Meeting-Strukturen und schaffen Sie schnell neue Rituale in der täglichen Zusammenarbeit. Alte Rituale müssen ersetzt werden, sonst entsteht jetzt in dieser sorgenvollen Zeit zusätzliche Haltlosigkeit.
  9. Online-Kultur – Nutzen Sie soweit irgendwie möglich Medien, die persönlichen Kontakt ersetzen, etwa Videotelefonie. Das Bedürfnis nach Kommunikation ist im Menschen ungebrochen.
  10. Chancen – Bleiben Sie offen für Chancen, die sich im Dialog mit Ihren Teams für Ihr Geschäft ergeben können, auch in der Krise – neue Ideen kanalisieren Energie.

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