IHK Nord verdeutlicht in Berlin Potenziale der maritimen Wirtschaft

Meerestechnik sichert Energie- und Rohstoffversorgung

Vorpommern-Rügen | 17.09.2012

Roadshow maritime Wirtschaft 2012
Roadshow maritime Wirtschaft 2012; Copyright: Michel-Koczy.com

Die meerestechnische Wirtschaft setzt jährlich über 11 Milliarden Euro um und verzeichnet Wachstumsraten bis zu 20 Prozent. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit kommt dabei nicht nur den Küstenregionen zugute.

Von den Technologien zur nachhaltigen Nutzung der Energie- und Rohstoffressourcen der Meere profitiert die gesamte deutsche Wirtschaft. Dazu hat die IHK Nord, als Zusammenschluss 13 norddeutscher Industrie- und Handelskammern, gemeinsam mit der IHK Berlin heute in der Berliner IHK die Veranstaltung „Die nationale Bedeutung der maritimen Wirtschaft für die Energie- und Rohstoffgewinnung – Verflechtungen mit Berlin und Brandenburg“ durchgeführt.

Die Bedeutung der Technologieentwicklung für die Erschließung mariner Rohstoffe und die Nutzung der Offshore-Windenergie erläuterten die Referenten der Veranstaltung. Dazu zählten MdB Hans-Joachim Otto, Parl. Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Maritimer Koordinator der Bundesregierung, und Senator a.D. Jens Eckhoff, Präsident der Stiftung Offshore-Windenergie. Eine Expertenrunde aus Wirtschaft und Politik erörterte in der Podiumsdiskussion, welche Rahmenbedingungen für eine Entwicklung Deutschlands hin zu einem maritimen Hightech-Standort notwendig sind.

„Die maritime Industrie, die keineswegs nur in den Küstenländern sitzt, ist für die gesamte deutsche Wirtschaft von herausragender Bedeutung. Hierbei geht es um viel mehr als nur um die reibungslose Abwicklung des Außenhandels. Das Meer rückt zudem immer mehr in den Fokus unserer zukünftigen Energie- und Rohstoffversorgung", erklärt der Maritime Koordinator der Bundesregierung Hans-Joachim Otto.

Otto Lamotte, Präses der Handelskammer Bremen und Vorsitzender der IHK Nord, betont die wirtschaftliche Kraft der maritimen Technologien: „In der deutschen Meerestechnik sind mehr als 500 Unternehmen und mehr als 200 wissenschaftliche Institute engagiert. Allein in der Offshore-Windenergie dürfte laut einer Studie der Umsatz von 5,9 Milliarden Euro in 2010 auf 22,4 Milliarden Euro im Jahr 2021 steigen. Besonders die Offshoretechnologien Öl, Gas und Wind besitzen auch weiterhin großes Potenzial.“

Dr. Eric Schweitzer, Präsident der IHK Berlin, sagte: „Gegenwart und Zukunft unserer Rohstoff- und Energieversorgung im Inland sind von der maritimen Wirtschaft abhängig – und umgekehrt. Einerseits profitiert die deutsche Wirtschaft von den wertvollen Ressourcen der Meere und dem wachsenden Beitrag der Offshore-Windenergie für eine nachhaltige Energieversorgung. Andererseits sichert der Forschungs- und Wissenschaftsstandort Berlin mit seinen innovativen Unternehmen die Basis für eine erfolgreiche Weiterentwicklung maritimer Zukunftstechnologien."

Ein Magazin mit ausführlichen Informationen zur nationalen Bedeutung der maritimen Wirtschaft und Konjunkturdaten der Branche in der Region der IHK Nord stehen unter www.ihk-nord.de zum Download bereit.

Die IHK Nord ist ein Zusammenschluss 13 norddeutscher Industrie- und Handelskammern aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Sie vertreten knapp 700.000 Unternehmen in Norddeutschland und stützen sich auf rund 20.000 ehrenamtlich engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer. Arbeitsschwerpunkte sind die Hafenwirtschaft, die maritime Technologie, die Verkehrsinfrastruktur, die Tourismuswirtschaft und die Industrie.

www.ihk-nord.de

 

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