Studium Regenerative Energien

7,6 Mio. Euro für Forschung und Lehre im Bereich Erneuerbare Energien

Vorpommern-Rügen | 18.11.2015

Windenergie; Foto: Thinkstock/i-Stock/Silkwayrain
Windenergie; Foto: Thinkstock/i-Stock/Silkwayrain

Das Land legt ein Energieforschungsprogramm auf, das die zentralen Vorgaben der „Energiepolitischen Konzeption für Mecklenburg-Vorpommern“ aufgreift. An der Universität Rostock und der Fachhochschule Stralsund wird jeweils für die kommenden Jahre eine zusätzliche Professur eingerichtet, um die Forschung im Bereich Energie zu verstärken und das Studienangebot zu erweitern.

„Mit der Energiepolitischen Konzeption für Mecklenburg-Vorpommern wurde ein strategischer Rahmen für die politische Gestaltung der Energiewende in unserem Land abgesteckt. Damit die Umsetzung der Energiewende gelingt, benötigen wir dringend Innovationen aus Forschung und Entwicklung. Damit verbunden sind neue, vielfältige und spannende Tätigkeitsfelder für junge Menschen, die in ihrer Ausbildung auf die kommenden Aufgaben vorbereitet werden sollen. Deshalb freue ich mich über die Zielvereinbarung zweier Ressorts mit zwei Hochschulen. Sie zeigt neben allen fachlichen Erwägungen, dass die Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Denn als Bildungsthema und -auftrag wird die Idee einer nachhaltigen Energieversorgung zukunftsfähig“, so Energieminister Christian Pegel.

Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung hat dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in der laufenden EU-Förderperiode 6 Millionen Euro für das Energieforschungsprogramm zur Verfügung gestellt. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF). Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur ergänzt das Forschungsprogramm durch Mittel aus dem Hochschulpakt und der Großgeräteförderung.

„Mit den Investitionen in Lehre und Forschung verfolgen wir das erklärte Ziel der Landesregierung, die Energiewende voranzutreiben“, betonte Wissenschaftsminister Mathias Brodkorb. „Zugleich sind die heute geschlossenen Vereinbarungen ein besonders gutes Beispiel dafür, wie zwei Ministerien ressortübergreifend im Sinne einer Sache konstruktiv zusammenarbeiten. Von den Forschungsergebnissen an den Hochschulen profitieren die Unternehmen der Branche im Land, weil die Forschungsprojekte zielgerichtet an deren Bedürfnissen ausgerichtet sein sollen“, so der Wissenschaftsminister.

Die Universität Rostock stärkt den Bereich Energietechnik mit den Schwerpunkten „Modellierung von elektrischen Energieversorgungsnetzen“, „Kopplung von Gleich- und Drehstromnetzen“, „Integration regenerativer Energiequellen und von Energiespeichern“ sowie „wirtschaftliche Betrachtungen von Energieversorgungsverteilungsnetzen und -speichernetzen“. Dazu besetzt die Universität Rostock vom Jahr 2017 an eine Professur für „Elektrische Energieversorgung“ vorzeitig wieder. Die Zahl von 93 Studienanfängerplätzen im Bereich der Elektrotechnik wird vorübergehend jährlich um 8 Plätze erhöht. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur leistet eine Anschubfinanzierung in Höhe von 855.000 Euro.

„Die Stärkung dieser Lehr- und Forschungsbereiche an der Universität Rostock sowie an der Fachhochschule Stralsund machen deutlich, dass das Land klar erkannt hat, dass die Energieversorgung im Bereich Erneuerbare Energien ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor der Zukunft sein wird“, so der Rektor der Universität Rostock, Prof. Wolfgang Schareck.

An der Fachhochschule Stralsund wird der fachbereichsübergreifende Bachelorstudiengang „Regenerative Energien“ deutlich ausgebaut und weiterentwickelt. Die Zahl von 51 Studienanfängerplätzen wird im Bereich der Elektrotechnik vorübergehend jährlich um 14 Plätze erhöht. Die Fachhochschule Stralsund besetzt zusätzlich eine Professur „Regenerative Energietechnik“. Der Professur kommt auch die Aufgabe der Beratung einschlägiger Unternehmen und öffentlicher Einrichtungen zu. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur leistet eine Anschubfinanzierung in Höhe von 750.000 Euro.

Der Rektor der Fachhochschule Stralsund, Prof. Falk Höhn sagte: „Ich freue mich sehr, dass wir diese Teilzielvereinbarung geschlossen haben. Der Studiengang kann sich jetzt deutlich weiterentwickeln und damit gelingt es letztlich der Hochschule, ein an die aktuellen Erfordernisse angepasstes Studium anzubieten. Das neue Studiengangskonzept trifft jetzt schon auf großes Interesse bei der Wirtschaft – auch im internationalen Rahmen.“

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

zurück drucken verlinken

Mehr zum Thema

Jahresprogramm für Weiterbildungen fokussiert erneuerbare Energien Foto: Landeszentrum für Erneuerbare Energien

Das Landeszentrum für erneuerbare Energien hat die Intension, Schnittstelle für Netzwerkpartner rund um die Themenkomplexe Energie, Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu ... [ zum Artikel » ]

Arcardis Ost genehmigt Lage des Windparks Arcardis Ost; Quelle: KNK Wind GmbH

Der Standort des Offshore-Windparks »ARCADIS Ost 1« liegt in der deutschen Ostsee, etwa 19 km nordöstlich von Kap Arkona (Insel ... [ zum Artikel » ]

Preis an Stralsunder Fachhochschule für Wirtschaftspraxis ausgelobt Symbolbild Auszeichnung; Quelle: Fotolia

An der Fachhochschule Stralsund ist erstmals der Preis „Stralsunder Hochschulabsolventen in der Wirtschaftspraxis“ ausgelobt worden. „Ideenreichtum und ... [ zum Artikel » ]

Europas erster kommerzieller Batteriespeicher übertrifft Erwartungen Das WEMAG-Batteriekraftwerk in Schwerin Lankow (Foto: WEMAG)

Europas erster kommerzieller Batteriespeicher hat die in ihn gesetzten Erwartungen, trotz weiterhin systematischer Benachteiligung von Speichern gegenüber konventionellen ... [ zum Artikel » ]

IT-Sicherheitskonferenz - Fachhochschule Stralsund  Wie sicher ist Ihr E-Mail Versand? Foto: Marco_Piunti / iStock/ Thinkstock

Vom 18.-20. September findet an der Fachhochschule Stralsund die 3. IT-Sicherheitskonferenz statt. Auch diesmal erwartet die Teilnehmer ein umfangreiches Programm zu aktuellen ... [ zum Artikel » ]

WEMAG AG WEMAG AG

Wie können erneuerbare Energien sinnvoll ausgebaut werden? Wie bleiben die Energieversorgung gewährleistet und die Systemsicherheit erhalten? Welche Speichermedien ... [ zum Artikel » ]

101 Köpfe

Holger Behrndt, geschäftsführender Gesellschafter Behrndt und Herud GmbH

Lernen Sie Persönlichkeiten aus Mecklenburg-Vorpommern kennen! 

Holger Behrndt steckt voller Ideen, kann übers Wasser laufen und schätzt ein, wie lang der Weg zum papierlosen Büro sein wird. Er weiß, dass es wichtig ist, in generationsübergreifenden Belegschaften alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Weg der Digitalisierung mitzunehmen. Über sein Unternehmen, die Prozesse der Digitalisierung  und vieles andere unterhielten wir uns mit ihm kürzlich.

Bücher aus der Region

Neuerscheinungen;  Copyright EDITION digital Pekrul & Sohn GbR

rotz der aktuellen Einschränkungen infolge Corona-Krise geht das Lesen natürlich weiter, erklärt Verlegerin Gisela Pekrul, die Chefin der in Godern nahe der Landeshauptstadt Schwerin ansässigen EDITION digital. Allerdings seien dazu kreative Reaktionen nötig und andere Wege zu beschreiten als zu ganz normalen Zeiten. 

Anzeige
Anzeige

Bildergalerien

Faktor Wirtschaft

Titel FAKTOR WIRTSCHAFT 03/2020

IHK Zeitung Faktor Wirtschaft - März 2020

Titelthema:

Plädoyer für eine eigene wirksame Interessenvertretung
Warum Julius Kessow erster IHK-Präsident wurde und Rainer Stoppel VV-Mitglied