IHK-Bezirk Rostock

Wirtschaft guckt mit Zuversicht auf 2016

Rostock | 09.02.2016

Foto:   anyaberkut / iStock / thinkstock
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Der gewerblichen Wirtschaft im IHK-Bezirk Rostock geht es zu Jahresbeginn überwiegend sehr gut. Die guten Werte der Vorumfrage vom Herbst 2015 bestätigen sich in der aktuellen Umfrage im Januar 2016. Der IHK-Geschäftsklimaindex steigt leicht um einen Punkt auf sehr gute 125 Punkte. Zurückzuführen ist diese Verbesserung auf einen optimistischeren Ausblick für die kommenden zwölf Monate. 

Die freundlicheren Geschäftsaussichten spiegeln sich allerdings nicht in den Beschäftigungsplänen der Unternehmen wider. Ein weiterer Ausbau der Personalbestände steht für viele Unternehmen in diesem Jahr nicht auf der Agenda. Zu diesen Ergebnissen führte die Auswertung der Antworten von 222 Unternehmen im Rahmen der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK zu Rostock, die im Januar 2016 durchgeführt wurde. 

„Die Unternehmen im Bezirk der IHK zu Rostock behaupten sich erfolgreich auf einheimischen und internationalen Märkten. Die zunehmende Besorgnis der Unternehmer in Bezug auf die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen sollte die Politik alarmieren, geplante Einschränkungen wie etwa bei Zeitarbeit und Werkverträgen noch einmal kritisch zu hinterfragen“, kommentiert Jens Rademacher, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Rostock, die Resultate der IHK-Konjunkturumfrage. 

Geschäftslage auf hohem Niveau stabil

Die Beurteilung der Geschäftslage verbleibt gegenüber der Vorumfrage im Herbst positiv. Die Hälfte der Unternehmen berichtet über gute Geschäfte. Vier von zehn Unternehmen sind mit ihrem wirtschaftlichen Status quo zufriedenen. Lediglich sechs Prozent schätzen ihre Lage als schlecht ein. Besonders die Verkehrs- und Logistikwirtschaft sowie das Gastgewerbe vermelden sehr positive Werte. Schwieriger ist die Situation im Verarbeitenden Gewerbe. Der Anteil der Industriebetriebe mit einer guten aktuellen Geschäftslage sinkt von knapp der Hälfte auf ein Drittel. 

Optimismus nimmt leicht zu

Befragt nach den Geschäftsperspektiven für die kommenden zwölf Monate zeigt sich eine etwas optimistischere Vorausschau der Unternehmen. Gingen im Herbst noch 16 Prozent der Befragten von einer Verschlechterung ihrer Lage in den kommenden zwölf Monaten aus, so sind es aktuell nur noch 13 Prozent. Etwas an Brisanz verloren haben für die befragten Firmen die Themen Fachkräftemangel und die Entwicklung der Arbeitskosten. Eine Ausnahme bilden erneut die Betriebe im Gastgewerbe. Hohe Arbeitskosten und die schwierige Verfügbarkeit von Fachpersonal bereiten der Branche, weit stärker als anderen Wirtschaftssektoren, starke Probleme. Lediglich das Baugewerbe hat hinsichtlich der Fachkräfteverfügbarkeit vergleichbar große Sorgen. 

Investitionspläne zurückhaltender

Die leicht optimistischeren Geschäftserwartungen zeigen sich noch nicht in den Investitionsplänen. Der Anteil der Unternehmen, die in den kommenden zwölf Monaten mehr investieren wollen, liegt mit 21 Prozent knapp über den verringerten Investitionsbudgets. Die wesentlichen Motive für Unternehmensinvestitionen sind Modernisierung und Ersatzbeschaffung sowie Maßnahmen zur Rationalisierung.

Beschäftigungsausbau stagniert

Die verbesserten Geschäftsaussichten spiegeln sich allerdings nicht in den Beschäftigungsplänen der Unternehmen wider. Die Personalabbaupläne überwiegen die Neueinstellungspläne. Dennoch wollen 13 Prozent der Befragten ihre Mitarbeiterzahl steigern und 70 Prozent planen mit einem unveränderten Personaleinsatz.

IHK zu Rostock

 

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