Pflegekräfte Bedarf steigt weiter

Wir brauchen höhere Löhne und attraktivere Arbeitsbedingungen

Rostock | 12.10.2017

Symbolbild, Foto: kunertus/iStock/Thinkstock
Symbolbild, Foto: kunertus/iStock/Thinkstock

Sozialministerin Drese besuchte am heutigen Donnerstag den „Unternehmertag Pflege 2017“ Mecklenburg-Vorpommern des Bundesverbandes Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad e.V.). In ihrem Grußwort sprach sie sich für eine Attraktivitätssteigerung des Pflegeberufes und eine Stärkung der Pflege in Mecklenburg-Vorpommern aus und verwies auf Reformen im Dritten Pflegestärkungsgesetz und im Landespflegegesetz.

Nach den Ergebnissen der zuletzt veröffentlichten Pflegestatistik waren Ende 2015 in Mecklenburg-Vorpommern über 79.000 Personen pflegebedürftig. Das sind 6.700 Personen mehr als noch zwei Jahre zuvor. Die Tendenz ist weiter steigend.

„Der ausgewogene Mix aus professionellen, familiären und ehrenamtlichen Struktur- und Hilfeangeboten ist nach meiner festen Überzeugung ein erfolgreiches Modell, um den Herausforderungen des demografischen Wandels in Mecklenburg-Vorpommern zu begegnen“, betonte Ministerin Drese. „Den Wunsch der meisten Pflegebedürftigen so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben, folgen wir in Mecklenburg-Vorpommern mit unserem Grundsatz ambulant vor stationär.“, so Drese. Daher setze das Land auf die weitere Stärkung der häuslichen, ambulanten und teilstationären Pflege, u.a. durch weitere Pflegestützpunkte mit Beratung und Hilfsangeboten für Pflegebedürftige und Angehörige.

Die Ministerin appellierte an die Pflegeunternehmen und Leitungskräfte von Pflegeeinrichtungen zur Attraktivitätssteigerung des Pflegeberufs beizutragen. Gerade in Mecklenburg-Vorpommern würden viele Absolventen nach ihrer erfolgreichen Ausbildung in andere Bundesländer abwandern. „Deshalb brauchen wir höhere Löhne und attraktivere Arbeitsbedingungen für die Pflegekräfte in unserem Land“, sagte Drese heute in Rostock.

Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

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