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Straftaten im Netz kosten 1,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Rostock | 10.06.2014

Internet, Quelle: Fotolia
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Im internationalen Vergleich erleidet Deutschland die höchsten Verluste durch Cybercrime. 1,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts wurden im Jahr 2013 durch Straftaten im Netz vernichtet. So ein Ergebnis der internationalen Studie "Net Losses – Estimating the Global Cost of Cybercrime“ des Center for Strategic and International Studies (CSIS) und McAfee.

McAfee, ein Geschäftsbereich von Intel Security, schätzt die globalen jährlichen Kosten durch Cyberkriminalität auf über 400 Milliarden USD. Die G20-Länder erleiden die größten Verluste: die vier stärksten Marktwirtschaften – USA, China, Japan und Deutschland – verzeichnen alleine Schäden im Wert von 200 Milliarden USD. Deutschland verliert laut Report 1,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. 

Im McAfee-CSIS-Report werden vielfältige Schadensarten in die Berechnung der finanziellen Auswirkungen von Cybercrime einbezogen: Von Wirtschaftsspionage, Finanzstraftaten und Marktmanipulation über die Opportunitäts- und „Aufräumkosten“ für Unternehmen bis hin zu den vielfältigen Vorfällen in Bezug auf persönliche Nutzerdaten. Die Aufräumkosten – im Report „Recovery Costs“, also Kosten, um die digitale Infrastruktur nach einem Angriff zu säubern und beispielsweise Image-Schäden einzudämmen – machen oft ein Vielfaches dessen aus, was Hacker eigentlich an Profit aus ihren Aktivitäten ziehen. In Italien beispielsweise schätzt der Report die Schäden durch Hacker auf 875 Millionen USD, die Recovery Costs aber auf 8,5 Milliarden USD. 

Mit Schäden in Höhe von etwa 1,6 Prozent des BIP trägt Deutschland im internationalen Vergleich anteilig die höchsten Kosten. Die Niederlande folgen hier mit 1,5 Prozent, gefolgt von den USA und Norwegen mit je 0,64 Prozent und China mit 0,63 Prozent. Je besser die jeweiligen Länder Daten erfassen, desto selbstbewusster sind die Länder auch, was die gemeldete Schadenshöhe betrifft. In Deutschland wird beispielsweise im Vergleich viel erfasst – in Großbritannien weniger. Auch daraus können sich Unterschiede bei den BIP-Anteilen ergeben.

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