IG Metall Bezirk Küste

Starke Warnstreiks an der Küste

Rostock | 12.01.2018

Warnstreikaktion, Liebherr, Rostock  Foto: IG Metall Warnstreikaktion, Liebherr, Rostock Foto: IG Metall

Am Donnerstagabend und Freitag beteiligten sich 11.500 Beschäftigte aus mehr als 70 Betrieben an den Warnstreiks der IG Metall Bezirk Küste. Seit Beginn der Woche legten insgesamt 24.000 Beschäftigte aus 140 Betrieben für bis zu zweieinhalb Stunden die Arbeit nieder. 

„Das war ein starker Auftakt. In der ersten Welle haben sich deutlich mehr Beschäftigte als in den letzten Tarifrunden beteiligt“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. „Zur dritten Verhandlung am nächsten Donnerstag in Bremen werden wir zu weiteren Warnstreiks aufrufen“, kündigte der Gewerkschafter an. Zu zwei Demonstrationszügen und einer Kundgebung vor dem Verhandlungslokal erwartet die IG Metall in Bremen mehrere tausend Beschäftigte. „Wir werden den Arbeitgebern klar machen, dass sie sich jetzt endlich mit unseren Forderungen auseinandersetzen müssen. Mit der kurzen Vollzeit treten wir für ein neues Arbeitszeitmodell an, das für die Beschäftigten mehr Zeit zum Leben bieten soll“, so der Bezirksleiter. 

Bei Liebherr in Rostock waren 400 Beschäftigte im Warnstreik. 

Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Geld und einen Anspruch auf eine zeitweise Reduzierung der Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden, in bestimmten Fällen mit einem Entgeltausgleich. Weitere Themen der Tarifverhandlungen sind eine bezahlte Freistellung vor Prüfungen für Auszubildende und Dual-Studierende, Regelungen zum Personalausgleich und für Umkleidezeiten, die Angleichung der Schichtzuschläge und eine Verhandlungsverpflichtung für einen Prozess zur Angleichung der Tarifverträge im Osten.

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