Lebendige Einkaufsmeile zwischen Boulevard und Stadthafen als Ziel

Pariser Chic für die Lange Straße in Rostock

Rostock | 24.05.2011

Frau telefonierend
(c) Fotolia

Wochenlang hat eine leuchtend rote Fassade in der Langen Straße in Rostock die Blicke auf sich gezogen. Darüber stand das Versprechen "Laden zu verschenken".

"Mit dieser kreativen Aktion haben die Wohnungsgesellschaft Rostock (WIRO) und die Ostsee-Zeitung viele Existenzgründer angesprochen sowie zum Nachdenken und Mitmachen motiviert. Eine lebendige Einkaufsmeile zwischen Boulevard und Stadthafen in Rostock ist ein lohnendes Ziel", sagte Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph am Montag bei der Preisverleihung in Rostock.

Ausgezeichnet wurde Madlen Müller für ihre Geschäftsidee Pariser Mode und Accessoires in der Hansestadt anzubieten. Die Preisträgerin erhält ein Jahr lang die Nettokaltmiete - rund 18.000 Euro - erstattet sowie ein öffentlichkeitswirksames, auf die Idee abgestimmtes Werbekonzept. 18 zum Teil sehr ausgefallene Projektideen waren eingereicht worden.

"Ob Surf- und Bikershop, Einrichtungen für Kinderzimmer, Whiskywelten oder Babysitting, Design und Naturmode, die Geschäftsideen waren sehr abwechslungsreich", sagte Rudolph. Zur Auswahl standen auch Seidenaccessoires für den Herrn, Cup Cakes bis hin zu gesundheitsfördernden Heilsteinen.

"In Mecklenburg-Vorpommern haben 2010 mehr als 6.600 Menschen mit einer Existenzgründung den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt", sagte Rudolph. "Über alle Wirtschaftsbereiche hinweg betrachtet sind 10,3 Prozent aller Erwerbstätigen in Mecklenburg-Vorpommern selbstständig." Bundesweit liegt der Durchschnitt bei 11,0 Prozent.

"Das Land braucht mehr innovative Produkte und Geschäftsideen, sei es im verarbeitenden Gewerbe, in der Gesundheitswirtschaft, im Dienstleistungsbereich oder aber im Handel. Mecklenburg-Vorpommern unterstützt junge Existenzgründer deshalb ganz gezielt. Der Schritt in die Selbstständigkeit will jedoch auch gründlich überlegt und vorbereitet werden. Das Wirtschaftsministerium leistet hierbei konkrete und zielorientierte Unterstützung", sagte Rudolph.

Rudolph verwies auf die Existenzgründerqualifizierung mit individualisierten Bildungsschecks. Gründungswillige erhalten dabei nach einer Erstberatung Bildungsschecks und entscheiden selbstständig, welche Qualifizierungsmodule bei welchem Anbieter belegt werden. Von fast 4.000 bisher bewilligten Anträgen entfielen bis Ende April 1.573 auf die IHK Rostock und die Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern.

"Zur Betreuung von Existenzgründern in Mecklenburg-Vorpommern gehört auch das Mentoring-Programm. Junge Gründungswillige (Mentees) bekommen mit einem erfahrenen Unternehmer (Mentor) geballten Sach- und Fachverstand an die Seite", sagte Rudolph. Die Vermeidung von Anfängerfehlern sowie die kritische Hinterfragung von Geschäftsidee und Konzept gehören ebenso zu den Aufgaben eines Mentors wie die Vermittlung von unternehmerischen Kenntnissen und Fähigkeiten in der Gründungsphase.

"Gründer, die nicht über die erforderlichen finanziellen Mittel oder Kreditsicherheiten verfügen, können mit dem Mikrodarlehens-Fonds eine bestehende Finanzierungslücke schließen. Bis zu 20.000 Euro können im Einzelfall gewährt werden, wenn ein Arbeits- oder Ausbildungsplatz geschaffen wird. Seit 2009 wurden von 554 Anträgen auf ein Mikrodarlehen 257 positiv votiert und ca. 2,5 Mio. Euro an Darlehen bewilligt. Die Existenzgründerförderung in Mecklenburg-Vorpommern schließt die Unternehmensnachfolge ausdrücklich mit ein. Aktuell suchen etwa 1.900 Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern einen Nachfolger", sagte Rudolph.

WM - Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus

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