A20-Baustelle bei Tribsees

Neue Übergangslösung für A20-Baustelle bei Tribsees

Rostock | 27.02.2018

Die eingestürzte Autobahn bei Tribsees wird für die Dauer der Instandsetzung des Straßendamms provisorisch überbrückt. Grafik: M
Die eingestürzte Autobahn bei Tribsees wird für die Dauer der Instandsetzung des Straßendamms provisorisch überbrückt. Grafik: M

Die eingestürzte Autobahn bei Tribsees wird für die Dauer der Instandsetzung des Straßendamms provisorisch überbrückt. Mit Hilfe von Behelfsbrückenelementen soll der Straßendamm westlich der Trebeltalbrücke auf seiner gesamten Länge von ca. 700 Metern so wieder einspurig in jede Richtung befahrbar gemacht werden. Die Behelfsbrücke wird auf der südlichen Fahrbahn (Richtung Stettin) errichtet. Die Straßenbauverwaltung rechnet mit einer Realisierung noch im Verlauf dieses Jahres. Zur Zeit läuft die Ausschreibung für die Brückenelemente.

„Mit dem Rückführen des Verkehrs auf die Autobahntrasse werden nicht nur die Menschen an den bisherigen Umleitungsstrecken entlastet. Diese Lösung wird auch den Verkehrsfluss verbessern und trägt zudem schon zur endgültigen Instandsetzung des Autobahndamms bei“, sagt Infrastrukturminister Christian Pegel. Die Behelfsbrücke wird auf großen Bohrpfählen gegründet, auf denen später auch das zu erneuernde Autobahnteilstück ruhen soll. „Das spart Zeit und Kosten bei der endgültigen Instandsetzung. Und wir gehen davon aus, dass wir mit der Behelfsbrückenlösung deutlich früher fertig sein werden, als wir es mit dem Ableiter können“, fügt Pegel hinzu. 

„Wir hatten ganz zu Beginn bereits auf eine Behelfsbrückenlösung im Bereich der Schadstelle gesetzt, konnten diese aber wegen der unzureichenden Stabilität des Damms nicht realisieren“, erläutert Pegel. Daraufhin rückte die Wiedereinrichtung der alten Baustraße, des so genannten Ableiters, in den Fokus. „Aufgrund der Schwierigkeiten beim Grundstückserwerb ist jedoch nach wie vor unklar, ob und wie schnell sich dieser realisieren ließe. Mittlerweile gehen wir davon aus, dass er nicht vor 2019 in Betrieb genommen werden könnte“, so der Minister. 

Nach intensiven Untersuchungen und Recherchen ist es dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr gelungen, ein machbares Konzept für eine neue Behelfsbrückenlösung, jetzt über die gesamte Dammlänge, zu entwickeln. „Die Ausschreibung der benötigten Brückenelemente ist bereits erfolgt. Die Angebote sollen Anfang März vorliegen.“ Bis Ende März sollen zudem die Angebote für die Gründung der Behelfsbrücke eingegangen sein. „Dieser Auftrag wird in den kommenden Tagen ausgeschrieben“, so Pegel. 

Die Ergebnisse dieser Ausschreibungen werden zeigen, wie teuer diese Variante wird. „Ich gehe aber davon aus, dass diese Brückenlösung deutlich günstiger wird als der Bau des Ableiters, für den wir inzwischen bis zu 15 Millionen Baukosten einkalkuliert haben“, sagt Christian Pegel. „Hauptargument für unsere Entscheidung zugunsten dieser Variante ist aber die voraussichtlich schnellere Umsetzbarkeit sowie der bessere Verkehrsfluss.“ 

Zu den praktischen Auswirkungen für die Autobahnnutzer erläutert Ronald Normann, Leiter der Autobahnabteilung des Landesamtes: „Nach der Fertigstellung der Behelfsbrücke kann der Verkehr auf einer Spur je Richtung über die beschädigte A 20 rollen. Parallel wird die Richtungsfahrbahn Rostock mit Hilfe einer Brückenlösung instandgesetzt. Nach der Fertigstellung der ersten Brückenhälfte wird der Verkehr auf diese verlegt und dann die Richtungsfahrbahn Stettin in gleicher Weise instandgesetzt.“ 

Christian Pegel hofft, dass der Verkehr zum Ende dieses Sommers so wieder über die A 20 rollen kann. „Es gibt noch viele Unwägbarkeiten. Wir müssen vor allem die Ausschreibungsergebnisse für die Gründungsarbeiten abwarten. Aber wir wollen möglichst schnell vorankommen.“

Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung

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