IHK zu Rostock

IHK-Präsident Madsen fordert zügiges Handeln im Kampf gegen Cyberkriminalität

Rostock | 05.01.2019

Claus Ruhe Madsen, Foto IHK zu Rostock Claus Ruhe Madsen, Foto IHK zu Rostock

Als echte Bedrohung gerade auch für die Wirtschaft bewertet IHK-Präsident Claus Ruhe Madsen Hackerangriffe, wie sie beispielsweise während der vergangenen Tage in großem Ausmaß bekannt geworden sind. 

Schon auf der Zukunftskonferenz der Maritimen Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns im November und in seiner Rede bei der Amtseinführung des neuen Rostocker Polizeipräsidenten Ende 2018 hatte Claus Ruhe Madsen gefordert, dass Behörden beim Bekämpfen von Cyberkriminalität dringend aufstocken müssen: „Beim Einbruch weiß jeder, dass er die 110 anrufen muss, aber wie sieht es aus beim Hackerangriff? Kennt da jeder die Nummer der Behörde in Bonn?“ fragte der IHK-Präsident damals. 

„Wir brauchen auf Landes- und Bundesebene sofort eine Cyber-Einheit, die berät und jederzeit eingreifen kann. Vermutlich ist der prozentuale Anteil der Polizeimitarbeiter, die sich um Cyberkriminalität kümmern, sehr gering, vor allem im Verhältnis zum Bedrohungspotenzial. Das muss aus Sicht der Wirtschaft sofort behoben werden“, fordert der IHK-Präsident. Die Einsatzkräfte müssten permanent erreichbar sein, da oft Daten geklaut werden und durch Erpressung ein Zeitdruck aufgebaut werde. Madsen: „Es muss zügig gehandelt und darf nicht lange geredet werden, es ist eine echte Bedrohung für unsere Wirtschaft.“