IG Metall Küste

IG Metall Küste will über Übernahme des Pilotabschlusses verhandeln

Rostock | 06.02.2018

Meinhard Geiken Meinhard Geiken, Foto: IG Metall Küste

Der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Meinhard Geiken, hat den Tarifabschluss für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg begrüßt. „Das ist der Einstieg in ein modernes Arbeitszeitmodell: In der Metall- und Elektroindustrie bestimmen die Beschäftigten über ihre Zeit künftig stärker selbst. Sie können ihre Wochenarbeitszeit zeitweise auf bis zu 28 Stunden absenken und ein neues tarifliches Zusatzgeld bei familiären oder beruflichen Belastungen in freie Tage umwandeln, von denen ein Teil der Arbeitgeber trägt,“ sagte der IG Metall-Bezirksleiter.

Auch mit der Entgelterhöhung zeigte sich Geiken zufrieden: „Immer neue Rekordzahlen aus der Wirtschaft haben die Erwartungen bei den Beschäftigten steigen lassen. Dem wird der Tarifabschluss mit der Erhöhung der Einkommen um 4,3 Prozent zum 1. April 2018 und den weiteren Elementen wie Einmalzahlung, Festbetrag und dem neuen tariflichen Zusatzgeld gerecht.“

Geiken zog eine positive Bilanz nach den Warnstreiks: „Mehr Geld und mehr Zeit für die Beschäftigten: Mit diesen Forderungen sind wir angetreten, und das haben wir auch erreicht. Möglich war dieser starke Tarifabschluss nur durch den massiven Druck aus den Betrieben, insbesondere durch die ganztägigen Warnstreiks in der vergangenen Woche.“

Die Tarifkommission des Bezirks Küste kommt am Mittwoch in Hamburg zusammen, um das Verhandlungsergebnis aus Baden-Württemberg zu bewerten. Für Donnerstag sind die Verhandlungen zur Übernahme des Pilotabschlusses mit dem Arbeitgeberverband in Hamburg  geplant. „Von Nordmetall erwarten wir dann auch Bewegung bei den regionalen Themen wie der Angleichung der Schichtzuschläge und der Bezahlung von Umkleidezeiten sowie bei der Angleichung der Tarifverträge im Osten“, sagte Bezirksleiter Geiken.

Die IG Metall Küste verhandelt für 140.000 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordwestniedersachsen und Schleswig-Holstein.

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