GAZPROM Germania GmbH

Hafen Rostock ist bereit für LNG-Versorgung von Schiffen

Rostock | 04.03.2016

Erste LNG-Bebunkerung im Hafen Rostock; Foto: Gazprom Germania GmbH
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Erste LNG-Bebunkerung im Hafen Rostock; Foto: Gazprom Germania GmbH

Der Ostseehafen Rostock hat sich in den vergangenen Monaten als Standort für die Versorgung der Schifffahrt mit umweltfreundlichem LNG positioniert. So haben GAZPROM Germania, die Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock und die lokale Genehmigungsbehörde für das Rostocker Hafengebiet die rechtlichen und operativen Voraussetzungen für die Versorgung von Schiffen mit LNG geschaffen.

Am 27. Februar 2016, hat sich bewiesen, dass der größte deutsche Ostseehafen bereits heute für LNG-Bebunkerungen einsatzbereit ist. In den frühen Morgenstunden fand die erste Bebunkerung eines Schiffes mit LNG im südlichen Ostseeraum überhaupt statt. In Koordination mit dem Unternehmen Sartori & Berger wurde der 110 Meter lange Zementfrachter M.V. Greenland der norwegischen Reederei KGJ Cement AS mit LNG bebunkert. Dazu wurde das auf -160 Grad gekühlte Erdgas via Tankwagen nach Rostock transportiert, wo das Schiff bebunkert wurde.

„Wir sehen im maritimen Sektor hohes Potenzial. Tausende Tonnen von Schweröl könnten jährlich durch umweltfreundliches Erdgas ersetzt werden. Einen ersten wichtigen Schritt haben wir jetzt in Rostock unternommen. Die Bebunkerung hat gezeigt, dass der Einsatz von LNG als Kraftstoff im Schifffahrtsverkehr bereits heute Realität ist“, betont Timo Vehrs, Direktor Geschäftsentwicklung der GAZPROM Germania GmbH.

„Wir begrüßen die neue Entwicklung im Hafen Rostock sehr und sind sicher, dass sich unter anderem mit dem Angebot alternativer Bunkerstoffe wie Erdgas die Wettbewerbsfähigkeit des Rostocker Hafens steigern lässt und mehr umweltfreundliche Schiffe den Hafen anlaufen“, sagt Jens A. Scharner, Geschäftsführer der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock mbH.

Das Thema LNG wird für die Reedereien im Nord- und Ostseeraum immer wichtiger. Denn seit Januar 2015 gelten dort strengere Umweltauflagen für die Schifffahrt. Die Schiffe dürfen nur noch 0,1 Prozent Schwefel statt wie bisher 1 Prozent emittieren. Vor diesem Hintergrund hat die GAZPROM-Gruppe gemeinsam mit der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock bereits 2014 eine Absichtserklärung für die Zusammenarbeit auf dem Flüssigerdgasmarkt unterzeichnet. Schwerpunkte der Kooperation sind die Entwicklung, der Einsatz und die Vermarktung von LNG im Straßen- und Schifffahrtsverkehr in Mecklenburg-Vorpommern.

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