StALU VP - Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern

Genehmigung für Offshore Windenergieanlagen beantragt

Rostock | 12.09.2016

Offshore Park
Offshore Park, Foto: vmm wirtschaftsverlag

Die OWP Gennaker GmbH mit Sitz in 28217 Bremen, Stephanitorsbollwerk 3, beabsichtigt die Errichtung und den Betrieb von 103 Offshore-Windenergieanlagen (OWEA) vom Typ Siemens SWT-8.0-154 mit Power Boost mit einer maximalen Bauhöhe von 175 m und einer maximalen Nennleistung von 8,4 MW je OWEA im Offshore-Windpark (OWP) Gennaker mit einer Gesamtkapazität von 865,2 MW innerhalb eines marinen Vorranggebietes für Windenergieanlagen gemäß Landesraumentwicklungsprogramm Mecklenburg-Vorpommern 2016 (LEP M-V 2016) ca. 15 km nördlich der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und hat hierfür die immissionsschutzrechtliche Genehmigung nach § 4 BImSchG bei der zuständigen Genehmigungsbehörde, dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern, beantragt. 

Zu den OWEA gehören als Nebeneinrichtungen die erforderlichen zwei baugleichen Umspannplattformen (USP) und die die OWEA verbindende parkinterne Verkabelung. Die Inbetriebnahme der Windenergieanlagen soll voraussichtlich im Jahr 2022 erfolgen. 

Das Vorhaben ist gemäß § 4 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 17.5.2013 (BGBl. I S. 1274), zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 26.7.2016 (BGBl. I S. 1839) in Verbindung mit Nr. 1.6.1 Verfahrensart G des Anhang 1 der Vierten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über genehmigungsbedürftige Anlagen - 4. BImSchV) in der Fassung der Bekanntmachung vom 2.5.2013 (BGBl. I S. 973, 3756), zuletzt geändert durch Artikel 3 der Verordnung vom 28.4.2015 (BGBl. I S. 670) genehmigungsbedürftig. Das Vorhaben unterliegt nach § 3b Abs. 1 in Verbindung mit Nr. 1.6.1 der Anlage 1 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 24.2.2010 (BGBl. I S. 94), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 21.12.2015 (BGBl. I S. 2490) der Umweltverträglichkeitsprüfung. 

Der Antrag und die zugehörigen Antragsunterlagen einschließlich der Unterlagen zur Umweltverträglichkeitsuntersuchung werden vom 19.09.2016 bis einschließlich 18.10.2016 bei folgenden Ämtern während folgender Zeiten zur Einsichtnahme ausgelegt:

  • Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern
    Dienststelle Stralsund
    Abteilung Immissions- und Klimaschutz, Abfall und Kreislaufwirtschaft
    Ossenreyerstraße 56
    18439 Stralsund

    Montag, Mittwoch, Donnerstag 07:00 – 15:30 Uhr
    Dienstag 07:00 – 17:00 Uhr
    Freitag 07:00 – 14:00 Uhr
  • Gemeindeverwaltung Zingst
    Hanshäger Straße 1
    18374 Zingst

    Montag, Mittwoch, Donnerstag 08:00 – 12:00 Uhr und 13:00 – 16:00 Uhr
    Dienstag 08:00 – 12:00 Uhr und 13:00 – 18:00 Uhr
    Freitag 08:00 - 12:00 Uhr 
  • Amt Nord-Rügen
    Ernst-Thälmann-Straße 37
    18551 Sagard

    Montag, Mittwoch, Donnerstag 07:30 – 12:00 Uhr und 12:30 – 16:00 Uhr
    Dienstag 07:30 – 12:00 Uhr und 12:30 – 17:30 Uhr
    Freitag 07:30 – 12:00 Uhr 
  • Amt West-Rügen
    Dorfplatz 2
    18573 Samtens

    Montag und Mittwoch 09:00 – 12:00 Uhr und 13:00 – 15:00 Uhr
    Dienstag 09:00 – 12:00 Uhr und 13:00 – 18:00 Uhr
    Donnerstag 09:00 – 12:00 Uhr und 13:00 - 17:00 Uhr
    Freitag 09:00 – 12:00 Uhr

Einwendungen gegen das Vorhaben können in der Zeit vom 19.09.2016 bis einschließlich 01.11.2016 schriftlich bei den vorgenannten Ämtern vorgebracht werden. Einwendungen sollen erkennen lassen, welches Rechtsgut oder Interesse aus der Sicht des Einwenders verletzt wird. Nach Ablauf dieser Frist sind alle Einwendungen ausgeschlossen, die nicht auf besonderen privatrechtlichen Titeln beruhen. 

Die Einwendungen werden der Antragstellerin sowie den beteiligten Behörden, deren Aufgabenbereich von den Einwendungen berührt ist, bekannt gegeben. Der Einwender kann verlangen, dass sein Name und seine Anschrift vor der Bekanntgabe unkenntlich gemacht werden, wenn diese zur ordnungsgemäßen Durchführung des Genehmigungsverfahrens nicht erforderlich sind. 

Sofern gegen das vorgenannte Vorhaben Einwendungen form- und fristgerecht erhoben worden sind, werden diese auf Grund einer Ermessensentscheidung der Genehmigungsbehörde nach § 10 Abs. 6 BImSchG, auch bei Fernbleiben der Antragstellerin oder der Personen, die Einwendungen erhoben haben, am 14.12.2016 ab 10.00 Uhr und, falls erforderlich, an den Folgetagen im 

Ozeaneum der Hansestadt Stralsund
Mehrzwecksaal
Hafenstraße 11
18439 Stralsund

in öffentlicher Sitzung gemäß § 18 Absatz 1 der Neunten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über das Genehmigungsverfahren – 9. BImSchV) in der Fassung der Bekanntmachung vom 29.5.1992 (BGBl. I S. 1001), zuletzt geändert durch Artikel 5 der Verordnung vom 28.4.2015 (BGBl. I S. 670) erörtert.  

Die Zustellung der Entscheidung über die Einwendungen kann gemäß § 10 Abs. 8 BImSchG durch öffentliche Bekanntmachung ersetzt werden.

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