Rostocker Seehafen

56 Mio. Euro für Infrastrukturförderung

Rostock | 31.08.2010

Lageplan Maritimes Gewerbegebiet
Rostocker Seehafen Lageplan Maritimes Gewerbegebiet – 3. Abschnitt (Quelle: Rostock Port - Hafen-Entwicklungsgesellschaft

Das Wirtschaftsministerium ermöglicht durch Unterstützung in Höhe von 56 Millionen Euro das größte Vorhaben der Infrastrukturförderung der letzten 15 Jahre in Mecklenburg-Vorpommern, die Erweiterung des maritimen Gewerbegebietes im sogenannten dritten Bauabschnitt im Rostocker Seehafen.

In die Infrastruktur und die Schaffung neuer maritimer Gewerbeflächen werden in den nächsten zwei Jahren insgesamt 66 Millionen Euro investiert. "Die Investition ist ein neuer, bedeutender Meilenstein sowohl in der Entwicklung des Seehafens als auch des Industriestandortes Rostock insgesamt", sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Jürgen Seidel am Montag in Rostock. "Wir können bereits jetzt davon ausgehen, dass etwa 550 neue Arbeitsplätze auf dem zu erschließenden Gelände neu entstehen."

Insgesamt werden im dritten Bauabschnitt 40 Hektar Ansiedlungsflächen bis 2012 erschlossen. Neben der Erweiterung des Pier III Nord ist geplant zwei Liegeplätze auszubauen, weitere Hafenflächen zu erschließen und mehrere Schwerlastliegeplätze zu ertüchtigen sowie nicht mehr zeitgemäße Infrastruktur zurückzubauen. "Mit dieser Maßnahme werden alle kurzfristig verfügbaren und für industrielle Ansiedlungen geeignete Flächen im Seehafen erschlossen. Es wird die Grundlage geschaffen, dass bereits bestehende Unternehmen erweitern und weitere Neuansiedlungen erfolgen können. Nicht zuletzt sehen wir auch eine Chance, dem unvermeidbaren Strukturwandel im Schiffbau zu begegnen", sagte Seidel.

Insgesamt sind im Rostocker Seehafen über 150 Unternehmen mit rund 4.800 Arbeitsplätzen ansässig, viele Unternehmen aus dem Hafen- und Logistikbereich sowie Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes. "Im Mittelpunkt aller Bemühungen meines Hauses steht dabei, neue Arbeitsplätze zu schaffen, um den Arbeitnehmern attraktive Angebote in der maritimen Wirtschaft machen zu können. Wir brauchen vor allem noch mehr Jobs im verarbeitenden Gewerbe".

Der Rostocker Seehafen ist insgesamt ein dynamischer Wirtschaftsstandort. "Wir registrieren eine verstärkte Nachfrage nach Flächen. Die Nähe zum schiffbaren Wasser, die Kaikante vor der Tür, das ist für eine ganze Reihe von Unternehmen ein zentraler Standortfaktor sich anzusiedeln", so Seidel.

Die Zuschüsse für die Erschließung und Wiederherrichtung des dritten Bauabschnittes stammen aus Fördermitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW). Der Seehafen Rostock ist im Rahmen der Infrastrukturförderung der GRW ein Hauptförderschwerpunkt. Insgesamt sind hier seit 1990 ca. 218 Millionen Euro aus der GRW in Verbindung mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung gestellt worden. Verbunden waren damit Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 307 Millionen Euro. Errichtet wurden hiermit sowohl Einrichtungen der unmittelbaren Hafeninfrastruktur, aber auch Flächen für Gewerbeansiedlungen wurden hergerichtet.

WM - Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus

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