Dialogforum Einzelhande

Studie zu Auswirkungen der digitalen Nutzungen auf den Handel in MV

Mecklenburgische Seenplatte | 09.04.2018

Online-Shopping; Foto: Bet_Noire/iStock/Thinkstock
Online-Shopping; Foto: Bet_Noire/iStock/Thinkstock

Die Experten der Handelsfachtagung am 9. April 2018 in der IHK zu Schwerin machten deutlich, dass sich das Einkaufsverhalten der Kunden durch die Möglichkeiten digitaler Plattformen und Services verändert hat. Darauf müssen sich Kommunen und auch Händler einstellen.

Studie zu Auswirkungen in M-V beauftragt

„Um sich diesem Strukturwandel zu stellen, müssen wir wissen, wie viel Kaufkraft bereits durch Online-Handel gebunden wird und welche Auswirkungen dies auf die regionale Standort- und Branchennachfrage hat. Benötigen wir künftig weniger Fläche für den stationären Handel oder eröffnen Kleinflächenkonzepte vielleicht neue Chancen für historische Innenstädte – das sind nur einige Fragen, die es zu klären gilt“, so der Minister Christian Pegel. Deshalb hat das Energieministerium in Kooperation mit dem Handelsverband Nord, den Industrie- und Handelskammern des Landes sowie dem Ostdeutschen Sparkassenverband Anfang 2018 eine Studie mit dem Titel „Bedeutung der Digitalisierung für die Entwicklung der Einzelhandels- und Versorgungsstruktur in Mecklenburg-Vorpommern“ in Auftrag gegeben. 

Sie soll u. a. das Online-Nutzerverhalten der Einwohner analysieren, differenziert nach Bevölkerungs-, Alters- und Branchengruppen sowie nach eventuellen Unterschieden zwischen Stadt und Land. Die Studie soll auch aufzeigen, welche Online-Offline-Konzepte in Deutschland und darüber hinaus erfolgreich sind und ob diese sich auf M-V übertragen lassen. Untersucht wird auch, ob eine gemeinsame Präsentation der lokalen Händler im Netz Lösungen für die Probleme in den Innenstädten bietet, wie zufrieden die Einwohner mit den digitalen Angeboten im Handel sind und welche Erwartungen sie an diese haben. Die Gutachter sollen zudem die Online-Umsätze in den einzelnen Branchen ermitteln, differenziert nach Größe und Funktion der Städte. Und auch die Frage, wie der Einzelhandel konzeptionell und personell im Hinblick auf die veränderte digitale Einzelhandelswelt aufgestellt ist, soll die Studie beantworten.

Erste Ergebnisse werden im vierten Quartal 2018 erwartet. 

„Wie auch immer die Online-Offline-Entwicklung in Zukunft aussehen wird – eines scheint sicher: Die Händler müssen ihre Kunden dort abholen, wo sie gerade einkaufen wollen - in der Innenstadt, mit dem Tablet-PC auf der Couch oder mit dem Smartphone direkt im Geschäft“, betont Minister Pegel auf der Handelsfachtagung in der IHK zu Schwerin. Das zeigen auch die Beispiele aus Mecklenburg-Vorpommern:

Der Ludwigsluster Wirtschaftsförderer Henrik Wegner stellte auf der Handelsfachtagung gemeinsam mit den Schweriner Entwicklern von luniapps UG die Marketingplattform STADTpedia vor. Diese soll bei den Kunden die „Einkaufslust“ für die Angebote vor Ort in Ludwigslust wecken. Unternehmer, wie Jörg Bänder vom Bike Market Rostock und Robert Dahl von Karls Erlebnishof, legten eindrucksvoll dar, wie sich der „online- und offline-Vertrieb“ verknüpfen lassen. Die Erschließung neuer Zielgruppen kann durch die Einrichtung eines Online-Shops gelingen.

Abschließend betont der Minister, dass es um die aktive Gestaltung des digitalen Wandels geht. Es bedarf Planungsinstrumente und Antworten. Daher wurde das „Dialogforum Einzelhandel Mecklenburg-Vorpommern“ eingerichtet. 

Dialogforum Einzelhandel MV

Das „Dialogforum Einzelhandel Mecklenburg-Vorpommern“ wurde im Februar 2016 als Plattform für einen breit angelegten Informations- und Diskussionsaustausch zu Fragen der Handelsentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern gegründet. Das Forum möchte den Einzelhandel und die Versorgungsstrukturen in Mecklenburg-Vorpommern langfristig stärken. Dazu wird der Status Quo des Strukturwandels analysiert und nach Lösungsvorschlägen gesucht, wie sich die Einzelhändler, die Städte und Gemeinden unseres Landes die Digitalisierung der Märkte und das veränderte Kundenverhalten zu Nutze machen können. Gemeinsam sollen passende Digitalisierungsstrategien entwickelt werden, die die Handelsbranche in Mecklenburg-Vorpommern wettbewerbs- und zukunftsfähig aufstellen.

Partner des Dialogforum Einzelhandels MV sind:

• Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern

• Handelsverband Nord

• Industrie- und Handelskammern des Landes Mecklenburg-Vorpommern

• Städte- und Gemeindetag Mecklenburg-Vorpommern e. V.

 IHK zu Schwerin 

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